Kachelmann und kein Ende.... (Teil 3)

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Kachelmann und kein Ende.... (Teil 3)

Beitrag  Oldoldman am Di 04 Dez 2012, 17:10

das Eingangsposting lautete :

Das Ursprungsposting von "Gast" vom 15. Juni 2012, 15:43 h, lautete:

Alice Schwarzer spricht Kachelmann überraschend frei!

Vor dem LG Köln lies sie ihren Rechtsanwalt am 5. April 2012 Folgendes vortragen:
Damit wird klar, dass Frau Claudia D. nicht zu den "vergewaltigten Frauen" gehört.
Nun, das Landgericht Köln traute diesem Sinneswandel wohl nicht so ganz und bestätigte eine einstweilige Verfügung, mit der es Alice Schwarzer und der EMMA verboten wurde,
den Eindruck zu erwecken, der Antragsteller (Jörg Kachelmann) habe eine Vergewaltigung zum Nachteil der Frau Claudia D. begangen
(LG Köln, Az. 28 O 96/12) - http://www.hoecker.eu/mitteilungen/artikel.htm?id=260

Das gibt sicherlich Stoff zu neuen Diskussionen...

Ergänzung:

Und nun gibt es ja auch noch das Buch zum Fall, die einstweiligen Verfügungen zum Buch zum Fall und hier natürlich die Diskussionen zu den einstweiligen Verfügungen zum Buch zum Fall und zum Buch zum Fall....

Den ersten Teil mit den Postings 1 bis 978 (15.06.2012 bis 17.10.2012) findet der geneigte Leser
HIER (Teil 1)
Den zweiten Teil mit den Postings 979 bis 1994 (17.10.2012 bis 04.12.2012) findet der geneigte Leser
HIER (Teil 2)

Die letzten Postings des zweiten Teils finden sich unter:

http://libertalia.forumieren.com/t21p960-kachelmann-und-kein-ende
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Fall Arnold/Kachelmann

Beitrag  Lobelie am Do 25 Apr 2013, 10:17

Heute beginnt das Verfahren gegen Heidi K.

Hannelore Crolly:

Für viele, vor allem für seine Tochter und seinen kämpferischen Anwalt Hartmut Lierow, ist das Verfahren, das nun in Darmstadt gegen Heidi K. beginnt, wohl dennoch eine Genugtuung, eine späte Würdigung dessen, was ein Mensch durchgemacht hat, der völlig unschuldig und ahnungslos in die Fänge der Justiz geraten war.
Das Grauen, in einer Zelle zu sitzen und geächtet, verachtet und bestraft zu werden für etwas, das man nicht getan hatte, ist unvorstellbar. Joe Bausch, Gefängnisarzt und auch als Schauspieler aus Krimiserien bekannt, hat in 25 Jahren Knastarbeit viel Erfahrung mit Häftlingen gemacht. Er glaubt: Ein schlimmerer Alptraum ist kaum denkbar. "Du fragst dich immer: Wann hört dieser Film endlich auf?", sagt Bausch, befragt danach, wie Menschen mit der psychischen Belastung eines Fehlurteils fertig werden können.

200 Menschen, schätzten Experten, wandern jedes Jahr hinter Gitter, obwohl sie unschuldig sind. Horst Arnold gehört zu den spektakulärsten Fällen, zu denen, die wirklich betroffen machen. Ein Mann, der nicht wusste, wie ihm geschah, als er plötzlich in Handschellen in einen Gerichtssaal geführt wurde und sich dort anhören musste: Er soll seine Kollegin, wie er Biologielehrerin in Hessen, im Biologievorbereitungsraum gegen einen Tresen gedrückt und stehend von hinten anal vergewaltigt haben.

Ungereimtheiten, die auffällig waren

Schon allein diese Schilderung hätte die Richter aufmerken lassen müssen, den rein anatomisch wäre der Vergewaltigungsakt, wie geschildert, fast unmöglich gewesen. Auch andere Ungereimtheiten hätten auffallen müssen.
Etwa, dass Heidi K. trotz angeblich großer Schmerzen wegen eines zwei Zentimeter langen Risses am After noch zwei Stunden Unterricht hielt. Dass sie in Begleitung ihrer Eltern nach ihrer Anzeige noch einmal von dem Beschuldigten auf einem Marktplatz bedroht worden sei. Dabei war Arnold zu diesem Zeitpunkt bereits in Untersuchungshaft.
http://www.welt.de/vermischtes/article115582333/Die-erfundene-Vergewaltigung-der-Heidi-K.html?wtmc=social


Noch schlimmer als eine begrenzte Haftzeit dürfte eine unbegrenzte Unterbringung sein.

Aber daß Frau Crolly im Zusammenhang mit dem Fehlurteil Arnold das Landgericht Mannheim lobt, weil es so gründlich gearbeitet habe und daraufhin zum Freispruch kam, ist dann doch verwegen...

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Ach du liebe Güte

Beitrag  stringa am Do 25 Apr 2013, 10:53

".....Die Richter aus Mannheim waren jedoch sorgfältiger und hatten den Fall des Prominenten über 40 Prozesstage lang unter die Lupe genommen, während Arnold nach nur fünf Tagen schuldig gesprochen wurde...."

Ja, schon klar Twisted Evil !

Herr Arnold hatte eben keinen Herrn Schwenn, deshalb hat's so nur so kurze Zeit gebraucht.

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Nicht zu vergessen:

Beitrag  Lobelie am Do 25 Apr 2013, 11:02

fast die Hälfte dieser über 40 Verhandlungstage wurde mit Nichtigkeiten verplempert (einschließlich Ausflug in die Schweiz).
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Gisela Friedrichsen über Heidi K.

Beitrag  Lobelie am Do 25 Apr 2013, 18:30

Es läuft genauso, wie ich mir das gedacht habe:

Die Anschuldigung erhält sie aufrecht, leidet unter Gedächtnisverlust und im übrigen macht sie Therapien wegen Retraumatisierung...


Am Mittwoch wiederholte Heidi K. ihre Anschuldigung gegen Horst Arnold. Was sie vor Gericht aussagte, führt aber zu der Frage, ob nicht schon sehr viel früher, nämlich nicht erst im Jahr 2013, sondern schon 2002 an der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen hätte gezweifelt werden müssen. Der Prozess stellt nicht nur das angebliche Vergewaltigungsgeschehen noch einmal auf den Prüfstand eines Gerichts, sondern auch vieles von dem, was Heidi K. an ihren vielen Arbeitsstellen zum Besten gab.
Sie hat offenbar ein in jeder Hinsicht unstetes Leben geführt. Es dürfte schwerfallen, die Zahl sämtlicher Schulen genau zu beziffern, an denen sie mal ein Jahr oder nur ein paar Monate beschäftigt war und die sie aus unterschiedlichsten Gründen, die sie heute selbst kaum noch angeben kann, wieder verließ.
Ähnlich ist es mit ihren Beziehungen zu Männern. Wann sie das erste Mal geheiratet habe, fragt die Vorsitzende der 15. Großen Darmstädter Strafkammer, Barbara Bunk. Heidi K. weiß es nicht. Wann sie geschieden wurde, wann sie wieder heiratete, und dann das dritte Mal - sie weiß es kaum noch. "Seit ich in Therapie bin", sagt sie langsam auf Fragen des Gerichts, "habe ich Probleme mit der zeitlichen Zuordnung." Immer wieder: "Ich weiß das nicht mehr."
In den vielen Therapien, die sie mittlerweile hinter sich habe, sei so vieles in ihr hochgekommen. Und was dann in den Medien über sie berichtet worden sei, habe sie "retraumatisiert". Zur Zeit mache sie eine Traumatherapie. Und Familienaufstellungen. Und Gestalttherapien. Und so fort.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/prozess-gegen-heidi-k-angebliches-vergewaltigungsopfer-angeklagt-a-896536.html
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Und was ich am allerschlimmsten finde

Beitrag  stringa am Do 25 Apr 2013, 20:01

Wahrscheinlich wird sie damit durchkommen, schuldunfähig, psychische Störung, wußte nicht, was sie tat, wird nicht etwa weggesperrt wie Mollath, da sie ja krankheitseinsichtig ist und bei so vielen Therapien ja die Prognose günstig lauten wird.

Opfer-Abo, das Wort des Jahres !
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Genau in diese

Beitrag  Lobelie am Do 25 Apr 2013, 21:01

absehbare Richtung soll es gehen.
Schauspielerin bleibt Schauspielerin.

So war das bislang ja immer. Allerdings hat sie es überzogen mit ihrer Trauma-Therapie (wegen Retraumatisierung durch das jetzige Verfahren gegen sie, das die Gefühle wegen der ursprünglichen, erfundenen Tat wiederbelebt: wenn sie dafür echt einen Psychotraumatologen begeistern konnte, ist der Niedergang dieser Disziplin eingeläutet). Definitiv.
Daß Norbert Leygraf diesen Quatsch mitmacht, ist auszuschließen.

Außerdem sitzt sie einer Vorsitzenden Richterin gegenüber. Wenn die keine Feministin ist, sondern Richterin, spielt die das übliche Spiel "Frau=Opfer selbst als Täterin" nicht mit.
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Beitrag  stringa am Do 25 Apr 2013, 23:08

dein Wort in Gottes Ohr Smile

Weiß man denn irgendwas über diese Richterin, Barbara Bunk heißt sie wohl.

Ich hab nur diesen Eintrag gefunden:

"Barbara Bunk (Jg. 1965) - Vorsitzende Richterin am Landgericht Darmstadt (ab 01.11.2006, ..., 2009) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.07.1996 als Richterin am Landgericht Darmstadt aufgeführt."

So ganz jung ist sie denn doch nicht und das ist gut so Smile
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Genauso

Beitrag  Lobelie am Sa 27 Apr 2013, 10:09

schlimm wie das "vergessene" Telefonat ist doch wohl die U-Haft bei einer Aussage-gegen-Aussage-Konstellation.
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Heute Abend 22.30 WDR DOKU zu Horst Arnold

Beitrag  Die Rechtanwaeldin am Do 02 Mai 2013, 20:27

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Irre?

Beitrag  Die Rechtanwaeldin am Mi 08 Mai 2013, 13:42

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Dieser

Beitrag  Lobelie am Fr 10 Mai 2013, 10:17

Express-Psychologe ist ein Hypnotiseur, der Rauchern das Rauchern abgewöhnt - und wollte wohl auch mal in die Zeitung. Grauenhaft.

Hier ein Bericht zum 2. Prozeßtag im Verfahren gegen Heidi K.:

http://www.westfalen-blatt.de/nachricht/2013-05-08-eloquent-bis-herrisch/613/

Auch in diesem Verfahren spielen Ärzte eine verhängnisvolle Rolle.
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Express-Psychologe!

Beitrag  stringa am Fr 10 Mai 2013, 10:58

Very Happy Very Happy Very Happy

Mal davon abgesehen, daß man sich schon fragt, nachdem man die ganze Berichterstattung zum ersten Prozesstag hat einsickern lassen - wie müßte sich Frau Zschäpe denn wohl benehmen, um keine Kritik wegen ihres Verhaltens vor Gericht zu ernten?

Das ist ja die Crux bei Gerichts-Prozessen, daß es halt auch (eigentlich meistens) nur magere Diätkost für die Reporter gibt, die dann mit allerlei Deko zum Gourmet-Essen umgestaltet werden soll.

Was den Fall Arnold betrifft, gilt natürlich dasselbe, obwohl man da wohl sicher auch was Substantielleres hätte schreiben können.

Ich hoffe nur, daß die ehemalige oder Noch-Frauenbeauftragte, die ja bestimmt auch ihr Teil zur Verurteilung von Herrn Arnold beigetragen hat, ihr Weltbild einer grundsätzlichen Prüfung unterzogen hat und nicht nur in diesem einen Fall.
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Immerhin

Beitrag  Lobelie am Fr 10 Mai 2013, 13:38

war es diese Frauenbeauftragte, die ihren Bruder, Rechtsanwalt Lierow, dazu brachte, eine Wiederaufnahme in die Wege zu leiten. Das muß man ihr schon hoch anrechnen.
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Weiß ich ja, Lobelie

Beitrag  stringa am Fr 10 Mai 2013, 14:48

aber das ist ja eigentlich das Mindeste, was man an moralischem Verhalten erwarten kann.

Ja, ist nicht überall selbstverständlich, wie der Fall Mollath zeigt, aber ich behalte mir vor, trotzdem Abneigung zu hegen gegen Leute, die auf so eine Geschichte, die da erzählt wurde, hereinfallen.

Die muß genau so bescheuert frauenbewegt gewesen sein wie Alice Schwarzer, und wer, wenn nicht eine Person, die an dieser Schule doch beschäftigt war, also sie selbst, hätte doch merken müssen, was da alles nicht stimmig war.

Sie hat mitgeholfen, hat die Weichen mit gestellt und ich wünsche ihr, daß sie (im Nachhinein) viele schlaflose Nächte hatte.

Tschuldigung, daß ich so alttestamentlich klinge, aber manches ist eben nicht durch Wiedergutmachung auch wirklich wieder gut gemacht.
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Wenn ich so drüber nachdenke

Beitrag  stringa am Fr 10 Mai 2013, 15:03

ist diese meine Reaktion vielleicht doch seltsam.

Ich weiß nicht genau, das heißt, ich kann keine Gründe dafür angeben, warum ich Falschbeschuldigungen so extrem verwerflich finde.
Ich hab da kein persönliches Trauma oder ähnliches, aber ich merke, daß ich "normale" Verbrechen mit durchaus anderen Augen betrachte, ich finde sie natürlich schlimm, aber ich reg mich da nicht weiter drüber auf, weil sie halt vorkommen.

Beim Fall Kachelmann fing das an und hört beim Fall Mollath noch lang nicht auf. Ist es das Hinterhältige, was mich da so abstößt? Oder dass etwas, was doch Verbrechen aufklären soll, nämlich unsere Justiz, quasi zum Helfershelfer gemacht werden soll?
Oder daß es so schwer ist, sich dagegen zu wehren? Aber das ist ja bei jedem gewalttätigen Übergriff genau so.

Tatsache ist, daß ichs einfach (noch) nicht erklären kann, aber weiter dran bleiben werde.
Das geht ja gar nicht, daß ich für etwas, was mich abstößt, keine überzeugende Erklärung finden kann Very Happy

Sorry für die kleine Nabelschau, muß auch ab und zu sein Very Happy
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Mir geht es ähnlich wie dir,

Beitrag  Lobelie am Fr 10 Mai 2013, 15:07

aber ich kann es biographisch herleiten: meine Schwester war eine "Petze", log und übertrieb dabei aber, und das mütterliche Strafgericht bezog sich allein auf die Angaben der Anklägerin. Da weiß man schon als Kind, daß es nichts Ungerechteres gibt als Falschbeschuldiger und unüberprüft richtende Macht.

Kram mal in deinem Gedächtnis... Very Happy

Nachtrag:

Und wenn dann abends die gemeinsame Anklage dem väterlichen Strafgericht vorgetragen wurde, dann fragte der nur, wie ich das denn sähe, ich trug vor und danach war die Sache aufgeklärt. Folgenlos natürlich.

So habe ich mich dann für Aufklärung und Gerechtigkeit interessiert - und die entsprechenden Lektüren.
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Plagiat statt Vergewaltigung?

Beitrag  Die Rechtanwaeldin am Fr 10 Mai 2013, 19:48

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War Höcker nicht da?

Beitrag  Die Rechtanwaeldin am Mo 13 Mai 2013, 08:09

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Grenchner Tagblatt

Beitrag  Die Rechtanwaeldin am Mi 15 Mai 2013, 11:13

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Mal wieder so ein unglaublicher

Beitrag  Lobelie am Mi 15 Mai 2013, 11:52

Rosenkriegsfall mit vorgetäuschtem sexuellen Mißbrauch eines Kinds und dem erzwungenen Geständnis im Rahmen eines Deals - die Wiederaufnahme wurde natürlich abgelehnt...

[...] Dem Fall ging ein langwieriger Familien- und Rechtsstreit voraus. Vor sechs Jahren hatten sich Natalies Eltern getrennt. Die Folge war ein Rosenkrieg, der auch das Kind nicht verschonte. Zunächst versuchte die Mutter den Umgang zu verhindern. Eskaliert ist der Streit, als eine Anzeige gegen den Großvater väterlicherseits wegen sexuellen Missbrauchs an dem Kind erfolgte. Die Mutter des Mädchens informierte einen befreundeten Polizeibeamten der Kripo Memmingen, welcher unter anderem auch die Ermittlungen leitete.

Die eingeschalteten Ermittlungsbehörden nahmen den Fall sehr ernst. Am 12. Juli 2007 beantragte die zuständige Staatsanwaltschaft Memmingen die richterliche Vernehmung des Kindes. Bereits im Sommer 2007 widerrief das Kind seine Aussage, was die Staatsanwaltschaft auf den andauernden Rosenkrieg der Eltern zurückführte.

Bis heute unerbittlicher Streit mit den Behörden

Der Vater des Kindes und dessen Lebensgefährtin mutmaßen, dass der Fall doch nicht so klar sein könne. Ihnen und auch anderen Personen gegenüber habe das Kind immer wieder versichert, der Opa habe nichts gemacht. Aber auch die Strafakte werfe Fragen auf, so ein erfahrener Strafverteidiger. Das Paar führt bis heute einen unerbittlichen Streit mit den Behörden. So hatten sie die Justizministerin, das Innenministerium und zuletzt auch Ministerpräsident Seehofer eingeschaltet. Alles verlief bislang im Sande.

Weil sich Staatsanwaltschaft und Anwalt auf dem Büroweg geeinigt hatten, indem der Anwalt eine Stellungnahme verfasst hat, ist es nie zu einem Gerichtsverfahren gekommen. Gegenüber der Polizei sagte der Rentner damals, er habe sich nicht an seiner Enkelin vergangen. Staatsanwaltschaft und Anwalt einigten sich in der Folge Mitte August 2007 auf eine Bewährungsstrafe für den Rentner, welche vom Gericht so übernommen wurde. Die ermittelnde Oberstaatsanwältin Renate Thanner soll dem Mann allerdings mit den Worten gedroht haben: „Entweder Sie legen ein ausführliches Geständnis ab oder Sie gehen ins Gefängnis“.
Nach Einschätzung des Leitenden Oberstaatsanwaltes Dr. Johann Kreuzpointner handelt es sich hierbei um keine rechtswidrige Drohung. Der Vater des Kindes und dessen Lebensgefährtin sendeten die Ablehnung eines angestrebten Wiederaufnahmeverfahrens zur Überprüfung an das Bundesverfassungsgericht, da der Bundesgerichtshof Absprachen problematisch sehe. Dieser hatte am 19. März 2013 alle Staatsanwaltschaften verpflichtet, Rechtsmittel gegen Urteile, die auf Absprachen beruhen, einzulegen.
...
13-Jährige soll für 7500 Euro Prozesskosten haften - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/mindelheim/13-Jaehrige-soll-fuer-7500-Euro-Prozesskosten-haften-id25211811.html
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Fall Arnold

Beitrag  Lobelie am Mi 15 Mai 2013, 12:28

Wenn das kein klarer Fall von Selbstverletzung ist...:

Es ist der Tag der Zeugen. Zwei Ärztinnen, darunter eine Gynäkologin aus dem Kreiskrankenhaus in Heppenheim werden vernommen. Sie haben die Angeklagte zwei beziehungsweise sechs Tage nach der mutmaßlichen Vergewaltigung untersucht. Die Amtsärztin erkennt nichts Auffälliges, die Frauenärztin stellt äußerliche Kratzspuren und Blutergüsse fest. Die gynäkologische Untersuchung ist unauffällig. Einige Tage später geht die 48-Jährige erneut in eine Praxis. Dieses Mal in Detmold. Dort werden Verletzungen im Intimbereich diagnostiziert. Die Patientin berichtet erstmals von Erbrechen und Schlafstörungen.
http://www.morgenweb.de/region/bergstrasser-anzeiger/region-bergstrasse/widerspruche-in-etlichen-aussagen-1.1034342

Und ihren armen alten Vater hat sie auch hereingelegt:

Er berichtet auch von einer mysteriösen Begegnung am 3. Oktober 2001 auf dem Michelstädter Marktplatz. Dort wollen er, seine Ehefrau und seine Tochter Horst Arnold begegnet sein. "Meine Tochter hatte panische Angst." Arnold saß da aber bereits in Untersuchungshaft. Auf Polizeifotos wurde er dennoch seinerzeit von dem Zeugen identifiziert. Die Verteidigung mutmaßt, dass es sich um einen Bruder Arnolds gehandelt haben könnte, der auch gestern wieder als Zuhörer im Gerichtssaal war. Von dem 90-Jährigen wurde er nicht erkannt.

Spielt ihm vor, der Mann auf dem Markt sei Horst Arnold und sie habe panische Angst vor ihm.

Eine Frau mit ausgesprochen manipulativen Fäghigkeiten.

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Re: Kachelmann und kein Ende.... (Teil 3)

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