Sieh' da: Papst Benedict XVI in der 'Homo-Falle'?

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Sieh' da: Papst Benedict XVI in der 'Homo-Falle'?

Beitrag  Oldoldman am Fr 22 Feb 2013, 10:37

das Eingangsposting lautete :

The Guardian meldete und schrieb:Benedict resignation linked to inquiry into 'Vatican gay officials', says paper
Pope's staff decline to confirm or deny La Repubblica claims linking 'Vatileaks' affair and discovery of 'blackmailed gay clergy'

A potentially explosive report has linked the resignation of Pope Benedict XVI to the discovery of a network of gay prelates in the Vatican, some of whom – the report said – were being blackmailed by outsiders.

The pope's spokesman declined to confirm or deny the report, which was carried by the Italian daily newspaper La Repubblica.

The paper said the pope had taken the decision on 17 December that he was going to resign – the day he received a dossier compiled by three cardinals delegated to look into the so-called "Vatileaks" affair.

[...]

The Vatican does not condemn homosexuals. But it teaches that gay sex is "intrinsically disordered". Pope Benedict has barred sexually active gay men from studying for the priesthood.
________
http://www.guardian.co.uk/world/2013/feb/21/pope-retired-amid-gay-bishop-blackmail-inquiry?CMP=twt_gu
Nichts gegen eine gleichgeschlechtliche Ausrichtung. Nur, kann es sein, daß gerade die katholische Kirche mit dem Zölibat ein Tummelplatz für 'verklemmte Homosexuelle' ist? Wird die katholische Kirche, die ja auch ein Wirtschaftsunternehmen ist, von Zuhältern im Auftrag dritter Kreise regiert? Ist 'Papa-Ratze' an den eigenen Ansprüchen gescheitert?

Fragen über Fragen...
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Oldoldman

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Nun, dem Papst

Beitrag  Lobelie am So 17 März 2013, 11:56

wird Kollaboration vorgeworfen, also das Ausliefern zweier Jesuitenbrüder an die Staatsmacht (Folter und 5 Monate Haft waren die Folge), Verfälschung der Tatsachen, indem er in einem von ihm herausgegebenen Buch vortragen läßt, wie sehr die Kirche die Einhaltung der Menschenrechte angemahnt hat, und eine Falschaussage vor Gericht des Inhalts, er habe von der Wegnahme von Kindern von Regimegegnern und deren Adoptionen durch regimetreue Familien nichts gewußt (15.000 dieser Fälle soll es geben), während eine Betroffene erklärt, sie habe sich deshalb persönlich an ihn gewandt.

Das sind simple Tatbestände, deren Beurteilung nicht schwer fällt (wenn sie sich erweisen lassen).

Weil alles mit allem zusammenhängt, habe ich einen Blog-Beitrag gemacht, in dem der Papst, Hans Wollschläger, Gustl Mollath, die Jesuiten und sogar Karl May einen gemeinsamen Auftritt haben Very Happy

http://gabrielewolff.wordpress.com/?p=921
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Lobelie

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Morgen, Gabriele

Beitrag  stringa am So 17 März 2013, 12:50

Weil alles mit allem zusammenhängt, habe ich einen Blog-Beitrag gemacht, in dem der Papst, Hans Wollschläger, Gustl Mollath, die Jesuiten und sogar Karl May einen gemeinsamen Auftritt haben Very Happy

und einen richtig leidenschaftlichen noch dazu. Liegt dir echt am Herzen, so kommt es jedenfalls bei mir an.
Nun, ich kann weder zu Hans Wollschläger viel beitragen, noch zu seiner Stellungnahme zur Kirche.
Zum ersteren weiß ich zu wenig, zum zweiten hab ich halt eine andere gemäßigtere Meinung.
Deshalb ist dies auch kein Kommentar, sondern nur ein freundlicher Gruß.

Ich hab mich gestern am Tresen ebenfalls leicht echauffiert über den evtl. bevorstehenden Wulff-Deal.

Deine Meinung dazu würde mich interessieren
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stringa

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moin moin,

Beitrag  patagon am Mo 18 März 2013, 00:11

Lobelie:
"wird Kollaboration vorgeworfen, also das Ausliefern zweier Jesuitenbrüder an die Staatsmacht (Folter und 5 Monate Haft waren die Folge), Verfälschung der Tatsachen, indem er in einem von ihm herausgegebenen Buch vortragen läßt, wie sehr die Kirche die Einhaltung der Menschenrechte angemahnt hat, und eine Falschaussage vor Gericht des Inhalts, er habe von der Wegnahme von Kindern von Regimegegnern und deren Adoptionen durch regimetreue Familien nichts gewußt (15.000 dieser Fälle soll es geben), während eine Betroffene erklärt, sie habe sich deshalb persönlich an ihn gewandt.

Das sind simple Tatbestände, deren Beurteilung nicht schwer fällt (wenn sie sich erweisen lassen)."

Die Beurteilung, dass das nicht schön ist, fällt vielleicht ganz leicht, aus der Entfernung.
Aber woher willst du denn erstens wissen, dass es so gewesen ist und zweitens, wie du gehandelt hättest?

Der Iraque Krieg wurde durch die Waffen Lüge angezettelt. Sadam hatte keine Atom Waffen.

Ein iraquischer Ingenieur, der in Detschland Asyl wollte hatte sie aufgebracht und Bush, der auch einen Sündenbock brauchte und den Krieg aus verschiedenen Gründen wollte, hat sie GERNE geglaubt.

Mit dem Papst, das kann wahr sein oder gelogen. Du selbst, möchtest es glauben. Das ist alles. Ich wäre lieber vorsichtig, was solche VT angeht.

Christian Wulff, den Mist habe ich nie geglaubt, obwohl ich den Typ nie besonders mochte.

Die Staatsanwaltschaft, die immer noch weiter ermittelt, benimmt sich genau wie die andere im Fall Mollath.
Wo ist der Unterschied?

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@ Patagon

Beitrag  Lobelie am Mo 18 März 2013, 00:53

Es wäre schon angenehm, wenn Du mal konkret sagen würdest, worum es dir geht. Es ist nicht leicht, deinen assoziativen Gedankengängen zu folgen.

Zu den Vorwürfen gegen den Papst: ob sie stimmen, weiß ich natürlich nicht. Daß sie nicht überzeugend dementiert wurden, steht allerdings fest, und aus der Ausbildung, die er ›genossen‹ hat, folgt, daß die MISSION und die SENDUNG sein wichtigstes Ziel gewesen sein muß, was zugleich bedeutet, daß man sich gegenüber den herrschenden Verhältnissen angepaßt zeigt. Das bezeugt das Jesuitentum seit Jahrhunderten, ganz im Gegensatz zu den Dominikanern beispielsweise. Die haben gleich ausgerottet, wo immer sie auch zuschlagen durften..

Zu Wulff habe ich im Bar-Strang schon was gesagt; daß der Irak-Krieg auf einer Lüge aufgebaut war und illegal, ist allgemein bekannt. Glücklicherweise fand er unter der Schröder-Regierung statt, so daß Deutschland nicht schuldig geworden ist an den vielen unschuldigen Toten und an der Destabilisierung eines Staates, der Jahr für Jahr Tausende zum Opfer fallen.

Was willst du insgesamt eigentlich sagen?

Sorry, aber ich lese in deinem Ausweich-Forum nicht: habe ich irgendwas verpaßt, das mir einen Zusammenhang vermitteln könnte?
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@ Lobelie

Beitrag  patagon am Mo 18 März 2013, 09:26

"Sorry, aber ich lese in deinem Ausweich-Forum nicht: habe ich irgendwas verpaßt, das mir einen Zusammenhang vermitteln könnte?"

Ein paar Sätze vorher räumst du ein, dass du auch nicht weißt, ob die Vorwürfe gegen den neuen Papst stimmen, aber sie sind nicht ausreichend oder überzeugend dementiert worden.

Mann, Lobelie, wir werden einander nie verstehen.

Es taucht irgendwo ein Vorwurf auf. Ob er stimmt weißt du nicht, weiß ich nicht.
Wenn er aus der Luft gegriffen ist, wie soll man den dann ausreichend dementieren?

Nimm Kachelmann. Wir wissen nicht was war. Heute auch noch nicht.

Wie könnte K. etwas beweisen, was NICHT geschehen ist. Wie soll der Papst beweisen, dass er etwas nicht getan hat?
Wie denn?
Wie soll ich, wenn ich gestern abend um 20.00 Uhr alleine in der Wohnung war und stocknüchten ins Bett gegangen bin und sofort eingeschlafen bin, beweisen, dass ich nicht besoffen war? Auch wenn du 1000 Zeugen findest, die beschwören, dass ich vorgestern und am Tag davor besoffen war...
Was beweist das denn und wie dementiere ich das überzeugend?

Das ist doch genau das worum es hier immer geht. Du erzählst im Notfall etwas von Plausibilität. Dabei ist eigentlich nix plausibel.
Vor allem empfinde ich z. B. die Vermutung, Patagon könnte ein ehemaliger Finanzbuchhalter sein, absolut nicht PLAUSIBEL. Schnussler haben im allgemeinen andere Berufe. Du baust generell auf deinen eigenen Glauben, den ich oft ganz und gar nicht schlüssig finde.

VORURTEILE, weiter nix.
Auch wenn 1000 Jesuiten diese oder jene Methoden anwenden, ist das überhaupt noch lange kein Beweis für irgend etwas. Es ist höchstens eine Vermutung.
Denk mal darüber nach.
PS was ist denn mein Ausweich Forum?

Ich habe gar kein Forum. Wie kann ich das beweisen?





patagon

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Guten Morgen

Beitrag  stringa am Mo 18 März 2013, 09:44

daß hier, nach anderthalb Jahren Elsenforum und noch mal fast einem Jahr Libertalia immer noch dieser ominöse Satz auftaucht: Wir wissen nicht, was im Fall Kachelmann genau passiert ist -
das schmerzt.

Es ging doch nie darum, was da passiert ist, sondern was da NICHT passiert ist, und das konnte man sehr wohl feststellen.

Genauso kann man ziemlich genau feststellen, wie sich der jetzige Papst unter der Militärjunta verhalten hat. Nur die Bewertung kann unterschiedlich sein. Aber natürlich steht der Papst nicht vor Gericht, so daß man hier höchstens darüber streiten könnte, ob evtl. Verfehlungen moralischer Art ihn für sein Amt geeignet erscheinen lassen.

Wie ich schon sagte, mir ist das egal. Wie sich Leute unter Diktaturen verhalten, ist fast niemals einwandfrei, es sei denn, sie bekämpfen sie aktiv und dann sind sie meistens tot.
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Was Deinen ersten Teil angeht,

Beitrag  Lobelie am Mo 18 März 2013, 10:02

da hast du dich bestimmt im Netz verirrt, oder? Very Happy
Das sind nur noch eine Handvoll Hardcore-Feministinnen, die die Platte ›Ich weiß daß ich nichts weiß‹ abspielen.

Was den Papst angeht: vielleicht weiß ich nach Lektüre der SPIEGEL-Titelgeschichte: ›Gottes Bester Mann?. Papst Franziskus. Ein moderner Reaktionär‹ mehr.

Ansonsten hast du sicherlich recht. Das Überleben in einer Diktatur, ohne sich moralisch schuldig zu machen, ist so gut wie unmöglich. Es ist nur so, daß man von einem Kirchenmann mehr verlangt als von einem Normalbürger, der sich und seine Familie schützen und ernähren muß. Und von einem Papst erst recht. Da muß er jetzt durch, der Herr Bergoglio. Er bzw. sein Generaloberer hätte die Wahl ja ablehnen können.
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Der erste Teil ist Reaktion auf Patagon

Beitrag  stringa am Mo 18 März 2013, 11:14

der hat den Satz heute um 9.26 geschrieben:

"Nimm Kachelmann. Wir wissen nicht was war. Heute auch noch nicht."

Das kann ich nicht so einfach unwidersprochen stehen lassen Der Hammer!
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Upps,

Beitrag  Lobelie am Mo 18 März 2013, 12:43

ich hatte nur die Mail wegen Deines Beitrags bekommen, und landete gleich auf der neuen Seite. Ja dann - dann weiß ich es auch nicht... mehr.

Die Lust am Widerspruch vielleicht? Very Happy
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Stringa und Lobelie,

Beitrag  patagon am Mo 18 März 2013, 12:46

Mir persönlich ist es ziemlich schnuppe was K. und CSD gemacht haben. Es geht ja eigentlich auch niemand etwas an.

Was mich von Anfang an an der Sache aufgeregt hat ist die Haltung der Justiz.
Wenn jemand in Verdacht gerät z. B. ein Kind ermordert zu haben und man greift dann darauf zurück, dass er schon einmal ein Kind ermordet hat und verurteilt ihn nur auf Grund von Indizien, die dafür sprechen und wendet entgegen der "in dubio pro reo" Weisung des GG diesen Grundsatz eben nicht an, weil Wiederholungs Gefahr besteht und man das Risiko scheut einen möglichen Kindermörder laufen zu lassen, finde ich das ok.

Aber eine Wiederholungsgefahr im K. Fall war nicht gegeben. Es ist widersinnig und unmoralisch wenn die Justiz dann selbst gesetzeswidrig handelt.

Das geschieht in gravierender Weise im Fall Mollath und da kann ich auch nicht davon reden, dass keine böse Absicht dahinter steckt.

Im Fall Daschner geschah wieder das Gegenteil. Daschner wollte kein Geständnis erpressen. Er wiollte den Aufenthaltsort erfahren. Das ist ein Unterschied. Er brauchte ja gar kein Geständnis. Der Mörder hatte ja die erpressten Millionen und die Polizei wußte alles, konnte alles beweisen und brauchte nur das Kind um es zu retten, nicht um den Mörder zu überführen.

Meiner Ansicht nach ist der tiefere Sinn eigentlich leicht zu erkennen. Warum man das trotzdem anders sieht, verstehe ich nicht.

Lobelie, auch Päpste sind nur Menschen. Auch bei der SPD gibt es massenweise Leute, die für Geld alles tun.

Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen gibt es nur im Märchen.


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Nun, eins scheint der neue Papst ja zu sein,

Beitrag  stringa am Di 19 März 2013, 15:26

nämlich medientauglich !

Meine Güte, was schwirrt da alles herum, Papst der Armen, steigt aus dem Papamobil aus, um einen Behinderten zu segnen, gebrauchtes Pallium, kein echter Goldring mehr, keine Schuhe von Prada, kein Krönungsgewand, sondern sein eigenes aus Argentinien mitgebrachtes, ob da nicht manchen Kardinälen schon Angst und Bange wird. Solche Leute tendieren dazu, ihre Maximen auch an andere weiter zu reichen. Ich will jetzt nicht gleich an Bernhard von Clairvaux denken, Franziskus, das Original meine ich, war auch schon nicht sehr bequem für die Kurie.

Und erst die Antrittspredigt, also wirklich, Chapeau, jedenfalls, wenn er all das wirklich meint, was er da sagte. Er hatte ja das Thema "Behüten" als Leitmotiv, und wie schon vermutet, war es eine sehr kluge Ansprache. Jeder konnte sich angesprochen fühlen, keiner kann was dagegen haben, sich, seine Mitmenschen und seine Umwelt gut zu hüten, also wirklich gelungen.

Jetzt muß ich bloß noch abwarten, ob sich all diese gelungenen Worte und Zeichen auch in Taten umgesetzt zeigen werden, ich denke da mal an die Vatikan-Bank (von wegen "Arme Kirche") Twisted Evil

Da ich ja in der glücklichen Lage bin, diese ganze Kirchen-Veranstaltung als interessierter Zuschauer zu betrachten, bleibe ich gespannt.
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Im Inszenieren

Beitrag  Lobelie am Do 21 März 2013, 15:13

ist der Mann jedenfalls Spitzenklasse (wie ich andernorts schrieb: das Schauspiel war eine von den Jesuiten gepflegte und auch zu Bekehrungszwecken eingesetzte Kunst).
Jetzt heißt es erstmal abwarten, ganz nach der Devise: an den Früchten werdet ihr sie erkennen.

In der aktuellen ZEIT ist ein fundierter und kritischer Artikel über die Doppelzüngigkeit seines Auftretens während der Zeit der Militärjunta erschienen, aber auch über seinen Umgang damit in der Jetzt-Zeit, z.B. wie er sich 2010 vor Gericht als Zeuge gewunden hat...
Der noch lebende und jetzt in Deutschland wohnende Pater, der sich mit ihm "versöhnt" hat und nichts Böses über ihn mehr sagen will, hat einen Bruder, der durchaus noch redet. Bergoglio hat übrigens verhindert, daß diesem in Deutschland lebenden Pater der argentinische Paß verlängert wurde.

Da wird noch einiges hochkommen, denn Argentinien ist gespaltener Meinung, was diesen Mann angeht.

Der Artikel ist noch nicht online.
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Nur die Ruhe, Lobelie

Beitrag  stringa am Do 21 März 2013, 16:15

ich nehme mal an, du bist doch nicht katholisch Smile .

Wenn dem so ist, versuch doch, es als Zuschauer zu betrachten. Er ist jetzt Papst und ich glaube nicht, daß er wegen irgendwelcher Verfehlungen abgesetzt wird Wink

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Sehr recht,

Beitrag  Lobelie am Do 21 März 2013, 16:20

der wird jetzt erstmal bleiben Very Happy .

Ich war mal katholisch, und so kümmert es einen denn doch ein wenig, wie das Personal dort ausgewählt wird...
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Ach stimmt, du bist ja Rheinländerin,

Beitrag  stringa am Do 21 März 2013, 17:08

sorry, hatte ich fast vergessen. Irgendwie verorte ich dich immer in den preußisch-protestantischen Kulturkreis.

Liegt wahrscheinlich am Eindruck von Fleiß und Disziplin, den du ausstrahlst.

Ja dann nehme ich natürlich alles zurück, Aufregen genehmigt Very Happy .
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Ich muß jetzt aber doch grinsen

Beitrag  Lobelie am Do 21 März 2013, 17:18

über dieses Gegensatzpaar, das du da aufmachst. Nö, die Disziplin und ein gewisser Fleiß liegen allein am Aszendent Jungfrau Very Happy Es gibt ja die unterschiedlichsten Prägungen.
Aber heute trödle ich sowieso nur herum, lese mal hier etwas herum, mal da, maile, wasche Wäsche, und schiebe die Sache, die ich eigentlich machen wollte, weiter auf. Also sorge dich nicht. Alles im grünen Bereich...
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Du wirst doch nichts gegen

Beitrag  stringa am Do 21 März 2013, 18:53

ein paar gepflegte Vorurteile und Pauschalisierungen haben Very Happy ?

Ich befinde mich da in bester Gesellschaft, du kennst doch sicher Jürgen Becker, den Kabarettisten, dessen frühe Programme sich ja hauptsächlich mit dem rheinischen Katholozismus befassen.

Er hat ja massivst gegen die Protestanten gewettert, die erst die Arbeits-Moral erfunden hätten und natürlich wie immer bei ihm ist ja ein bißchen Wahrheits-kern drin.

Bei den Katholiken kannst du selig werden, wenn du nur fromm genug bist (und in Köln speziell, wenn du genug Geld für die Kirche gespendet hast) und bei den Protestanten kannst du nur selig werden, wenn du arbeitest und gute Werke tust. D. h. vom Protestanten werden als erstes schon mal Taten verlangt, und laut Jürgen Becker haben wir das alles nur Herrn Luther zu verdanken.

Jedenfalls, ohne das genau belegen zu können, ich bin ja schon ganz schön durch die Bundesrepublik und in andere Länder nomadisiert, gibt es so was wie einen Regional- oder Länder-Charakter, ich glaub, wir hatten das Thema ja schon mal.

Ich komme nun aus dem typischen Nordhessischen, sprich Sauerland und da gehen, wie der Kölner so schön sagt, die Leute zum Lachen in den Keller. Das stimmt, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.
Überall waren die Leute netter, freundlicher, leichtlebiger als bei uns im Nordhessischen. Da ich ein anpassungsfähiger Mensch bin, ist mir das immer stärker aufgefallen, je länger wir so unterwegs waren.

Auf der anderen Seite, besonders hier in den letzten 20 Jahren in Köln habe ich natürlich auch die Zuverlässigkeit, die da in meinen Landsleuten steckt, stärker schätzen gelernt. Die sagen ja nicht viel, und das wenige auch noch in einem Ton, der leicht als unfreundlich gelten kann, aber sie hüpfen auch nicht so leichthin von einem Standpunkt zum anderen, wie ich es hier schon sehr oft erlebt habe.

Also, was Ordnung, Fleiß, Disziplin angeht, so strahlen schon die Stadtbilder in Nordhessen diese Tugenden aus. (Immer dran denken, wenn man Samstag in einem hessischen Dorf nicht die Straße fegt, kann man leicht als asoziales Lumpenpack einsortiert werden).

Naja, und was Köln in dieser Hinsicht angeht - ach du leven Jott!

Tja und Nordhessen, bzw. das Waldecksche ist nun mal stramm protestantisch! QED!

Ich glaube ja, du wirst preußische Vorfahren haben, die dich vor den Gefahren des Rheinischen Katholizismus bewahrt haben. Very Happy
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Wo wir schon mal bei den Prägungen sind:

Beitrag  Lobelie am Do 21 März 2013, 18:59

Meine Mutter stammte aus einer seit Generationen in Düsseldorf ansässigen Familie, bis auf meinen Großonkel, nicht abgeschlossener Bummelstudent, konnte dafür aber Latein und Griechisch, waren alles lustige Handwerker; die Familie meines Vaters lebte seit Generationen im arbeitsamen Oberschlesien - beides allerkatholischste Landstriche. Und was sagst du jetzt?
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Na ja, Ausnahmen...

Beitrag  stringa am Do 21 März 2013, 19:37

du weißt ja Very Happy

Ich bin ja auch keine typische Nordhessin.

Aber ich könnte mir denken, wo's herkommt, Teile meiner Familie kamen aus der Frankfurter Gegend, ein Vorfahr so ca 3 Generationen zurück ist nach Ägypten ausgewandert, um dort als Dragoman zu arbeiten und es gibt ein Bild meiner Urururgroßmutter, die eindeutig nach Zigeunerin aussieht und aus den östlichen Regionen kam.
Sogar Hugenotten haben wir im Stammbaum, leider nur ärmliche, die diese schrecklichen nordhessischen Reihendörfer angelegt haben, und bei denen ich mich heute noch frage, wie die armen Socken davon leben konnten, was ihnen da zugeteilt wurde.
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Neuigkeiten vom Papst

Beitrag  stringa am Do 28 März 2013, 11:14

http://de.radiovaticana.va/news/2013/03/27/kardinal_bergoglio_vor_dem_konklave:_%E2%80%9Edie_egozentrische_kirch/ted-677282

Nicht nur, daß der Papst exzentrische Neuerungen einführt, z. B. Fußwaschung heute am Gründonnerstag in einem römischen Jugendgefängnis, er meint es offenbar wirklich ernst damit, daß sich die katholische Kirche bewegen soll. Fragt sich nur, wohin?

Ich bin mir nicht sicher, ob das für mich eine schöne oder eine besorgniserregende Nachricht ist.
Ich hab ja früher schon öfter geschrieben, mit dieser heutigen abgeklärten und relativ zahnlosen Kirche könne man gut leben.

Ob man mit einer Kirche, die anfängt, sich wieder aktiv ihren Gläubigen zu widmen und beindruckende Öffentlichkeitsarbeit macht, auch noch so gut leben kann, ist fraglich. D. h. doch, wenn der neue Papst so weiter macht, kriegen sie Zulauf und Zulauf bedeutet mehr Einflußnahme.

Mein Interesse jedenfalls hat der Papst errungen, was für alle frühereren nicht zutrifft. Wie mein Interesse gefärbt ist, naja, warten wirs ab.
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Bis jetzt

Beitrag  Lobelie am Do 28 März 2013, 18:56

war es klassisch jesuitisch: die waren ohne Klöster und Streiter für die Weltkirche, Ausbreiter des Glaubens, Missionare und aggressive Streiter für den Papst, der damals sowohl geistlicher als auch sehr irdischer Machthaber war.

Das Gegenbild der Jesuiten sind die Benediktiner, die in ihren Klöstern festsaßen und auch nur ungern Messen für Gläubige gaben. Die arbeiteten Gesänge und Liturgien nur für sich selbst aus. Heute gibt es bei ihnen auch Wellness-Tage für jedermann. Ansonsten gilt: Klausur. Abgeschiedenheit. (Ich habe mal Archivarbeit in einem Benediktiner-Kloster gemacht - allein, der Nachwuchs ist rar.

Dieses aggressive welterobernde Potential der Jesuiten sehe ich in diesem Kurztext. Welchen Inhalt es haben wird - das steht noch in den Sternen. Wenn es bei bildträchtigen Symbolhandlungen wie Fußwaschungen bleibt, wäre es ja nicht schlimm. Very Happy
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Re: Sieh' da: Papst Benedict XVI in der 'Homo-Falle'?

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