richtig krank kann nicht Jeder........

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richtig krank kann nicht Jeder........

Beitrag  uvondo am Mi 24 Jul 2013, 11:54

oldy´s "Befehl" aus dem Keller gehorchend werde ich hier einmal etwas über Krankheiten und Erscheinungsbilder wie DEMENZ schreiben, bzw. diesbezügliche Fragen beantworten. Auch solche die mit Pflege, Pflegeversicherung, Heimverträge usw. zu tun haben. Hoffen wir mal, daß das nicht wieder ein Thema ist, welches im Niemandsland versickert.
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uvondo

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Und da kommt schon die erste Frage an den Fachmann...

Beitrag  Oldoldman am Mi 24 Jul 2013, 12:21

Gibt es neuere Erkenntnisse darüber, was eine Demenz auslöst? Lassen sich daraus Behandlungsmethoden ableiten, die zumindest des Verlauf deutlich verlangsamen. Kann der jüngere Mensch durch eine entsprechende Lebensweise dem Entstehen einer Demenzerkrankung entgegenwirken?

Und dann das:
Der Hamburger Wissenschaftler Jens Bruder spricht im Zusammenhang mit der Demenz vom Alzheimer-Typ vom Demenz-Paradoxon. Damit ist die zunehmende krankheitsbedingte Unfähigkeit des erkrankten Menschen gemeint, den Verlust seines kognitiven Leistungsvermögens entsprechend wahrzunehmen und sich mit den Konsequenzen auseinanderzusetzen.
_________
vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Demenz#Das_Demenz-Paradoxon
Das ist etwas, was dem Umfeld des Erkrankten durchaus Schwierigkeiten bereitet: Man muß ständig den Verlust an Erinnerung usw. ausgleichen und erntet bisweilen dafür Vorwürfe, weil der Erkrankte nicht sieht (sehen kann), daß er zum Beispiel Dinge vergessen hat. Es gibt auch keine lichten Intervalle, in denen der Erkrankte kurzzeitig erkennt, daß seine geistigen Fähigkeiten schwinden, und in denen man nüchtern über die Auswirkungen sprechen, sich abstimmen kann. Das macht den Umgang mit an Demenz Erkrankten im Alltag so schwierig und aufreibend.
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Oldoldman

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Ich habe auch eine Frage an den Fachmann

Beitrag  stringa am Mi 24 Jul 2013, 12:34

und zwar würde ich gern mal eine grobe Bilanz eines Alters- und Pflegeheims sehen.

Wenn ich mir ansehe, was die Bewohner da so zahlen, ca 2000 bis 3000 Euro pro Monat, und das mit der Zahl der Insassen multipliziere, also vielleicht 200 Bewohner, dann ergibt das 400 000  - 600 000 Euro.

Im Monat !!

Bei 200 Bewohnern werden vielleicht 10 Pflegekräfte da sein und vielleicht noch 2 - 3 Verwaltungsangestellte, 2 Köche und 1 Hausmeister. Die Gehälter insgesamt werden wohl für den Monat nicht über 100 000 Euro gehen. Und der Rest der Einnahmen ????

Braucht ein Heim diese Summe tatsächlich, um die Kosten abzudecken, und wenn nicht, wo geht der Überschuss hin und was wird damit gemacht ?
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stringa

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@stringa: einen ersten Anhaltspunkt...

Beitrag  Oldoldman am Mi 24 Jul 2013, 14:06

... findest Du hier:

http://www.muenchnerpflegeboerse.de/downloads/beschluss061012_kostenstruktur_pflegeheime.pdf

und dort speziell ab Seite 5 zu Ziffer 3.

Interessant wird es, wenn uns uvondo "seine" Kalkulation dagegen stellt.
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hi stringa

Beitrag  uvondo am Mi 24 Jul 2013, 14:13

ich bin jetzt so ein bisserl entäuscht........wir wollten hier über diesen kranken Zustand direkt reden, und Du fängst gleich mit Geld an......... Geld ist erstmal unwichtig, wichtig ist der Kunde/Patient. Dein Text läßt irgendwo einen Zorn vermuten. Ich werde sicherlich nicht in einem Forum meine/unsere Bilanzen veröffentlichen, bin aber gern bereit, unsere jährlichen finanziellen Prognosen (allerdings nur im Keller) darzustellen.
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Krankheit ist auch immer eine Frage des Geldes...

Beitrag  Oldoldman am Mi 24 Jul 2013, 14:28

Da nun einmal das Informationsbedürfnis besteht, habe ich noch den Jahresabschluß eines Eigenbetriebes (kommunales Pflegeheim) gefunden. Den Link stelle ich hier zur Information ein:

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=17&ved=0CGAQFjAGOAo&url=http%3A%2F%2Fwww.gemeinde-oberwolfach.de%2Fceasy%2Fmodules%2Fcore%2Fresources%2Fmain.php5%3Fid%3D866-0%26download%3D1&ei=RMXvUerrEtDIswbK74GwDg&usg=AFQjCNHrUqwh2LrV3wQVo8zA1ZbGOt-bkQ&bvm=bv.49641647,d.Yms

Insbesondere die im Lagebericht gegebenen Informationen über Bettenzahl, Belegung, Verweildauer, Personalschlüssel usw. mögen Aufschluß geben.
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Zorn wegen des Geldes?

Beitrag  Oldoldman am Mi 24 Jul 2013, 14:36

Ich denke, wohl eher nicht. Natürlich triebe es einem Angehörigen die Zornesröte ins Gesicht, müßte man feststellen, daß aus einer Solidarversicherung (PflgV) Superrenditen für Anleger erzielt werden. Es ist aber mehr die Unkenntnis (jedenfalls bei mir), wie sich  die Kostenstruktur eines Pflegeheimes zusammensetzt. So relativiert sich schnell die Annahme, 200 Patienten würden mit 10 Pflegekräften versorgt. Der Personalschlüssel liegt bei rechnerisch 1 : 2,4. Und der eigentliche Punkt besteht in der Frage, wieviele examinierte Pflegekräfte werden benötigt und wie decke ich Urlaubs- und Krankheitszeiten ab.
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oldy, sicherlich spielt Geld

Beitrag  uvondo am Mi 24 Jul 2013, 14:42

immer eine Rolle. Ich würde jetzt gern eine 2012 getroffene Vorausschau auf 2013 eines neuen 3 Jahre alten Heimes einspielen. Da ich meinen Sohn nicht erreiche, und ich wahrscheinlich wieder einmal zu blöde dafür bin, werde ich Dir diese Exceltabelle zuspielen müssen, damit Du sie hier reinsetzen kannst. UND, diese Daten sind in etwa mit den Bilanzen konform, enthalten aber weder AFA noch Darlehnszinsen etc., da meine beiden Miteigentümer und ich immer alles selbst vorfinanziert haben. Kann man aber evtl. selbst ausrechnen, ein Komplex mit 90 WE inkl. Grundstück und sämtlicher Einrichtungen kostet immer ca. 10 Mio.€. Für Dich mit Kopf, wir arbeiten immer nur mit 10% Rückfluss/Tasche.......
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Am Gelde hängt alles, zum Gelde drängt alles...

Beitrag  Oldoldman am Mi 24 Jul 2013, 14:49

... aber die durchschnittlichen Gehälter in der Pflege sind recht überschaubar
Anfangsgehalt 1-5 Jahre über 5 Jahre
examinierte Pflegekräfte
1936,36 €
2087,50 €
2304,26 €
Pflegehelfer
1432,50 €
1465,38 €
1732,00 €
_________
vgl.: http://www.konfliktfeld-pflege.de/dateien/text/recht/lohnspiegel2011.html
Für die Kostenstruktur eines Heimes wären dann noch die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung hinzuzurechen (ca. +35%). Dazu kommen dann noch die besonderen Gehälter für die Pflegedienstleitung.
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Nur zu, uvondo, vor Tabellen habe ich keine Angst

Beitrag  Oldoldman am Mi 24 Jul 2013, 14:52

Die Mail-Addy ist ja bekannt...
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nee

Beitrag  uvondo am Mi 24 Jul 2013, 14:59

hab ich momentan nicht ......und sämtliche Gehälter und sonstige Kosten sind enthalten. Vielleicht sogar etwas zu ausführlich. Also schnell, bevor ich mir es anders überlege. Und alles möglichst im Keller. Ich will keine Begehrlichkeiten wecken.........

Nachtrag: habe es eben nochmal selbst versucht, wurde aber leider nur ein Datensalat. Ich muss mich mal intensiver um meine Rechner kümmern. Es kann nicht sein, daß ich andauernd meinen Sohn oder sonstwen frage, nur weil ich mir nicht die Mühe mache, meine Rechner zu begreifen.


Zuletzt von uvondo am Mi 24 Jul 2013, 15:14 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Völlig klar, uvondo!

Beitrag  Oldoldman am Mi 24 Jul 2013, 15:14

Guckst Du in den Keller??!!!!
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Uvondo, Oldoldman

Beitrag  stringa am Mi 24 Jul 2013, 17:43

was mir da gleich wieder unterstellt wird (grummel, grummel) !

Ich habe mich nur schon seit Jahren gefragt, ob da nicht ein gewisses Missverhältnis zwischen den Beträgen, die wir, d.h. die Pflegekasse zahlt und den Kosten für den Betrieb eines solchen Heimes besteht.

Natürlich habe ich mich immer auf der Kunden-Seite befunden, aber ich habe jetzt seit über 20 Jahren mitbekommen, was gezahlt wird, das weiß ich, und  ich sehe, was geleistet wird.

Z. B, diese Zahl von 20 Pflegebedürftigen pro Pfleger ist nicht von mir, die hab ich von den Pflegern selbst. Es handelt sich hier auch nicht um ein privat geführtes Heim, sondern um den ASB.

Mag ja sein, daß der Stellenplan diese Idealbedingungen, 2,4 Patienten pro Pfleger vorsieht, aber die Realität sieht doch anders aus.
Von daher weiß ich wirklich zu wenig darüber, welche Kosten so ein Heim sonst noch hat, und hätte gern mein Allgemeinwissen vermehrt.

Also vielen Dank für den Link, Oldoldman, den werd ich mir jetzt mal zu Gemüte führen.
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Uvondo, zur Demenz selbst hab ich keine Fragen,

Beitrag  stringa am Mi 24 Jul 2013, 18:07

da ich das mittlerweile dreimal im Verwandtenkreis hatte. Das einzige, was mich in dem Zusammenhang noch interessiert, ist die Frage, ab wann endlich ein vernünftiges Gesetz zur Sterbehilfe kommt.

Es ist ein Unding, daß nur Leute wie Gunter Sachs und ein Bekannter von uns, die das Glück haben, eine Pistole zu besitzen, sich ein relativ schnelles Ende verschaffen können.

Eine vernünftige Gesellschaft, die wir ja offenbar nicht haben, würde für die, die sich hier verabschieden wollen, genauso viel Medizin bereitstellen, wie sies für den Eintritt in dieses Leben tun.

Ich weiß, grade für Demenz-Betroffene ist es sehr schwierig, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, wenn man grade noch genug freien Willen hat. Aber es gäbe bestimmt viele, die es vorziehen, nicht bis zum letzten Moment zu warten.
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@stinga: Da gibt es natürlich Unterschiede...

Beitrag  Oldoldman am Mi 24 Jul 2013, 18:17

... zwischen Theorie und Praxis. Ich habe bewußt von einem rechnerischen Schlüssel geschrieben, weil mir bewußt ist, daß da mit Schichtplänen usw. gesundgerechnet wird.
Mal ein Beispiel aus der Praxis:

Kleines Pflegeheim (Außenstelle) - 40 Betten, davon zur Zeit 29 belegt.
Personal:
1 Leiterin
4 Pflegefachkräfte (zum Teil in Teilzeit)
4 Pflegeassistenten
1 Familienpflegerin
6 sonstige Pflegekräfte
1 Praktikantin
2 Krankenschwestern (Nachtwachen)
Das ergibt rechnerisch 15,5 Vollzeitkräfte, die sich um die Patienten kümmern. Der rechnerische Schlüssel ist für die Belegung übererfüllt, für die Bettenzahl knapp nicht erreicht.
Küchenpersonal wird in den Verpflegungssatz eingerechnet.

Natürlich stehen diese Kräfte nicht ständig zur Verfügung. Das ist aber auch nicht Gegenstand der Personalberechnung. Da liegt schon mal ein Mißverständnis. Und in manchen Häusern mit Außenstellen werden die Pflegekräfte teils in dem einen Haus, teils in anderen zugehörigen Häusern eingesetzt. Insgesamt ist die Personaldecke zu den Spitzenzeiten (Essenausgabe, Bettung zur Nacht usw.) so dünn, daß Patienten nicht gleich auf's Klo gebracht werden können usw.
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Oldoldman

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moin moin allerseits

Beitrag  uvondo am Do 25 Jul 2013, 07:18

Also, ganz so blöde schein ich dann ja doch nicht zu sein. Im Labor sind die meisten Großgeräte auch Computergesteuert, und damit komme ich ja spielend zurecht. Und nachdem mein Weib gestern abend versucht hatte, diese besagte Datei vom Laptop auf meine anderen Rechner zu überspielen, und das auch nicht ging, hat dann ja wohl dieses kleine Mistding einen Dachschaden. 1 bis 2 Versuche werde ich mir im Laufe des Tages aber noch gönnen.
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moin stringa

Beitrag  uvondo am Do 25 Jul 2013, 07:52

Dein Satz:>Das einzige, was mich in dem Zusammenhang noch interessiert, ist die Frage, ab wann endlich ein vernünftiges Gesetz zur Sterbehilfe kommt.<

Ich bin absolut gegen jede Form der aktiven Sterbehilfe, auch durch Suizid. Und als Antimilitarist habe ich natürlich auch keine Waffen im Haus. Ich bin andererseits aber auch dagegen ein zum sterben "verurteiltes" Leben künstlich zu verlängern. Über passive Sterbehilfe kann man sich durchaus unterhalten.
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Sterbehilfe aktiv oder passiv, mir egal

Beitrag  stringa am Do 25 Jul 2013, 08:49

Was ich gern hätte, ist, daß ich wie bei jeder anderen Krankheit bei Sterbewunsch zu einem Arzt gehen kann, der mir eine Packung Natrium-Penthothal verschreibt.
(Bzw. daß ein Arzt zu mir kommt, da ich dann ja wahrscheinlich nicht mehr in der Lage bin, selbst zu gehen, mich ansieht, meinetwegen auch begutachtet, diesen meinen Willen zum Sterben dokumentiert, damit alles seine Ordnung hat, und gut iss)

Ich wüßte nicht, welche Art von vernünftiger Philosophie, Moral oder Religion mir so etwas verbieten sollte. Aber da liegt ja wahrscheinlich die Crux. Vernunft ist da nur ein Teilbereich Very Happy 
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stringa, das ist aber

Beitrag  uvondo am Do 25 Jul 2013, 09:32

eine sehr egoistische Denkweise. Das menschliche Leben ist kein Spielzeug. Vielleicht auch noch (wie bei Zigarretten) Automaten aufhängen, damit sich jeder Lebensmüde nach Lust und Laune bedienen kann. Was verstehst Du unter Vernunft???
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Egoistisch - natürlich

Beitrag  stringa am Do 25 Jul 2013, 11:01

Wenn ich mein Leben beenden will, an wen soll ich denn sonst denken? Ich bin da erst mal die wichtigste Person.

Falls du auf Verantwortung für andere hinauswillst, das sind dann doch zweitrangige Überlegungen. Natürlich läßt man Lebewesen, also Haustiere, Kinder, von uns abhängige Menschen nicht einfach so allein. Von so etwas spreche ich nicht.

Ich spreche vom Recht des Menschen auf Selbstbestimmung, soweit es eben möglich ist. Wir können ja nicht immer über uns selbst bestimmen, da stehen schon die Mitmenschen, Gesellschaft, Gesetze usw. im Weg.

Aber wenn niemand von mir abhängig ist (und ich spreche hier nicht von Gefühlslagen), spricht doch nichts dagegen, wenn sich jemand umbringen möchte.

Ist ja schließlich nicht so, daß wir ewig leben. Wir sterben alle, die einen früher, die anderen später.

Ich bin immer jemand gewesen, der sich von einer langweiligen Party sich auch mal schon um 11 verabschiedet hat.
Und so würde ich es auch betrachten, wenn sich jemand früher als bis zum letztmöglichen Augenblick aus dem Leben verabschiedet.
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stringa

Beitrag  uvondo am Do 25 Jul 2013, 13:09

ich habe da zwar eine etwas andere Ansicht, aber menschen sind nunmal grundverschieden. Gehe mal in den Keller, da sind ein paar Zahlen für Dich, die Du gern wissen wolltest. Ein Kostenrahmen ließ sich leider aus dem Original nicht überspielen, habe aber ein paar Daten herausgeschrieben.
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Ja, uvondo, etwas weiter bin ich gekommen...

Beitrag  Oldoldman am Do 01 Aug 2013, 13:50

@UVONDO: LEIDER SIND MEINE ZEITFENSTER FÜR EINE ORDENTLICHE ANTWORT....
von Oldoldman am Di 30 Jul 2013, 12:07

... zur Zeit geschlossen... Das Selbstbestimmungsstärkungsgesetz und die Selbstbestimmungsstärkungsgesetzdurchführungsverordnung erfordern meine ganze Aufmerksamkeit  Shocked  Ich denke, Du wirst das nachvollziehen können.
___________
vgl.: http://libertalia.forumieren.com/t129p500-der-thresen-dieser-welt-2-generation#14774
OLDY, ZUM SELBSTBESTIMMUNGSSTÄRKUNGSGESETZ
von uvondo am Do 01 Aug 2013, 12:46

bist Du da im wesentlichen vorangekommen???
vgl.: http://libertalia.forumieren.com/t129p500-der-thresen-dieser-welt-2-generation#14790
Das liegt aber weniger am SbStG und der SbStG-DVO, sondern mehr daran, daß die Behörde nicht einmal die elementarsten verwaltungsrechtlichen Regeln beherrscht...

Ansonsten ist das Gesetz ein Monstrum. Und der nach der DVO ergangene Fragenkatalog mit "Stärken" und "Schwächen" ist ein Witz. Da kann folgendes herauskommen:
Frage: die Grundrechte der Bewohner werden gewahrt?
erfüllt [] - nicht erfüllt [X]
Begründung: der Plan der regelmäßig durchgeführten Reinigungsarbeiten hing nicht im Zimmer, sondern im Gang aus.
Und dann liest man: bei festgestellten Mängeln soll die Behörde beraten (§ 22 SbStG). Gut, dann suchen wir mal den Rat. Stattdessen kommt eine ultimativ aufgestellte Forderung, etwa eine zusätzliche Reinigungskraft einzustellen. Die Vergütungsvereinbarung sieht 0,28 Stellenanteile vor, tatsächlich werden 0,54 beschäftigt. Und nun? Wo ist der Rat? Mal abgesehen davon, daß hinsichtlich solcher Ratschläge (Forderungen), die Auswirkungen auf die Pflegesätze haben, das Einvernehmen mit den Pflegekassen und Leistungsträgern hergestellt werden soll... Die werden sich nicht freiwillig zur Übernahme der Mehrkosten durch Erhöhung der Pflegesätze bereit erklären.
Ein Wust ohne Ende. Aber dafür hat das Gesetz einen wohlklingenden Namen... Wenn man nur den Gesetzestitel liest, glaubt man an Regelungen wie im Personalvertretungs- oder Betriebsverfassungsgesetz: umfangreiche Bestimmungen über die Mitwirkung von Bewohnern und Angehörigen an Entscheidungen über die Führung des Heimes. Etwa: das Festlegen der Zeiten zur Umschaltung des Lichtes auf Nachtbeleuchtung bedarf der Mitbestimmung des Heimrates. Stattdessen geht es im wesentlichen um Qualitätssicherung und Buchführung. Aber der Titel "Heimaufsichtsgesetz" oder "Heimqualitätssicherungsgesetz" klingt nicht so schön.... Selbstbestimmungsstärkungsgesetz.... hmmmmm clown

Uvondo, Du kennst den Kram sicherlich. Ich schreibe das hier auch nur deshalb so ausführlich, um denjenigen, die damit nicht befaßt sind, einen ersten, oberflächlichen Eindruck zu vermitteln.
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oldy, das Problem ist

Beitrag  uvondo am Do 01 Aug 2013, 14:13

das siehst Du ja an den nicht vorhandenen Einlassungen, daß dieses Thema niemand mal wieder nicht interessiert. SCHADE....... Aber ich war schon am überlegen, ob ich Dir nicht einen Großteil meiner Informationen (ca. 1000 Seiten) überlassen sollte. Ich habe ja alles im Original....... Bei Bedarf ist nur die Frage, wo ich es Dir übergeben soll.
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Ach, uvondo, nicht gleich die Flinte...

Beitrag  Oldoldman am Do 01 Aug 2013, 14:47

... in den Hund... ähm, nein: mit der Flinte nach dem Hund werfen. Nur, weil nicht gleich 10.000 Fragen auf einmal gestellt werden, ist das Thema nicht uninteressant.

Und neben den Fragen von Heimunterbringung, Kosten usw. geht es weiterhin um Krankheiten und deren Ursachen. Weil es mich als medizinischem Laien interessiert, hier noch mal eingangs gestellte Fragen:
Gibt es neuere Erkenntnisse darüber, was eine Demenz auslöst? Lassen sich daraus Behandlungsmethoden ableiten, die zumindest des Verlauf deutlich verlangsamen. Kann der jüngere Mensch durch eine entsprechende Lebensweise dem Entstehen einer Demenzerkrankung entgegenwirken?
Und aus der "Kostenecke" die Frage: wie werden eigentlich die Stellenanteile der Beschäftigten ermittelt? Da ich das nie nachrechnen mußte, habe ich eine eher vage Vorstellung...
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oldy, das Problem ist, wo fange ich an, wo höre ich auf.......

Beitrag  uvondo am Do 01 Aug 2013, 15:51

Bei schwierigen neurologischen Fragen werde ich mich selbst immer wieder bei unserem Neurologen rückversichern müssen. Ich verstehe zwar den Komplex, aber im Detail sind dann doch unsere fachgebundenen Ärzte zuständig.

Also, Du hast gefragt:>>>Gibt es neuere Erkenntnisse darüber, was eine Demenz auslöst? Lassen sich daraus Behandlungsmethoden ableiten, die zumindest des Verlauf deutlich verlangsamen. Kann der jüngere Mensch durch eine entsprechende Lebensweise dem Entstehen einer Demenzerkrankung entgegenwirken?<<<

Der Reihe nach: >Gibt es neuere Erkenntnisse darüber, was eine Demenz auslöst?<

Erstens muss man wissen, das unser Universum und unser Gehirn das komplexeste ist, was unsere Welt kennt. Daran wird sich auch die nächsten Millionen Jahre nichts ändern.

Viele körperliche Vorgänge werden vom Gehirn gesteuert. Andersherum zeigt sich, daß Erkrankungen wie Demenz, Parkinson und Schlaganfall von körperlichen Faktoren mit ausgelöst werden. Das menschliche Gehirn ist höchst anfällig für Störungen, die von anderen körperlichen Regionen ausgehen. Nach neuesten Erkenntnissen werden auch Demenzerkrankungen durch körperliche Ursachen mit ausgelöst. Eine große Ursache ist z.B. das die Blutversorgung im Gehirn schlecht ist. Als Beispiel verwende ich hier mal den starken Alkoholiker. Durch hohen Alkoholkonsum verringert sich der lebensnotwendige Sauerstoffgehalt im Blut. Dadurch vermindert sich die Versorgung des Gehirns erheblich. Gehirn und Körper beeinflussen sich gegenseitig. Man weiß inzwischen, daß Risikofaktoren, die zum Herz- und Hirninfarkt geführt haben über einen gewissen Zeitraum ((? 10 Jahre ?) die Denkleistung reduzieren. Der körperliche Zustand, Übergewicht, Bluthochdruck, Cholesterin, psychische Störungen etc spielt dabei immer eine sehr große Rolle. Gefragt ist hier also die Gefäßmedizin. WARUM??? Weil die klassischen degenerativen Erkrankungen, also Demenz/Alzheimer, zusätzlich Schädigungen am Gefäßsystem mit sich bringen, sodaß auch bei diesen klassischen degenerativen Erkrankungen die Gefäßmedizin eine Rolle spielt."

Gehirn und andere Körpersysteme beeinflussen sich gegenseitig. Das ist der vielleicht wichtigste Satz............


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