Fall Gustl Mollath

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Fall Gustl Mollath

Beitrag  Natascha am Do 22 Nov 2012, 08:25

das Eingangsposting lautete :

ich finde, der Fall Mollath bietet Stoff genug für Diskussion in einem separaten Strang, deshalb habe ich einen neuen eröffnet

erfreulicherweise stehen nun die ersten längere Artikel bei SPON und in der Zeit, bin mal gespannt, ob sich auch die gedruckten Ausgaben dem Thema widmen

http://www.spiegel.de/panorama/gustl-mollath-und-die-hypovereinsbank-weggeraeumt-und-stillgestellt-a-868445.html

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-11/gustl-mollath-psychiatrie-wahn-hypovereinsbank

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O!

Beitrag  Lobelie am Mi 12 Jun 2013, 18:31

Und ich hatte verbreitet, daß die Sendung am Donnerstag kommt...

Stimmt aber auch. Very Happy

Könntest du den Beitrag, den ich nicht verstehe, evt. selbst bei mir posten? Ich möchte ungern a) auf dieses Forum verlinken, und b) auf etwas, das ich im Zweifel nicht erklären könnte...
Ich weiß noch nicht einmal, was RSS-Feed ist. Muß ja nicht jeder wissen, daß ich nun so rein gar nichts vom Internet kapiere.
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Für Gustl Mollath

Beitrag  Die Rechtanwaeldin am Mi 12 Jun 2013, 18:48



Zuletzt von Die Rechtanwaeldin am Mi 12 Jun 2013, 18:59 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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hola uvo

Beitrag  patagon am Mi 12 Jun 2013, 18:49

Uvo: "worüber denken wir eigentlich noch nach ?  "UNSER" merkwürdiges Staatswesen interessiert es überhaupt nicht, ob Du oder ich oder wer auch sonst immer nach einer Haft finanziell zurecht kommt. Staatswesen ist schmerzfrei. Die werden nur empfindlich, wenn man sie selbst angreift. Alles kann und darf geschehen, nur nicht unsere sogenannten Volksvertreter angreifen. Die leben in ihrer Überheblichkeit wie ein Gott in der Sahnesoße...................... Hör Dir doch mal deren Geschwafel richtig an."

Ja, aber wenn in einer Demokratie das Volk der Souverän ist und sich das Volk das alles gefallen lässt, wer ist denn dann eigentlich verantwortlich?

Ich bin mal auf dein Schwulen Thema eingegangen.
Ich gebe dir in dem Fall nicht recht, würde es aber gerne mit dir ausdiskutieren, denn interessant wird es ja erst, wenn man NICHT einer Meinung ist.

Natürlich hast du als Arzt 1000 mal mehr Ahnung als ich in medizinischen Fragen, aber ist denn jede Abweichung, von was auch immer, gleich krankhaft und muss korrigiert werden?
Was ist mit der Evolution?

Kommt alles Leben aus dem Wasser? Wann haben Vögel fliegen gelernt? Seit wann gehen Menschen aufrecht?
Bekommen vielleicht schwule Männer eines Tages selbst Kinder?

Wissen wir das? In der Tierwelt gibt es doch alles, oder?
Ist vielleicht eines Tages ewige Jungend erreichbar, ohne med. Eingriffe, einfach durch permanente Selbsterneuerung?

Früher waren die Menschen viel kleiner (sieht man auch an den alten Ritterrüstungen). Werden sie jetzt immer größer oder geht der Trend andersherum wie bei den techn. Geräten, die ja immer kleiner und leichter werden?

Und wie entsteht eigentlich ein Stau?

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Was heißt das jetzt für Mollath, Gabi,und machst du jetzt weiter?

Beitrag  patagon am Do 13 Jun 2013, 09:08

Das ist nämlich keine lokale Angelegenheit mehr. Das geht doch das ganze Land an.
Ich bin neugierig.

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Der nächste JURABLOG wacht auf ....

Beitrag  Die Rechtanwaeldin am Fr 14 Jun 2013, 20:21

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Die Menschbearbeiterin

Beitrag  Die Rechtanwaeldin am Sa 15 Jun 2013, 10:38

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Von großen Seele zur anderen, von einem M.G. zum anderen M.G.

Beitrag  Die Rechtanwaeldin am So 16 Jun 2013, 17:50

#Mollath 'große Seeele' #Gustl "First they ignore you*, then they laugh at you**, then they fight you***, then you win.

* Briefe an Bank etc.
** M=Spinner
*** Richter B., Leipziger et al., Merk et al.
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moin moin

Beitrag  patagon am Mo 17 Jun 2013, 07:19

habe gerade in den Nürnberger Nachrichten über Petra Mollath gelesen.

Ich suche den Link jetzt nicht heraus. Jedenfalls ergibt sich ein ganz anderes Bild von Gustl Mollath, als jenes, das man von ihm gewonnen hat.


Er erscheint nach ihren Worten, als ein Mensch, der mit Geld absolut nicht umgehen konnte, extrem eifersüchtig und kontrollierend ihr gegenüber gewesen ist.

Von dem was allgemein bekannt ist, erzählt sie auch.  Danach hatte er scheinbar häufig finanzielle Probleme. Sie half ihm aus der Patsche, lieh ihm immer wieder Geld um sein Geschäfzt zu retten.

Dass sie, wenn stimmt, was sie sagt, von ihm langsam genug hatte kann man sich gut vorstellen.

Dass Gustl Mollath nur aus Sorge um seine Frau sie beim Finanzamt und bei ihrem Arbeitgeber angeschwärzt hat, konnte ich so und so noch nie verstehen.  

Das erscheint mir auch angesichts seiner eigenen finanziellen Schwierigkeiten, absurd. Außerdem, und das habe ich von Angang an gesagt, gefallen mir Denunzianten so und so nicht. 

Aber ob Mollath jetzt statt makellos reiner Tugendengel ein ziemlich unsympathischer Kontrollfreak, und nicht nur das unschuldige Opfer ist, mag dahingestellt sein.
Das geht das Gericht aber NICHTS an.
Auf jeden Fall unentschuldbar ist das Verhalten der der Justiz.

Auch ein Bankrotteur, der seine Frau verprügelt,  darf nicht einfach jahrelang weggesperrt werden.  

Ich glaube auch, dass, was die Bank- und Steuersachen angeht, alleine das der wahre Grund ist, dass warum Mollath einsitzt und man ihn dort auch festhalten will.

Und das alleine sollte auch geprüft werden müssen. Nämlich Willkür.

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Ende des Mißbrauches....

Beitrag  Oldoldman am Di 18 Jun 2013, 14:10

Ich habe mal den Mißbrauch des Mollath-Themas für private Unterhaltungen beendet und die Beiträge an die Bar verschoben... Da gehören sie doch irgendwie hin pirat
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Ist zwar auch ein bißchen opp topic

Beitrag  stringa am Mi 19 Jun 2013, 10:41

http://www.echo-online.de/region/darmstadt/-Wir-hatten-das-Generalopferbild;art1231,4035375

aber da ein ähnliches Bild beim Anfangsverdacht auftaucht und die beiden Fälle sich auch sonst sehr ähneln, stell' ichs mal hier ein.

Auch dies ist ein Zeichen für die Unfähigkeit der Justiz, Fehler einzugestehen, und wenn ihnen diese Fehler um die Ohren geschlagen werden, die Sache möglichst lange hinauszu zögern und der Herr Mollath hat wirklich Glück gehabt, daß sich die Süddeutsche des Themas angenommen hat und nicht nur dieses Lokalblättchen Echo.

Über jeden Mist wird berichtet, und hier bei diesem Fall sieht und hört man nichts von irgendwelchen überregionalen Medien.
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stringa,

Beitrag  patagon am Do 20 Jun 2013, 07:26

moin moin,

 Top!

ja, mich interessiert der Fall Arnold auch.


Der Echo Reporter berichtet jeden Tag, was er im Gerichtssaal sieht und hört; genau so wie Maschera das genatn hat. 

Man kann sich vorstellen, was da los war.

Der arme Horst Arnold, ein Lehrer auch noch!
Problerme mit Alkohol heißt im Klartext, dauernd besoffen. Und das als Lehrer...
Dazu solche Weiber.
Das ist der Stoff aus dem die Claude Chabrol Filme sind.

Es gibt Kombinationen, die führen fast automatisch ins Verderben. Der Boden auf dem das am besten gedeiht, sind Vorurteile. 

Du kannst den Medien nicht vorschreiben, was sie berichten und was sie lieber verschweigen. Da sind fast alle gleich. Ob Provinz oder Weltstadt. Den Letzten beißen die Hunde.
Top!

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Nö, ich kann den Medien nicht vorschreiben,

Beitrag  stringa am Do 20 Jun 2013, 10:03

über was sie  berichten, ich kann mich nur darüber ärgern. und das tue ich jeden Morgen auf gelinde Weise.

Und ab und zu schreib ichs halt auch in einen Strang, wenns denn paßt.

Aber natürlich ist schlechte Berichterstattung, vor allem, wenn sie von mehreren Medien kommt, immer noch besser als gar keine. Man muß sich dann aus den verschiedenen Blickwinkeln das herauspicken, was der Wahrheit am nächsten kommt. Hält immerhin das Denkvermögen beweglich Very Happy

Der Fall Arnold ist ja zumindest in der Wiederaufnahme, was ja schon eine Verbesserung zum Fall Mollath ist.

Diese Bayern! Die schieben und tricksen, und wenn auch die Juristen aller Bundesländer sich die Haare raufen und den Bayern ständig ihre Verstöße gegen Recht und und Gesetz um die Ohren hauen, die bayrische Justiz sitzt da und behauptet dreist und gottesfürchtig, sie hätten recht.

Ich seh vor meinem geistigen Auge immer die bayrische Justiz als Person da sitzen, so wie man sie aus den Zeiten Ludwig Thoma's kennt, also ein mittelalter Mann, etwas korpulent, mit seinem Maßkrug vor sich auf dem Tisch, meistens unbeweglich, meistens auch stumm, denn mit der Sprache hat ers ja nicht so, und unter diesem Bild so eine Art Unterschrift "Mia san mia".

Kann einen durchaus die Wände hochtreiben, so ein Bild confused
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moin moin allerseits

Beitrag  uvondo am Do 20 Jun 2013, 10:11

...........und wenn wir schon bei der bayrischen Justiz und Ludwig Thoma sind.......wer kann sich noch an das königlich bayrische Amtsgericht, mit Beppo Brehm als Gerichtsdiener erinnern???
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Natürlich kann ich mich dran erinnern !

Beitrag  stringa am Do 20 Jun 2013, 10:34

War nicht schlecht, diese Serie. Der Richter dort hat natürlich auch ordentlich das Recht gebeugt, aber immer auf sehr erfreuliche Weise.

Schade, daß tatsächliche Rechtsprechung nicht mal von Serien-Autoren verbessert werden kann Very Happy
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moin moin @ all und hola uvo

Beitrag  patagon am Do 20 Jun 2013, 11:59

es nützt nichts diese Sache als bayerische Eigenart zu bewerten.

Es geschieht in Deutschland. In Detschland,  das auch andere Länder kritisiert und sich als Rechtsstaat ausgibt.

Für beispielhaft im negativen Sinn erscheinen mir dann besonders Figuren wie Prof. Kröber, die sich in gerazu unfassbarer Selbstgerechtigkeit für unantastbar halten, die jede Kritik an ihrer Person als Majestätsbeleidigung werten und denen leider noch immer viel zu viele in geradezu sklavischer Unterwürfigkeit folgen. Weil, wenn man da widerspricht gerät man selbst in den Verdacht etwa ein Troll zu sein.

Das ist jetzt kein Seitenhieb, Stringa. Die Diskussion um Kröber habe ich in Lobelies Blog gefunden.

Gut, dass das da zur Sprache kommt. Immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.

Kröber selbst, der gerne als Lehrmeister auftritt und anderen mitteilt, wo es lang geht, hat Begutachtungen nach Aktenlage zum No Go erklärt. Jetzt soll er sich gefälligst mal selbst an die eigenen Maximen halten, sonst bleibt er, falls man sich überhaupt noch an ihn erinnert, als besonders widerliches "Vorbild" im Gedächtnis.

Das königlich bayerische Amtsgericht, gehört zu den absolut netten und vergnüglichen Serien.
Der etwas anarchistische Zug entsteht daraus, dass es da halt MENSCHLICH zugeht.

Ist doch nicht schlecht, oder?

patagon

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Kröber? Ist auch hier schon diskutiert worden,

Beitrag  stringa am Do 20 Jun 2013, 12:13

allerdings schon sehr früh im Mollath-Strang, direkt als klar aus den Akten ersichtlich war, daß er eine Fern-Diagnose gestellt hatte.

Ich habe ihm damals einen Brief geschrieben, und er hat sogar geantwortet, allerdings nur sehr allgemein, dem Sinn nach, er sei froh, daß dieser Fall wieder neu aufgenommen würde (im Hinblick auf neu aufgetauchte Tatsachen), aber nach der Aktenlage damals habe er leider nicht anders urteilen können.

Wenn du bei Gabriele gelesen hast, weißt du sicher, daß er  sogar persönlich vor Ort war, allerdings zu einem anderen Datum, als vorher mit Herrn Mollath abgesprochen, und der hat dann das diagnostische Gespräch klipp und klar abgelehnt (ja, ist schon manchmal rigoros, der Herr Mollath).

Nur, dann hätte er eben kein Gutachten abgeben dürfen, finde ich.
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Ich interessierie mich ja bekanntlich nicht

Beitrag  uvondo am Do 20 Jun 2013, 12:34

.....für die Juristerei. Aber kann es angehen, daß ein Kröber es gar nicht nötig hatte, weil da irgendwer (Gustl) nicht wollte, eine persönliche Einvernahme vorzunehmen. (ich hoffe, es heißt juristisch richtig Einver.....) Ich persönlich bin ja auch ein ziemlich harter Hund, und lasse mir auch seeeeehr wenig gefallen. ABER 7 Jahre angeblich unschuldig irgendwo einzusitzen würde selbst mir nicht in den Sinn kommen. Bei allem Verständnis für das Unkonventionelle. Kann es angehen, daß Gustl nur eine fürchterliche Klatsche sein Eigen nennt ???
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Nun ja,

Beitrag  stringa am Do 20 Jun 2013, 13:22

wenn man an das Prinzip Gerechtigkeit glaubt und ein Sturkopf und Prinzipienreiter ist, dann reagiert man so wie Herr Mollath.

Wie überall in den Blogs zu lesen ist, verdient man dafür noch keine 7 Jahre Psychiatrische Forensik.

Er wird hauptsächlich dafür bestraft,  daß er sich den für ihn widersinnigen Ansprüchen unseres Rechtssystems nicht beugen will.

(Z.B. wenn er damals beim ersten Urteil seine 1000 Euro Strafe einfach bezahlt hätte, wäre er gar nicht in der Forensik. Wenn er in der Forensik sich einverstanden  erklärt hätte mit dieser Wahndiagnostik und bei der "Behandlung" ein bißchen geschauspielert hätte, wäre er wahrscheinlich spätestens nach einem Jahr wieder draußen gewesen.)

Es ist dies eine sehr alte Problematik, mit der sich Philosophen und Schriftsteller immer wieder auseinandergesetzt haben. (Kleist: Michael Kohlhaas, Prinz von Homburg)

Man kann auch darüber streiten, ob das Prinzip Rechtssicherheit nicht auch ein wichtiger Faktor für das Gedeihen eines Staatswesens ist.

Aber für genau diese Fälle ist unser Rechtssystem eigentlich so eingerichtet, daß man über die nächsthöhere Instanz seine Urteile überprüfen lassen kann.

Nur, - wenn der grundsätzliche Fehler (muß man hier nicht aufzählen, es sind schon gravierende Verstöße) sich durch alle Instanzen hindurchzieht, und diese Überprüfungs-Aktion eben nicht mehr stattfindet, dann sollte man doch anfangen, sich Gedanken zu machen, ob das alles, was in der Theorie mal schön ausgedacht worden ist,  in der Praxis überhaupt noch stattfindet.
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Ja, Stringa,

Beitrag  patagon am Do 20 Jun 2013, 13:48

Ich war es ja selbst, der Kröber in Nataschas Link als erster entdeckt hatte. Gaby wollte es gar nicht glauben. Auch dem Vergleich mit Michael Kohlhaas hat sie in ihrer ewig besserwisserichen Weise erst mal vehement widersprochen. Du übrigens nicht. Das weiß ich noch.

Ja, Uvo, natürlich ist es Wahnsinn sich rollenden Panzern entgegen zu werfen.
Es kommt immer darauf an, was man persönlich zu verlieren hat.

Ich halte Mollath schon für ein ziemliches Arschloch, allerdings, wo steht denn geschrieben, dass man das nicht sein darf?
Von Recht und Gerechtigkeit kann man doch erst dann reden, wenn man jedem seine eigene Art zubilligt. Was nicht heißt, dass man sich nicht wehren sollte.

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tja pat

Beitrag  uvondo am Do 20 Jun 2013, 14:27

auf irgendwine Art und Weise kann ich den Gustl ja auch verstehen. Dieser Mann hat einfach einen Wahnisinshass auf das System. Du hast dann immer nur zwei Möglichkeiten, entweder gehst Du unter, oder Du hast das Geld für sehr gute Anwälte. Ich weiß nicht um seinen Gemütszustand, aber der gibt nicht auf, bevor ihm nicht jemand erklärt, er sei bekloppt oder ihn da kostenlos rausholt. Das ist seine Bewusstsein von Gerechtigkeit. UND ich glaube, da er zum damaligen Zeitpunkt pleite war, und er keine Zukunftsperspektive für sich mehr sah, hat er sich in seinem Hinterköpfchen gesagt, NA gut, dann lass ich mich eben einweisen. Da ist es warm und trocken. Der hat draussen NULL Perspektiven. Im Gegenteil, sollte er rauskommen aus seiner augenscheinlichen momentanen Misere, und er kommt draussen nirgendwo "unter", dann wird er eine Straftat begehen, die ihn wieder in sichere Gefilde zurückführt..............
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Uvondo

Beitrag  stringa am Do 20 Jun 2013, 15:36

an deinem letzten Beitrag ist so gut wie alles falsch. Wenn du ordentlich lesen würdest, bevor du losblubberst, wüßtest du, daß er mit aller Macht darum gekämpft hat, NICHT eingewiesen zu werden.

Manchmal fehlen einem bei dir die Worte Der Hammer!Der Hammer!Der Hammer! !
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Uvo,

Beitrag  patagon am Do 20 Jun 2013, 15:38

Verstehen kann ich ihn schon, in dem wie er darauf reagiert. Nicht verstehen konnte ich aber, dass er die Ex damals wegen dieser Geldtransfers angezeigt hat. Er hatte keine Kohlen und dann muss er ihr auch noch die einzige Geldquelle zuschütten. Wenn er schon der heilige Gustel sein wollte, hätte er sich doch davon fernhalten können. Einfach nichts hören und sehen.
Es war ja nicht so, dass er bei einem furchtbaren Unrecht oder Grausamkeiten hätte zuschauen müssen.
Nein, er hat ja hinter ihr hergeschnüffelt.
Das war ein Machtkampf.
Verloren haben dabei alle.
Aber wirklich alle. Es gibt da überhaupt keinen Gewinner.
So wie in der Ex DDR mit dem Stasi Spitzel System.

Ich habe nun mal absolut nichts für Denunzianten übrig. Für Willkür und schmutzige Tricks übrigens genauso wenig. Ich stelle mir übrigens vor, dass Trittin mit seinem Dosenpfand usw. genauso ein Prinzipienreiter ist wie Gustel.

Nur glaube ich nicht, dass Trittin dazu bereit wäre den gleichen Preis zu zahlen.


Zuletzt von patagon am Do 20 Jun 2013, 15:50 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Nee, Uvo

Beitrag  patagon am Do 20 Jun 2013, 15:45

Aus wirtschaftlicher Not allein, hat er sich wahrscheinlich nicht einweisen lassen. Schon alleine das Angobot der Ex und des Arztes er könne 500.000,-- behalten. Naja, von seinem eigenen Geld ist schon dreist.

Aber immerhin besser als nix.

Inzwischen sehe ich gar keinew Möglichkeit mehr, für wen denn und wenn ja, welche?

Stringa, dein Vorstellungsvermögen ist m. A. nach so und so etwas begrenzt.

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Denunziantentum...............

Beitrag  uvondo am Do 20 Jun 2013, 15:47

pat wild um sich zu schlagen......... der hatte seine Kraft verbraucht. Es gab für ihn nur diese eine Möglichkeit, weil er wusste, niemand nimmt von ihm auch nur noch eine Scheibe Schwarzbrot. Vielleicht sah man darin seinen Wahn..............
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