Was ist eigentlich ein Unrechtsstaat

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Was ist eigentlich ein Unrechtsstaat

Beitrag  patagon am Di 30 Sep 2014, 13:35

das Eingangsposting lautete :

"Wir sind uns einig, diese Bezeichnung nicht zu verwenden", sagte Gysi. "Wenn ich die DDR als Unrechtsstaat bezeichne, dann erkläre ich, dass die drei Westmächte das Recht hatten, die Bundesrepublik zu gründen, die Sowjetunion aber als Antwort nicht das Recht hatte, die DDR zu gründen."

Gysi führt weiter aus, dass es zwar Unrecht in der DDR gab, man die DDR insgesamt aber nicht als Unrechtsstaat bezeichnen könnte.
Die o.g. Erklärung hat nicht direkt mit der Frage zu tun und ärgert mich vor allem deswegen, weil Gysi damit zeigt, für wie blöde er das Wahlvolk hält.
Was meint ihr?


patagon

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Gedichte... - mit Variationen

Beitrag  Oldoldman am Do 20 Nov 2014, 17:36

Dunkel war's, der Mond schien helle
auf die grün beschneite Flur,
als ein Wagen blitzeschnelle
langsam um die Ecke fuhr.

Drinnen saßen stehend Leute schweigend im Gespräch vertieft,
als ein totgeschoß'ner Hase auf dem Sandberg Schlittschuh lief...
lol!
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Hallo ihr Lieben,

Beitrag  patagon am Do 20 Nov 2014, 20:25

vor kurzem hatte ich mir noch Gedanken um den Untergang des Abendlandes gemacht, und jetzt beschämt ihr mich so, dass ich voller Freude registrieren kann, dass ein großer Prozentsatz der europäischen Bevölkerung immerhin die große Literatur auswendig beherrscht, im Gegensatz zu mir Laughing Laughing Laughing

patagon

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Willkommen in der Wirklichkeit!

Beitrag  Monete am Fr 21 Nov 2014, 21:11

patagon schrieb:Monete, du sagst "in der DDR gab es ein Recht auf Arbeit". Na klar, das gehört sicher auch zu den Menschenrechten. Das ist aber an sich so ähnlich wie ein Recht auf Glück (das es in der amerikanischen Verfassung gibt), das heißt aber doch nicht, dass der Staat dir auch tatsächlich Arbeit oder Glück geben kann. Was mancher Staat versucht, ist über seine Bürger eine Pflicht zur Arbeit zu verhängen. Höchst zweifelhaft und im Sinne der Freiheit und Gerechtigkeit ganz und gar kontraproduktiv, da das außerdem in der praktischen Umsetzung eh nur mit Zwang und Gewalt zu verwirklichen ist.

Genau das geschieht mit der Agenda 2010!
Obwohl aus gutem Grund die Verfasser des Grundgesetzes dies verneinten und dafür aber die Sozialstaatlichkeit und die Bindung des Kapitals reinschrieben, was Ludwig Ehrhard die soziale Marktwirtschaft nannte.

Nun aber haben wir mit Billigung des Verfassungsgerichtes, was meiner Meinung nach nicht das Recht hat, ein Grundgesetz fortschreiben zu dürfen, die Arbeitspflicht bekommen...
Allerdings ohne die Verpflichtung des Staates für Arbeit, wobei ich darunter Einkommen verstehe, zu sorgen.  

Damit ist Lohndumping und Verschlechterung der Arbeitsbedingungen Tür und Tor geöffnet.
Jetzt versucht man sogar das Streikrecht und die Koalitionsfreiheit zu beschneiden... Twisted Evil  

Der Staat als Arbeitgeber, ist nun aber alles andere als ein Traumziel. Oft ist das auch nur der schnellste Weg zum nächsten Krieg, denn womit können denn alle beschäftigt werden?

So? Hätten wir nicht längst Krieg haben müssen, weil in der BRD der größte Arbeitgeber der Staat war? Oder sogar ist?
Dass hier 500.000 Arbeitsplätze abgebaut wurden, hat sich doch sehr negativ gezeigt.
Denn in Wirklichkeit wurden doch diese Arbeitsplätze in den Billiglohn überführt.

Wenn ich das aktuelle Beispiel Lokführer nehme, dann haben sie zwar nicht mehr die gute und breite Ausbildung, wie die vorher beamteten Kollegen, doch damit auch extrem weniger Lohn.
Damit verzichteten diese auch vorher auf ein Streikrecht.
Die hohe Arbeitsbelastung, Gesundheitsprobleme, gepaart mit unsozialen Dienstzeiten und sehr hohe Verantwortung, sind geblieben. Und ich kann nicht einsehen, dass jeder Bürojob, z.B. in der Versicherung, Banken oder im Energiesektor weitaus mehr verdient und nicht Gefahr läuft ausgesondert zu werden, wenn er sich durch unregelmäßigen Wechseldienst, rund um die Uhr, gesundheitlich ruiniert hat.
Oder war der beamtete Postbote vorher aggressiver? Kriegsbereit?
Wohl aber nachweislich verlässlicher.

Wenn du dich noch erinnerst, habe ich im anderen Forum über das Bedingungslose Grundeinkommen geschrieben, weil ich wie du der Meinung bin, dass es nicht Arbeit für alle geben kann...
Da sich die DDR das nicht eingestehen wollte, gab es Arbeit für alle, die subventioniert war. Das ist aber der falsche Weg, weil dann unsinnige Projekte gemacht werden.


Es gibt hier aber genug gesellschaftliche Strömungen, die in diese Richtung laufen. Das fängt damit an, dass Frauen, egal ob Mütter oder nicht, am besten ihr ganzes Leben lang berufstätig sein sollten. Kitas und Ganztagsschulen und ähnliche organisatorische Einrichtungen, so gut und sinnvoll einiges für einige sein mag, sind eben nicht unbedingt Instrumente der Befreiung, sondern oft im Gegenteil Instrumente zur Versklavung.

Richtig... oder nicht richtig, je nach dem.
Ein beamteter Lokführer konnte seine Familie noch alleine ernähren.

Ich habe an anderer Stelle mal so ein paar Links mit Precht eigestellt. Teilweise wirklich überdenkenswert und wenn du anderer Meinung bist, so ist das nur gut und unterstützt die freie Meinung. Aber das gilt natürlich immer nur für jeden einzelnen und kann nicht heißen, dass du zu bestimmen hast, wie ich zu leben habe.

Wie gesagt, ich denke oder durchdenke gerne das "Undenkbare". Smile
So sähe ich eine große Chance in der Verwirklichung des Bedingungslosen Grundeinkommens. Denn das wäre ein großer Schritt die Menschheit (größer als der, etwa den Mond zu betreten) weiter zu entwickeln.
Du bist immer für persönliche Freiheit, wenn ich das richtig verstehe, das BG gäbe eine maximale persönliche Freiheit und einen ungeheuer großen wirtschaftlichen boom...

Wobei ich das einzige Problem des BG im internationalen Handel sehen würde, denn wir würden zu Marktriesen werden.
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Tja Oldie

Beitrag  Monete am Fr 21 Nov 2014, 21:46

Oldoldman schrieb:
die Verfassung der DDR von 1974 schrieb:Artikel 24
(1) Jeder Bürger der Deutschen Demokratischen Republik hat das Recht auf Arbeit. Er hat das Recht auf einen Arbeitsplatz und dessen freie Wahl entsprechend den gesellschaftlichen Erfordernissen und der persönlichen Qualifikation. Er hat das Recht auf Lohn nach Qualität und Quantität der Arbeit. Mann und Frau, Erwachsene und Jugendliche haben das Recht auf gleichen Lohn bei gleicher Arbeitsleistung.
(2) Gesellschaftlich nützliche Tätigkeit ist eine ehrenvolle Pflicht für jeden arbeitsfähigen Bürger. Das Recht auf Arbeit und die Pflicht zur Arbeit bilden eine Einheit.
(3) Das Recht auf Arbeit wird gewährleistet
durch das sozialistische Eigentum an den Produktionsmitteln;
durch die sozialistische Leitung und Planung des gesellschaftlichen Reproduktionsprozesses;
durch das stetige und planmäßige Wachstum der sozialistischen Produktivkräfte und der Arbeitsproduktivität;
durch die konsequente Durchführung der wissenschaftlich-technischen Revolution;
durch ständige Bildung und Weiterbildung der Bürger und durch das einheitliche sozialistische Arbeitsrecht.
__________
Anm.: Hervorhebungen durch Oldoldman
vgl.: [url=http://www.documentarchiv.de/ddr/verfddr.html#KAPITEL 1-2]http://www.documentarchiv.de/ddr/verfddr.html#KAPITEL 1-2[/url]
Das Recht auf Arbeit wird gern als Errungenschaft der sozialistischen Gesellschaft zitiert, verbunden mit dem Hinweis, in der DDR habe es keine Arbeitslosigkeit gegeben. Abgesehen davon, daß die Wirklichkeit dem schon nicht entsprach und so mancher "Arbeitsplatz" mehr einer bezahlten Pausentherapie mit Beschäftigungselementen glich, hatte das Recht auf Arbeit der DDR-Verfassung den Haken, das es mit der Pflicht zur Arbeit korrespondierte. Wenn es dem Staat also gerade in den Kram paßte, konnte er patagon unter Hinweis auf die Arbeitspflicht in eine LPG zum Reifenputzen abordnen....

Wir haben doch auch die faktisch Arbeitspflicht, zudem um jeden Lohn und zu jeder Bedingung...
Wobei die DDR (ich weiß jetzt gar nicht warum ausgerechnet ich diese vor westlichen Vorurteilen beschützen muss Question ) weitgehend ein praktisches und menschliches Arbeitsleben hatte.

Auch du verwechselst Arbeitslosigkeit mit subventionierter Arbeit, die in der DDR, anders als hier, keinen Lohnunterschied zur Folge hatte.
Was ich vorbildlich nenne.

Zudem vergessen du und Patagon, dass in der DDR weder Sozialismus herrschten, oder die begangenen Vergehen mit Sozialismus gleichzusetzen ist.
Denn mangelnde Demokratie, hat nicht direkt mit einem Wirtschaftssystem zu tun. Denn sonst müssten wir hier vom Neoliberalismus sprechen, der gnadenlos anstelle der sozialen Marktwirtschaft, Einzug hält.

Und zudem die Entmachtung der Demokratie durch Konzerne und etwa, dass ungefähr 50 Leute eine Volkswirtschaft (auch Deutschland) zerstören können, ohne dass nur ein Schuss fällt.

Zudem muss man berücksichtigen, dass die DDR nicht frei war, wie eben die BRD auch nicht.
Innerhalb der "Sozialistischen Brüdergemeinschaft" war die DDR aber zweifellos Vorzeigestaat.

Und so schlecht war doch die DDR nicht, wenn die Wirtschaft auf die Politik so viel Einfluss nehmen kann, diese Negativ-Bedingungen in weitaus schlechterer Form weiter zu führen, um die Frauen zwangsweise dem Arbeitsleben zuzuführen.
Aber nicht um den Staat weiter zu entwickeln, nein, um auszubeuten!

Denn ich sagen mal voraus, dass die Gesellschaftsentwicklung sehr negativ verlaufen wird, wenn man mal betrachtet, was Kitas für Kleinstkinder, staatliche Betreuung und Leistungsdruck anrichten werden.
Die ersten Folgen sind jetzt schon absehbar und eine volkswirtschaftliche Katastrophe.

Und haben nicht viele Demokratien ein Recht auf Arbeit in ihrer Verfassung, die wirklich nicht im Ruf stehen, keine Demokratien zu sein?
Mir fällt da spontan ein Vorzeigeland ein, Dänemark...

Dänemark, was ich einmal (im gesellschaftspolitischen Kontext), bereisen durfte, wäre eh in vielen Punkten Erfolgsmodel für uns...
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Monete,

Beitrag  patagon am Sa 22 Nov 2014, 10:02

Dänemark? Keine Ahnung. Ich war da noch nie. Ich liebe aber die Märchen von H. C. Anderson, doch er selbst, der Mensch scheint eine unausstehliche Nervensäge gewesen zu sein und sehr einsam, aufdringlich und unglücklich, einer der mit niemandem auskam. Trotzdem, was hat er der Menschheit geschenkt!

Die Schweiz erscheint mir in mancher Hinsicht auch ganz gut zu sein. Wenn man mal überlegt, dass das Land an sich nicht so viele Möglichkeiten zum Überleben bietet, was haben die Schweizer daraus gemacht..

Auf der anderen Seite habe ich mal gehört, wenn du da ein Haus mit Garten dein eigen nennst und nicht dafür sorgst, dass der Rasen auch während deiner Abwesenheit gemäht wird, schicken sie ne Rasenmährer Truppe hin, ohne dich zu fragen und sorgen für Ordnung, auf deine Kosten...
Ob dir das gefallen würde?

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Du springst thematisch wie ein Hase, Pat...

Beitrag  Monete am Sa 22 Nov 2014, 14:29

Smile

In einer globalisierten Welt reicht der Bunker in Ahrweiler, um ein imperium zu leiten...Smile
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und du, Monete,

Beitrag  patagon am Sa 22 Nov 2014, 16:17

schickst kaputte Links, die nie aufgehen.... Question

patagon

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Nie aufgehen?

Beitrag  Monete am Di 25 Nov 2014, 20:13

patagon schrieb:schickst kaputte Links, die nie aufgehen.... Question

Hast du sie denn nicht gegossen? What a Face

Sorry Pat... Weiß ich jetzt nicht, warum das so ist.
Meinst du das von Ahrweiler mit dem Bunker? Da kommst du auch mit der Suchmaschine hin.
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Apropos Ex-DDR...

Beitrag  Inspektörin am Di 25 Nov 2014, 21:41

Hat vielleicht gestern jemand zufällig die Reportage über die Insel Rügen gesehen? 8000 Euro pro qm Wohnraum... bei Kauf natürlich... und die Wohnungen gehen weg wie warme Semmeln. affraid

Nur wenige Kilometer vom Luxus entfernt leben die Einheimischen in Armut.

Eine Reportage, die unter die Haut ging. Vor einigen Jahren gab es eine ähnliche, da ging es allerdings um die Insel Sylt.

Irgendwie kann ich sogar Menschen aus der Ex-DDR verstehen, wenn sie sich die "alten" Zeiten wieder herbei wünschen.
Sie haben durch die Wiedervereinigung viel gewonnen, aber auch viel verloren.

Oder will man immer gerade DAS haben, was man nicht bekommen kann?

http://www1.wdr.de/fernsehen/dokumentation_reportage/die-story/sendungen/ruegen146.html
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Und nebenbei... Dänemark...

Beitrag  Inspektörin am Di 25 Nov 2014, 22:01

Doch, Dänemark kennen wir.

Lustig, dass man sich dort grundsätzlich duzt. Nicht so lustig sind die Lebenshaltungskosten; da muss man als Deutsche recht ordentlich draufzahlen. An das Schulsystem müsste man sich auch erst gewöhnen; dort duzen sich Lehrer und Schüler vom ersten Schultag an.
Wir haben dort Bekannte wohnen. Die Leistungskurve ist zwar im internationalen Vergleich oben angesiedelt, aber im Alltag gibt es nicht mehr und nicht weniger Konflikte als in Deutschland. Ist nicht alles Gold was glänzt.
Dafür findet man gnadenlos viele kulturelle Angebote für sämtliche Arten von Charakteren. Wer da nichts findet, ist selber schuld.
Dänemark hat jede Menge Platz anzubieten. Wer keinem Menschen begegnen möchte, hat hier die Chance, das zu verwirklichen...

Je weiter nördlich man fährt, um so öder wird die Landschaft. Aber die Wildtiere mögen das sehr und lassen sich kaum stören. Wer gerne fotografiert, kann sich hier austoben.

PS: Ich habe übrigens gelesen, dass die Schweiz am Sonntag schon wieder eine Volksabstimmung haben soll. Leider hab ich vergessen, um was es da gehen soll.
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moin moin @ all

Beitrag  patagon am Mi 26 Nov 2014, 12:04

Man kann davon ausgehen, dass jeder da leben will, wo er es am besten hat, bzw. wo es ihm am besten geht. Bei diesen Versuchen machen sie sich gegenseitig dann das Leben zur Hölle.

Ich habe eigentlich immer, bis auf ganz kurze Ausnahmen, nur in Großstädten gelebt.  Deswegen fühle ich mich dort am wohlsten. Andere, die ein intensiveres Verhältnis zur Natur haben, kommen damit auch besser klar, dass z. B. Tiere geschlachtet werden, oder dass man bei jedem Wetter raus muss. Wahrscheinlich wäre ich längst verhungert, wenn ich alles selbst machen müsste.
Ich könnte vieles gar  nicht.
Dummerweise denken inzwischen viele, dass Geld und Glück ein und das Selbe ist.

Die Irrsinnsmieten, die wirklich verbrecherischen Bemühungen "alte Mieter" aus ihren Behausungen zu vertreiben, all das geschieht und der Staat, macht was er kann, oder denkt was das Richtige wäre.
Aber auch dabei denkt jeder an sich, bzw. denkt, dass er  im Recht ist. Irrtümer sind so vorprogrammiert.
Beispiel Monete, die diese Zahnärztin verteidigen wollte.
Beispiel Stringa, die für Anstand im Forum sorgen wollte.
Warum?
Meiner Ansicht nach gibt es nur eine Möglichkeit, gegenseitige Differenzen zu beheben. Man muss miteinander reden um den anderen zu verstehen.

Aber auch das ist kein Allheilmittel, denn ich kann und will einen Kindermörder gar nicht verstehen.

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Die Anschläge von Paris

Beitrag  patagon am Fr 09 Jan 2015, 11:33


Wer glaubt eigentlich den Unsinn, dass die Mörder von Paris und andere Attentäter den Propheten rächen wollten? Dass

man ihre religiösen Gefühle verletzt hat und andere dämliche Ausreden?#

Im Augenblick scheint es einfach in zu sein, sich so zu geben.

Sie wollen keine banalen Verbrecher sein und versuchen sich damit Bedeutung er ergaunern. Das Gleiche tun mit ziemlicher Leidenschaft auch viele die sich im Moment dazu äußern.

Am liebsten sehe ich persönlich zu solchen Themen Henrik M. Broder.

Weil er sich an das 11., das Entertainer Gebot hält: Du sollst deine Mitmenschen nicht langweilen.


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Broder? Warum wundert mich das jetzt nicht...

Beitrag  Monete am Sa 10 Jan 2015, 14:10

Very Happy

patagon schrieb:
Wer glaubt eigentlich den Unsinn, dass die Mörder von Paris und andere Attentäter den Propheten rächen wollten? Dass
man ihre religiösen Gefühle verletzt hat und andere dämliche Ausreden?#
Im Augenblick scheint es einfach in zu sein, sich so zu geben.

Wieso?
Waren die Gründe der Kreuzzüge gerechtfertigter?

Sie wollen keine banalen Verbrecher sein und versuchen sich damit Bedeutung er ergaunern. Das Gleiche tun mit ziemlicher Leidenschaft auch viele die sich im Moment dazu äußern.

Leute die Suizid begehen wollen, tun das entweder still, verborgen, oder sie wollen ihrem Leben nachträglich vermeintlichen Sinn geben, den sie selbst nicht sehen konnten. Gründe sind daher egal oder beliebig.

Am liebsten sehe ich persönlich zu solchen Themen Henrik M. Broder.

Joooo, der Pegida Populist...  Evil or Very Mad

Weil er sich an das 11., das Entertainer Gebot hält: Du sollst deine Mitmenschen nicht langweilen.


Weiß nicht, schwafelnde, krampfhaft nach Überzeichnung suchendende und dabei realitätsverleugnende Menschen, sind mir zuwider...
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Broder

Beitrag  patagon am So 11 Jan 2015, 08:42


Link zu Broder: folgt gleich und zwar aus der Welt
Ein Festival des Wahnsinns

"So viel Paternalismus war lange nicht mehr. Nicht nur, dass immer mehr Projekte für "alternativlos" erklärt werden – der Euro, die Energiewende, das Klima –, die Politiker wetteifern miteinander, "die Menschen dort abzuholen, wo sie sind", als wären diese Invaliden oder Rekonvaleszenten, die nicht aus eigener Kraft gehen können oder zu blöd sind, eine Fahrkarte an einem Automaten zu ziehen. Wenn sich aber diese Menschen von allein auf den Weg machen und demonstrieren, dann sind es "Angstbürger", "Nationalisten", "Rassisten" und "Nazis in Nadelstreifen".

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Der Link

Beitrag  patagon am So 11 Jan 2015, 08:49

http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article135586551/Das-deutsche-Festival-des-Wahnsinns.html

Das ist genau meine Meinung, Ich freue mich wenn ihr anderer Meinung seid und das auch sagt.
Hoffentlich genauso witzig lol!

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Die Evolution...

Beitrag  Monete am Mo 12 Jan 2015, 20:04

hat Menschen dazu verdammt sich anzupassen oder unter zu gehen.
Außer den Meinungsfaschisten gelingt das den Menschen in der Regel ganz gut.

Broder will oder kann sich nicht ändern und wird daher untergehen. Das weiß er und darum flüchtet er sich Verbalextremismus und Demagogie.

Übrigens, im Kachelmannprozess sahen wir das Verhalten bei A. Schwarzer auch, mit ihrem widerlichen Ausflug in die Missbrauchskiste...

Der mag bei Leuten, die nicht weiter nachdenken, was er damit an rechtem Gedankengut verbreitet, und sich somit bei seinen Widersachern und Feinden anbiedert, gut ankommen. Wie er das Virus des Destruktiven und der Spaltung verbreitet, sogar gefallen findet, sich quasi selbst zu verleugnen, wenn man nur so gnädig ist, ihm Beachtung zu schenken.
Doch bekanntlich hat so mancher gespendete klammheimliche Beifall für den falschen Prediger nachher laut geklagt: "Wie konnte uns das passieren?"
Doch in Köln sagt man: Vun nix kütt nix...!
Von nichts kommt nichts!

Auch das Publikum, welches sich den Ernst der Lage nicht vorstellen kann und bewusst ist, fühlt sich unterhalten, wo man doch im eigenen Interesse für Recht und Demokratie einstehen sollte und sich nicht für Hetze hergeben sollte.

Es zeigen sich also die fünf Stufen des Sterbens bei Broder. Angst, die alle Stufen betreffen und die verzweifelte Leugnung von Tatsachen.
Er scheint nun in der aggressiven Verweigerung zu sein...
Armer alter gescheiterter Mann...Embarassed  

Danach kommt übrigens die depressive Annahme...
Wir scheinen gerade in einer Zeit der ungebetenen Weisheiten von abgehalfterten Politikern, Liedermachern und Schreiberlinge zu sein... Doch das regelt sich von selbst.

Jede Generation hat das Recht auf eigene Fehler, dazu brauchen sie kaum solche, von diesen Möchtegernweisen, die ja bekanntlich selbst genügend Mist produzierten.

Pegida ist wie eine gescheiterte Pisastudie für Demokratie und Menschenrechtsunterricht. Da möchte man gerne sagen: 6... Setzen!
Oder Broder raten: Ach, hättest du doch geschwiegen und wenigstens einen von vielen Studiengängen abgeschlossen...?  Laughing
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moin moin @ all, hola Uvo und beso0nders hallo Monete

Beitrag  patagon am Di 13 Jan 2015, 11:36

Zuerst einmal, ich bin wieder in Frankfurt und das Wetter ist gar nicht so schlecht, wie befürchtet.

Monete, ich bin meilenweit davon entfernt alle Muslims über einen Kamm zu scheren. Ich dachte auch noch nie, dass es eine moralische Rechtfertigung für die Kreuzzüge geben konnte. Ebenso wenig denke ich, dass man die Sanktionen gegen Russland entschuldigen kann. Dafür gibt es mehrere Gründe. Einer der wichtigsten ist der, dass diese Sanktionen ja in erster Linie Menschen schaden, die absolut nichts dafür können, auch keine Schuld an der Ukraine Krise haben, aber die Zeche bezahlen müssen.

Das ist bei den meisten "Strafen" der Fall. Sie werden mit Ausreden gerechtfertigt. Ich habe schon vorher gesagt, dass ich die Verletzung religiöser Gefühle für Schwachsinn halte.
Dazu kommt dann die Heuchelei, die mich schon immer angeödet hat.

Hat Broder nicht recht, wenn er Pegida verteidigt?

Ich will gar nicht, dass jeder mir Recht geben muss. Was habe ich denn davon? Es wäre auch zu langweilig, wenn alle die gleichen Klamotten tragen und alle die selben Parolen brüllen würden. Ich freue mich sogar, dass du Broder nicht magst und was meinst du wie der sich erst ärgern würde, wenn alle ihm applaudierten und er niemanden zu Widerspruch reizen könnte? affraid

Für Typen wie ihn wäre das ein Alptraum. Oder denkst du, der hätte die Diplomatenschule besucht und hätte eigentlich Politiker werden wollen? lol!

Und wer alles untergeht, das wird die Zukunft zeigen. Ich fürchte, trotz oder wegen Evolution, dass es sehr, sehr viele sind. Leider. Bussi

patagon

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moin moin @ all, hola Uvo,

Beitrag  patagon am Mi 14 Jan 2015, 13:22

Zuerst will ich mal über Computer Viren berichten.
Ab und zu tauchen "Warnungen" auf. "speed up your downloads" Ein gelbes, rot umrandetes Dreieck mit so einer Art Ausrufungszeichen.
Bitte NIEMALS auf okay drücken. Das ist ein Virennest!!!
Man kann es auch nicht einfach löschen, denn statt einem x ist an der Stelle ein +.
Also VORSICHT.
Ja nicht runterladen!
"Make your Downloads run faster" ist eine üble Falle.

Inzwischen geht mein Computer wieder. Meine Tochter konnte ihn reparieren.
Ich gehe davon aus, dass die Gleichen, die Hilfe anbieten die Verursacher sind. Sie wollten mir ein Abo verkaufen.

Das war diese Sache.

Dann interessiert mich natürlich welcher Zusammenhang besteht, zwischen ISIS, BOKU HARAM, TAliBAN und Al QUAIDA, Salafisten, und anderen Terrorgruppen und dem Islam.
.

Die Taliban sind eine islamistische Sekte, die es offenbar besonders darauf abgesehen hat, Frauen zu unterdrücken. Es gibt so viele Infos über sie, dass ich es mir schenken kann dazu Links zu sende. Googlen könnt ihr selbst, besser als ich. Bei allem was über sie bekannt ist, finde ich nicht eine moralisch fundierte Zielrichtung. Sie sind vergleichbar nur mit den übelsten Gruppierungen auch anderer Religionen. Sie sind das Vorbild für Boko Haram.    
http://de.wikipedia.org/wiki/Boko_Haram

Alle scheinen miteinander vernetzt zu sein.
Offensichtlich ist das Ziel so eine Art Satanismus. Denn es ist klar, dass sie in erster Linie dem Islam selbst schaden.

Seit 9/11 sind mehr als dreizehn Jahre vergangen und was inzwischen passiert ist, war ein Desaster für die ganze Welt. Nicht nur Bush hat Fehler gemacht, alle haben seitdem an den verschiedensten Stellen gepatzt.

Zuerst mal die Muslims selbst, die sich nicht von Anfang an laut und deutlich geäußert und ganz klar distanziert haben. Schon nach dem Auftauchen der ersten Taliban in Afghanistan hätte eigentlich die gesamte islamische Welt aufschreien müssen. Das wollten sie aber wahrscheinlich nicht, mit Grund. Denn fast alle hatten Erfahrungen mit Christen in Ost und West gemacht, weswegen vielleicht sogar so etwas wie "klammheimliche Freude" aufkommen konnte.

Angefangen hatte die Ausbeutung natürlich schon lange vorher. In der Kolonialzeit, mit der Ausbeutung der Bodenschätze, der Arbeitskraft, der Sklaverei, dem Zinseszins, ach, schau wo du willst, Gründe für Hass findet man genug.

So gut uns die Bilder all der Staatschefs aus den verschiedensten Länder in Paris gefallen haben mögen, ändern wird sich trotz Küßchen, Küßchen doch grundsätzlich erst dann etwas, wenn den Worten endlich Taten folgen. Wenn Israel nicht weiter an der Siedlungspolitik festhält, Russland, die USA, Indien, China, Europa und andere endlich ihre idiotischen Konkurrenzkämpfe aufgeben und die Menschen und die Politiker verstehen, dass man sich damit auf lange Sicht nur selbst schadet.

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Es kann einem Angst und Bange werden...

Beitrag  Inspektörin am Sa 17 Jan 2015, 14:52

... wenn man liest, was in Europa abgeht. Crying or Very sad

Paris, Belgien... das reicht schon, um sich zu fragen, was als nächstes kommen wird? Und WANN der erste erfolgreiche Anschlag WO in Deutschland erfolgen wird?

Komisch finde ich auch, dass das alles erst nach den ersten Demos von Pegida erfolgte. Komisch ebenso, wie heftig die Reaktionen auf Pegida waren und immer noch sind. Da möchte man mal einen schönen angenehmen Abend verbringen, zappt sich durch die rechtlich-öffentlichen Programme und... landet ganz oft in Pegida-Diskussionen. Irgendwie scheint halb Deutschland durchzudrehen.
Was hat Pegida, was andere Demonstranten nicht hatten oder haben? Es gibt doch etliche Rechte Bewegungen, die auch schon lange ihre Demos durchführen, oder irre ich mich da?

Noch nie bin ich dermaßen von politischen Aktionen überrascht worden; ganz egal, um welche Länder es sich handelt. Und dann diese Übertragung aus Paris, als sich quasi alle EU-Staatshäupter versammelt haben. Sogar aus der Türkei ist jemand angereist, obwohl die gar nicht in der EU ist. Einigkeit und Recht und Freiheit für WEN?
Diese Satire-Zeitungs-Ausgabe hat die Türkei mit Razzien zu verhindern versucht. In Frankreich, Belgien und Deutschland weigerten sich muslimische Schulkinder, den Opfern des Terroranschlags zu gedenken (laut Medien).

Was geht da wirklich ab? Diese Frage treibt mich um. Nein, ich glaube nicht, dass unmittelbare Gefahr für irgendwelche Kriegshandlungen in Deutschland besteht. Oder ist das alles nur noch eine Frage der Zeit und Pegida versucht, auf die drohende Gefahr hinzuweisen? Wie kann eine unbedeutende Bürgerin wie ich den Überblick erhalten? Was ist wahr und was ist Lüge? Lügenpolitiker? Lügenpresse? Lügenparolen? Lügen-Nazis? Propaganda-Aktionen? Manipuliertes Volk?

Sorry, ich hab wirklich keine Ahnung, wie ich das alles einordnen soll, aber so langsam kann ich meine Großeltern verstehen, die mal gesagt haben sollen, dass das Volk lange Zeit ahnungslos wie Babies "gehalten" worden sei.

Wiederholt sich das?

Es gibt ein Video, welches vielleicht, eventuell... nahe an der Wahrheit sein könnte. KÖNNTE. Die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit wäre mir allerdings lieber.

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Guten Abend

Beitrag  Monete am So 18 Jan 2015, 19:56

[quote="Inspektörin"]... wenn man liest, was in Europa abgeht. Crying or Very sad

Paris, Belgien... das reicht schon, um sich zu fragen, was als nächstes kommen wird? Und WANN der erste erfolgreiche Anschlag WO in Deutschland erfolgen wird?

Komisch finde ich auch, dass das alles erst nach den ersten Demos von Pegida erfolgte. Komisch ebenso, wie heftig die Reaktionen auf Pegida waren und immer noch sind. Da möchte man mal einen schönen angenehmen Abend verbringen, zappt sich durch die rechtlich-öffentlichen Programme und... landet ganz oft in Pegida-Diskussionen. Irgendwie scheint halb Deutschland durchzudrehen.

Ich glaube nicht, dass das tatsächlich so ist, nur der Unterschied besteht darin, dass die Presse das in Deutschland nicht verbreitete. Zudem leugnete man den Zusammenhang zwischen Entrechtung, Armut, Chancenlosigkeit, wenn du als Franzose 5. Klasse geboren wirst.
Zudem ist das Französische Regierungssystem völlig verschieden zu unserem, sehr zentralistisch und unflexibel.    
Wie eben das der EU auch.
Diese Konflikte stammen noch aus der Kolonialzeit.
Und wen scherte es hier, als In Amsterdam der islamkritische Regisseur Theo van Gogh hingerichtet wurde.


Was hat Pegida, was andere Demonstranten nicht hatten oder haben? Es gibt doch etliche Rechte Bewegungen, die auch schon lange ihre Demos durchführen, oder irre ich mich da?

Pegida ist deshalb anders weil sie, ähnlich wie es der Nationalsozialismus anfangs machte, Themen wählt, die scheinbar harmlos scheinen und letztlich unseren Staat als unfähig diffamieren und man Angst schürt.
Man spricht von Rechtlosigkeit des Bürgers, Überfremdung, Kriminalität der "Ausländer", egal ob jemand den deutschen Pass hat.
Dabei sind dann auf Nachfrage niedrige Renten und Fernsehgebühren oder gar dubiose Verschwörungen Thema.

Man schreibt sich Themen auf die Fahne, die sich bei näherer Betrachtung genau ins Gegenteil umkehren. Aus angeblich gewollter Integration wird Kasernierung, aus Aufnahme von Flüchtlingen wird ihre Ausweisung.
Aus angeblich besorgtem Mitgefühl für diese Menschen, (sie sagen unzumutbare Heime die zudem in Brand gesetzt werden!) wird Grenzen dicht, weil unser Land ins voll ist und den Menschen doch solche Zustände nicht zuzumuten sein...

Der recht Mob, der zudem nicht selten kriminell ist, umgibt sich mit relativ einfachen Bürgern die nicht merken, wie sie missbraucht werden.


http://www.derwesten.de/politik/pegida-spitze-ist-polizeibekannt-id10149048.html

Man packt sie bei ihren Ängsten, Staatsverdrossenheit, niedrigen Renten und eben die größte Gemeinsamkeit, Fremdenfeindlichkeit.
Da ich die Szene ein wenig kenne, weiß ich, dass da kaum Christen mitlaufen, wenn doch, dann eben Ultras (Fundamentalisten). Also vornehmlich konfessionslose, die ihr Feindbild im Islam sehen. Aber auch nur als Synonym für Fremdenfeindlichkeit, denn ihr Hass richtet sich in Wirklichkeit gegen Hautfarbe andere Sprache und sogar Wiedervereinigung.  

Noch nie bin ich dermaßen von politischen Aktionen überrascht worden; ganz egal, um welche Länder es sich handelt. Und dann diese Übertragung aus Paris, als sich quasi alle EU-Staatshäupter versammelt haben. Sogar aus der Türkei ist jemand angereist, obwohl die gar nicht in der EU ist. Einigkeit und Recht und Freiheit für WEN?
Diese Satire-Zeitungs-Ausgabe hat die Türkei mit Razzien zu verhindern versucht. In Frankreich, Belgien und Deutschland weigerten sich muslimische Schulkinder, den Opfern des Terroranschlags zu gedenken (laut Medien).

Ja und da kommt das Versagen des deutschen Staates ins Spiel, der die religiös-geistige Erziehung irgendwelchen Imamen überlässt. Ich finde dieses zur Schau gestelltes Spektakel auch widerlich, weil wenn in Afghanistan ein deutscher Oberst Kinder bomben lässt, sie verbrennen, steht hier auch keiner auf... Oder wenn die NSU mordete... Oder jetzt wieder in Dresden.
Man musste sich nur die Bilder anschauen, wie Präsident Hollande sich abmühte, einer (Farbigen) Mutter einer getöteten Polizistin den Bruderkuss zu geben.
Diese Szene sprach für mich Bände...
Es war Distanz seitens der Mutter, so groß wie das Mittelmeer.


http://www.tagesspiegel.de/politik/erstochener-asylbewerber-khaled-i-hakenkreuze-an-der-tuer-des-opfers/11233792.html

Was geht da wirklich ab? Diese Frage treibt mich um. Nein, ich glaube nicht, dass unmittelbare Gefahr für irgendwelche Kriegshandlungen in Deutschland besteht. Oder ist das alles nur noch eine Frage der Zeit und Pegida versucht, auf die drohende Gefahr hinzuweisen? Wie kann eine unbedeutende Bürgerin wie ich den Überblick erhalten? Was ist wahr und was ist Lüge? Lügenpolitiker? Lügenpresse? Lügenparolen? Lügen-Nazis? Propaganda-Aktionen? Manipuliertes Volk?

Sorry, ich hab wirklich keine Ahnung, wie ich das alles einordnen soll, aber so langsam kann ich meine Großeltern verstehen, die mal gesagt haben sollen, dass das Volk lange Zeit ahnungslos wie Babies "gehalten" worden sei.

Das Volk war nie ahnungslos, es war träge und opportun, weil gegen den Strom schwimmen Ärger bedeutet.
Alle Soldaten wusste über Kriegsverbrechen, alle hätten wissen können, was mit denen geschieht, die weggebracht wurden...
Kennst du die Geschichte von Pastor Martin Niemöller? (1892-1984)

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie die Juden holten, (siehe Anm.1) habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Jude.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestierte.“

Und jetzt sollte man den eben im Interesse unserer Demokratie Muslimen beistehen, die sich unqualifizierter Hetze ausgesetzt sehen...
So sehe ich das jedenfalls.

Hass erzeugt immer Hass!
Und wir sind bisher verschont worden, weil es Zeit brauchte, bis die ausländischen Scharfmacher unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit schulen konnten, weil der Staat nicht bereit war, sich um die Erziehung vornehmlich junger Männer zu kümmern.
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Neonazis in Dortmund, Demo-Verbot in Sachsen, Imame in christlichen Kirchen...

Beitrag  Inspektörin am Mo 09 Feb 2015, 18:00

... da weiß man wirklich nicht mehr, wie das noch enden soll. Jetzt auch noch der Ukraine-Konflikt...

Falls hier noch jemand liest: Erst einmal nachträglich herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Oldy! Bei dir scheint es ja in diesem Winter auch "rund" zu gehen (Umfallen). Dieser Winter ist auch bei mir ein Winter, der möglichst bald zu Ende gehen sollte. Drei Tote Crying or Very sad , ein weiterer Fall von hoffnungsloser Erkrankung Crying or Very sad und nebenbei viele "kleine" Zwischenfälle, die niemand braucht. Da bleibt einfach keine Zeit mehr, um noch groß an andere Dinge zu denken. Crying or Very sad

Wie schon einmal geschrieben, war Politik nie mein intensives Interessensgebiet, ebenfalls aus Zeitmangel. Jetzt bereue ich das Desinteresse teilweise, weil es inzwischen dermaßen viele "Konfliktherde" gibt und das politische Hintergrundwissen fehlt, um zu verstehen.

Bisher dachte ich zum Beispiel, dass das Deutsche Grundgesetz uneingeschränkt für ALLE Bewohner Deutschlands gilt; egal welcher Herkunft, welcher Religionszugehörigkeit, welcher Hautfarbe und welcher Gesinnung.

Irritiert muss ich aber feststellen, dass dem offensichtlich nicht so ist. Meinungsfreiheit? Versammlungsfreiheit? Religionsfreiheit?

Religionsfreiheit... da fängt bei mir schon das Dilemma an. Mein Glauben war immer fest im Christentum verankert und nun muss ich völlig verdutzt feststellen, dass meine Kirche durch einen (wahrscheinlich gut gemeinten) Gottesdienst mit einem Imam "verunstaltet" werden soll. Sorry, aber damit kann ich nichts anfangen. Für mich ist die Kirche ein Ort, wo ich mit Gott, Jesus und dem heiligen Geist in direkten Kontakt treten kann. Allah gehört für mich nicht dazu und nun werde ich gezwungen, etwas zu tolerieren, was ein Bischof veranlasst hat? Kann ich nicht. Alles in mir sträubt sich. In der letzten Woche hatte ich diesbezüglich einen Disput mit dem Pastor, der mir weis machen wollte, so ein Gottesdienst sei ein "Akt der gelebten Religionsgemeinschaft". NEIN, das ist es für mich NICHT! Ich bin stinksauer, dass das Haus unseres Herrn dermaßen entweiht werden soll.
1. Gebot: "Ich bin der Herr, Dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Du sollst an EINEN Gott glauben und IHN ALLEIN anbeten".

Das Zweite Vatikanische Konzil sagt in seiner Erklärung über die Religionsfreiheit: "Gott selbst hat dem Menschengeschlecht Kenntnis gegeben von dem Weg, auf dem die Menschen, ihm dienend, in Christus erlöst und selig werden können. Diese einzige wahre Religion, das glauben wir, ist verwirklicht in der katholischen, apostolischen Kirche, die von Jesus dem Herrn den Auftrag erhalten hat, sie unter allen Menschen zu verbreiten."

Wahrscheinlich kann hier niemand mein Entsetzen nachempfinden, macht auch nichts. Ich wollte nur aufzeigen, wie man Christen etwas aufzwingt, was schon im 1. Gebot eindeutig geregelt ist. Werden jetzt alle 10 Gebote nach und nach außer Kraft gesetzt? Scharia statt 10 Gebote? affraid


Und dann diese Gruppe von Neonazis, welche wohl hauptsächlich in Dortmund aktiv sein soll. Dem harten Kern sollen, laut Medien, etwa 40 Personen angehören. Von dieser Gruppierung habe ich schon mehrmals gelesen, allerdings nie in Verbindung mit Morden. Und nun, ganz plötzlich?... fühlen sich viele Staatsbedienstete bedroht? Neonazis und Ku-Klux-Klan in einen Topf? Warum nicht gleich mit ISIS vergleichen? Reagiert man da nicht völlig über? Oder ist das die Kapitulationserklärung einer ganzen Stadt vor 40 Männeken?


Eine absolute Kapitulation des Deutschen Rechtsstaates ist für mich auf jeden Fall dieses erneute Demo-Verbot in Sachsen. Nicht genügend Polizisten vorhanden? Deshalb kann man das Grundgesetz aushebeln? So einfach geht das? Bin schockiert und verstehe nur noch Bahnhof. Irgendwie scheinen wir nicht mehr in einer Demokratie zu leben, sondern eher in einer Diktatur. Zu krass ausgedrückt? Mag sein, aber wenn eine im Grundgesetz verankerte Versammlungsfreiheit dermaßen abgewürgt werden kann, ist das schon sehr bedenklich.

Thema Ukraine: Was sich da zusammenbraut, ist mehr als nur bedenklich. Und die Leidtragenden sind mal wieder die Menschen, die dort wohnen. Unglaublich, dass langjährige Politiker nicht in der Lage sind, sich untereinander zu einigen. Sanktionen treffen auch nur die Menschen, nicht die Oberen. Die Oberenwären die ersten, die sich in ihre Atombunker verkriechen, wenn...

Bis demnächst mal, sofern die Zeit es zulässt.
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"Welt aus den Fugen"

Beitrag  patagon am Do 12 Feb 2015, 11:17

nannte Peter Scholl Latour sein letztes Buch.

Eine Prophezeiung?
Viele Schreiberlinge hatten in der Vergangenheit schon Dinge als scheinbare Fiktion  beschrienen, die im Nachhinein, genauso eingetroffen sind.

Hellseherei?
Oder einfach logische Folgen von Entwicklungen, die eigentlich vorhersehbar sind.

Ist es nicht klar, dass z. B. China ein paar Generationen später ein Problem haben würde, wenn jedes Ehepaar nur ein Kind bekommen darf?
Und nicht nur ein Problem, sondern ein ganzes Bündel, wenn alle Eltern Jungen wollen und deswegen besonders Mädchen abtreiben?

So einleuchtend wie dieses Beispiel sind auch alle anderen, die ich aufzählen könnte. Egal ob es um Gier geht, wie bei Ausbeutung, um Grausamkeit oder um Machtmissbrauch. Am Beginn einer Fehlentwicklung steht immer eines dieser Laster.

Als ich sehr jung war, dachte auch ich immer "viel bringt viel". Ein Irrtum natürlich. Alles ist ambivalent und die Natur selbst birgt immer schon den Samen des Gegenteils dessen, was angestrebt wird und so straft jede Übertreibung sich selbst.

Ja, mir wird auch angst und bange wenn ich mich umschaue, liebe Inspektorin. affraid

Peace!

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Hallo Inspektörin... Das ist wohl eine Frage der Toleranz...

Beitrag  Monete am Di 03 März 2015, 00:00

Inspektörin schrieb:... da weiß man wirklich nicht mehr, wie das noch enden soll. Jetzt auch noch der Ukraine-Konflikt...

Falls hier noch jemand liest: Erst einmal nachträglich herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Oldy! Bei dir scheint es ja in diesem Winter auch "rund" zu gehen (Umfallen). Dieser Winter ist auch bei mir ein Winter, der möglichst bald zu Ende gehen sollte. Drei Tote  Crying or Very sad , ein weiterer Fall von hoffnungsloser Erkrankung Crying or Very sad  und nebenbei viele "kleine" Zwischenfälle, die niemand braucht. Da bleibt einfach keine Zeit mehr, um noch groß an andere Dinge zu denken. Crying or Very sad

Wie schon einmal geschrieben, war Politik nie mein intensives Interessensgebiet, ebenfalls aus Zeitmangel. Jetzt bereue ich das Desinteresse teilweise, weil es inzwischen dermaßen viele "Konfliktherde" gibt und das politische Hintergrundwissen fehlt, um zu verstehen.

Bisher dachte ich zum Beispiel, dass das Deutsche Grundgesetz uneingeschränkt für ALLE Bewohner Deutschlands gilt; egal welcher Herkunft, welcher Religionszugehörigkeit, welcher Hautfarbe und welcher Gesinnung.

Irritiert muss ich aber feststellen, dass dem offensichtlich nicht so ist. Meinungsfreiheit? Versammlungsfreiheit? Religionsfreiheit?

Wo vermisst du sie?

Religionsfreiheit... da fängt bei mir schon das Dilemma an. Mein Glauben war immer fest im Christentum verankert und nun muss ich völlig verdutzt feststellen, dass meine Kirche durch einen (wahrscheinlich gut gemeinten) Gottesdienst mit einem Imam "verunstaltet" werden soll.

Nach der Bibel gibt es keine Kirche, nur die Kommunikation Mensch zu Gott und umgekehrt.
Kirche entstand nur als Machtgefüge.
Glaubens- und Religionsfreiheit bedeuten auch keinen Monopolismus, denn wenn es überhaupt einen Gott gibt, kann es nur einen geben, egal wie der genannt wird.

Daher glauben zumindest Moslems auch an den gleichen Gott, wie den der Christen.
Was sich unterscheidet, ist die Ablehnung der Dreifaltigkeit, womit ich ideologisch und in ihrer Begründung auch meine Zweifel habe.

Die Frage, ob es mehrere Götter geben kann, kann man eher vernachlässigen, denn dann würde es noch mehr Chaos geben als eh schon da ist. Das auszuführen, würde jetzt das Posting sprengen, doch ich frage mich schon, was ein Gott, nehmen wir an, es gibt ihn, sich bei dieser Welt denkt...

Mir ist verwunderlich... wie dann ein Mensch als bloße Person etwas "Verunstalten" kann, was sich als Glaubenslehre von der christlichen Urlehre selbst so weit entfernt hat, wie eben die katholische Lehre selbst...
Das entspricht meiner Meinung nach auch nicht dem christlichen Auftrag des Neuen Testamentes.


Sorry, aber damit kann ich nichts anfangen. Für mich ist die Kirche ein Ort, wo ich mit Gott, Jesus und dem heiligen Geist in direkten Kontakt treten kann. Allah gehört für mich nicht dazu und nun werde ich gezwungen, etwas zu tolerieren, was ein Bischof veranlasst hat?

Allah ist ein anderes Wort für Gott. Würdest du nun nur die Deutsche Sprache gelten lassen?

Kann ich nicht. Alles in mir sträubt sich. In der letzten Woche hatte ich diesbezüglich einen Disput mit dem Pastor, der mir weis machen wollte, so ein Gottesdienst sei ein "Akt der gelebten Religionsgemeinschaft". NEIN, das ist es für mich NICHT! Ich bin stinksauer, dass das Haus unseres Herrn dermaßen entweiht werden soll.

Woher weißt du, dass es entweiht wurde, maßt du dir an, für Gott zu sprechen?
Was ist, wenn es ihm gefällt?

"Haus des Herrn" ist allenfalls die Kneipe...

Wenn ich die Bibel ernst nehme, dann sagt Jesus von Nazareth: "Das Reich Gottes ist in euch." (Lukas 17, 21) Also von einem Tempel keine Rede.

Wenn überhaupt, dann sagte er in der Bergpredigt: "Wenn du aber betest, so geh in die Kammer und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir´s vergelten." (Matthäus 6, 6)

So ließen sich einige Passagen finden...


1. Gebot: "Ich bin der Herr, Dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Du sollst an EINEN  Gott glauben und IHN ALLEIN anbeten".

Gut, damit widerlegst du dich ja selbst, wie ich oben ausführte.
Doch dann ist auch kein Platz für die Dreifaltigkeit. Übrigens, ein Kunstgriff...


Das Zweite Vatikanische Konzil sagt in seiner Erklärung über die Religionsfreiheit: "Gott selbst hat dem Menschengeschlecht Kenntnis gegeben von dem Weg, auf dem die Menschen, ihm dienend, in Christus erlöst und selig werden können. Diese einzige wahre Religion, das glauben wir, ist verwirklicht in der katholischen, apostolischen Kirche, die von Jesus dem Herrn den Auftrag erhalten hat, sie unter allen Menschen zu verbreiten."

Du scheinst da einem begrifflichen Irrtum zu unterliegen, du verwechselt Glaubensbekenntnis mit Religionsfreiheit.

Die Religionsfreiheit ist ein politischer oder ein juristischer Begriff. Er bedeutet, dass man an die heilige Baumrinde glauben darf, ohne dafür verfolgt zu werden...

Es ist also ein freiheitliches Grundrecht.

Zudem heißt an etwas glauben nicht, dass es wahr sein muss.
Nun ist ein Konzil ja auch Menschenwerk, wieso sollte das über dem Wort Gottes stehen, welches keine Ausgrenzung von Menschen kennt?


Wahrscheinlich kann hier niemand mein Entsetzen nachempfinden, macht auch nichts. Ich wollte nur aufzeigen, wie man Christen etwas aufzwingt, was schon im 1. Gebot eindeutig geregelt ist. Werden jetzt alle 10 Gebote nach und nach außer Kraft gesetzt? Scharia statt 10 Gebote?  affraid

Nein, kann ich nicht, weil nicht alle Christen so denken wie du.

Nachvollziehen schon, denn Dogmatismus und Fundamentalismus ist allgegenwärtig, das sei dir auch unbenommen, doch das ist nicht mit Religionsfreiheit gleichzusetzen, denn du möchtest deine Auffassung zur allgemein gültigen erklären, was aber alles andere als Freiheit bedeutet.


Und dann diese Gruppe von Neonazis, welche wohl hauptsächlich in Dortmund aktiv sein soll. Dem harten Kern sollen, laut Medien, etwa 40 Personen angehören. Von dieser Gruppierung habe ich schon mehrmals gelesen, allerdings nie in Verbindung mit Morden.
Und nun, ganz plötzlich?... fühlen sich viele Staatsbedienstete bedroht? Neonazis und Ku-Klux-Klan in einen Topf? Warum nicht gleich mit ISIS vergleichen? Reagiert man da nicht völlig über? Oder ist das die Kapitulationserklärung einer ganzen Stadt vor 40 Männeken?

Ich weiß nicht, ob man erst auf Taten warten sollte, frage mich allerdings, warum du offensichtlich in einer potentiellen Gefahr von zu begehenden Gewalttaten, ideologisch unterscheidest.

Ich fühle mich grundsätzlich von Radikalen jeglicher Art bedroht und finde es gut, dass man endlich zur Sehhilfe greift, und die Gefahr von rechts einmal ernstnimmt.

Eine absolute Kapitulation des Deutschen Rechtsstaates ist für mich auf jeden Fall dieses erneute Demo-Verbot in Sachsen. Nicht genügend Polizisten vorhanden? Deshalb kann man das Grundgesetz aushebeln? So einfach geht das? Bin schockiert und verstehe nur noch Bahnhof. Irgendwie scheinen wir nicht mehr in einer Demokratie zu leben, sondern eher in einer Diktatur. Zu krass ausgedrückt? Mag sein, aber wenn eine im Grundgesetz verankerte Versammlungsfreiheit dermaßen abgewürgt werden kann, ist das schon sehr bedenklich.

Au ja, dadurch ist der Rechtstaat aber so etwas von in Gefahr...  Laughing

Es geht, soweit ich das weiß, lediglich um Termine. Es steht aber frei, dagegen zu klagen...
Insoweit erkenne ich nicht einen dringenden Handlungsbedarf, dass unsere Verfassung in Gefahr wäre.

Politisch sollten die Demonstranten erst einmal in der Wirklichkeit und Realität ankommen, wenn ich sehe, dass NRW mehr Flüchtlinge aufnimmt, als die neuen Bundesländer alle zusammen...
Und interessant wäre für mich deine Meinung wenn Muslime auf die Straße gingen, weil sie vom Staat nicht genügend beschützt worden sind.
Denn die Morde wäre aufzuklären gewesen und damit Folgetaten vermieden worden.


Thema Ukraine: Was sich da zusammenbraut, ist mehr als nur bedenklich. Und die Leidtragenden sind mal wieder die Menschen, die dort wohnen. Unglaublich, dass langjährige Politiker nicht in der Lage sind, sich untereinander zu einigen. Sanktionen treffen auch nur die Menschen, nicht die Oberen. Die Oberenwären die ersten, die sich in ihre Atombunker verkriechen, wenn...

Menschen sind nicht besser als ihre gewählten Politiker, nach meiner Erfahrung eher schlimmer...

Wie sagte Schiller:
"Gefährlich ist's, den Leu zu wecken, verderblich ist des Tigers Zahn, jedoch der schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn."


Bis demnächst mal, sofern die Zeit es zulässt.

Ja, ja...  Smile
Robert Lembke, ich weiß nicht, ob du ihn noch kennst, sagte:
"Kein Mensch ist so beschäftigt, dass er nicht die Zeit hat, überall zu erzählen, wie beschäftigt er ist."  Smile
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moin moin @ all, hola Uvo,

Beitrag  patagon am Di 10 März 2015, 14:04

Scheinbar haben in den letzten Wochen alle eine Pause eingelegt; ich auch. Themen gibt es im Moment ja mehr als uns lieb sein kann.

Die in einem der letzten Beiträge von Monete erwähnte Gefahr von rechts, Pegida u.Ä. rückt mehr in den Hintergrund angesichts der Schrecken von ISIS, Boku Haram, und anderer radikaler Gruppen, die längst das Niveau der Hitler, Stalin, Nazi Schrecken erreicht haben. Der alte Ost/West Konflikt hat da gerade noch gefehlt.

Im Verhältnis zu diesen Verbrechen, erscheint mir persönlich die Griechenland Krise relativ harmlos. Das Land ist verschuldet, die Struktur Programme wirken sich eher kontraproduktiv aus und die EU sorgt sich um ihre Position in der Welt. Na und?
affraid
Klima Erwärmung und Naturkatastrophen bedrohen uns permanent und wenn z. B. eine Kollision mit anderen Himmelskörpern stattfinden würde, würden sich überhaupt alle anderen Probleme von selbst erledigen.
Wie tröstlich  lol!
Trotzdem habt ihr natürlich recht.

Angesichts der erwähnten Gefahren ist es nicht zu begreifen, dass es überhaupt noch solche Idioten gibt, die sich einbilden ein Privileg auf Macht über irgend etwas zu haben.

Putin!
Putin?

Es ist natürlich möglich, dass er mit anderen Diktatoren zu vergleichen ist und irgendwelchen Weltherrschafts-Träumen nachhängt. Aber woran will man das festmachen? Sind das nicht haltlose Spekulationen und versuchte nicht der Westen auch mit unlauteren Mitteln, Putins Einflussbereich zu verkleinern? Auch sah es doch schon mal in den 90er Jahren so aus, als wäre mit dem Fall der Sowjetunion wenigstens dieser Konflikt beigelegt.
Große Teile Russlands gehören geographisch doch zu Europa, oder?
Warum sollte eigentlich ausgerechnet Deutschland eine so herausragende Rolle spielen, das größte Land in der EU?
Wollen die Deutschen das überhaupt?
Ich persönlich lege nicht den geringsten Wert darauf, dass "Mutti" allen erzählt wo es langgeht. Eine solche Position ist absolut ungemütlich, oder?
Was meint ihr?

patagon

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Hallo Patagon...

Beitrag  Monete am Mi 11 März 2015, 01:08

manchmal wundere ich mich schon.

Im zweiten Weltkrieg sind nach allgemeiner Schätzung direkt und indirekt etwa 50 Millionen Menschen umgekommen.
Wie kann man da die Toten, die in Verantwortung der von dir genannten ISIS, Boku Haram, und anderer radikaler Gruppen zugeordnet werden, also verschwindend gering sind, überhaupt vergleichen...?

Und wie kann man Hitler, Stalin usw. damit vergleichen?
Wo der Platz 1 der Massenmörder doch eher unbemerkt besetzt ist.
Ich denke, man weiß es nicht genau, weil das Altertum nicht mitgerechnet wird.

Soviel ich weiß, liegen folgende "Platzierungen" des Grauens vor.

1. Mao mit 50 bis 75 Millionen Toten.
2. Stalin Zahl genau unbekannt.
3. Hitler Zahl ebenso unbekannt, weil sie teilweise entweder ihm oder Stalin zugeordnet werden müssten.
4. Dschinghis Khan. Mehrere Millionen Menschen.
Übrigens hat das nichts mit dem gleichnamigen Lied vom Song Contest 1979 zu tun, welches ebenfalls auf Platz vier kam.
.
.
.
8. Jetzt wird es makaber, unsere Nachbarn das kleine Belgien... König Leopold II von Belgien.
Der auch über 10 Millionen Leben auf dem Gewissen hat.
Ach ja, warum ich diesen überhaupt nenne... Er war bekannt dafür, solch ein Zufall, dass seine Soldaten den Opfern die Hände abhackten, wobei die Zahl der Hände und nicht eine Schuld zählte...
Komisch wird so etwas nicht immer dem Islam nachgesagt?


Klar Pat.!
Um jeden Menschen ist es schade, der zu Unrecht stirbt, doch das solltest du noch einmal überdenken.
Und erst Recht die, die durch ständige Wiederholungen so tun, als wenn wir alle kurz vor dem Untergang ständen, von Terroristen ausgelöscht.

Und im Moment bringen Islamisten Muslime um, wird das von einigen klammheimlich begrüßt?
Ich denke, du solltest mehr Angst vor Unfalltod haben, als vor Terroristen.
Also Augen auf im Straßenverkehr! Smile
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Re: Was ist eigentlich ein Unrechtsstaat

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