Harry, fahr schon mal den Wagen vor!

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Harry, fahr schon mal den Wagen vor!

Beitrag  Gast am Do 14 Jun 2012, 20:41

das Eingangsposting lautete :

Krimi's geschrieben oder gespielt. Welche sind gut, welche sind laangweilig, welche haben wir nicht verstanden und welche sollte es unbedingt mal geben.


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Das Schnattern der 'dummen Gänse' ...?

Beitrag  Gast_0007 am Fr 06 Jul 2012, 10:16

Juno (Mythologie) - Wikipedia:

... Juno war die Schirmherrin der Stadt Rom, wurde auf dem Kapitol verehrt, was auch im Rahmen der Kapitolinischen Trias geschah. Ihr Feiertag war die Matronalia (von lateinisch „Frau“) am 1. März. Ihr heiliges Tier war die Gans, weshalb bei ihrem Tempel auf dem Kapitol Gänse gehalten wurden. Als diese die Bürger Roms vor angreifenden Feinden durch lautes Geschnatter warnten, schrieb man die Warnung Juno zu und gab ihr den Beinamen Moneta, die Warnerin bzw. Mahnerin. ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Juno_%28Mythologie%29
Oldoldman:

Aber manchmal....

... steckt in einem "Es war einmal..." und dem für Wahr Erachteten mehr Wahrheit, als der Leser glauben mag. Vielleicht sogar die Wahrheit? So gesehen muß es schon fast verstimmen, wenn jemand eine Wahrheit entgegensetzen könnte, es aber zur rechten Zeit am rechten Ort nicht tut.

Oder kann es sein, daß sich da jemand - mit Hintergrundwissen (sei es auch nur bruchstückhaft) ausgestattet - köstlich, womöglich gar auf Kosten anderer, amüsiert, wo er mit seinem Wissen hätte Klarheit schaffen können? Eine Frage der Ehre?

http://libertalia.forumieren.com/t19p20-harry-fahr-schon-mal-den-wagen-vor#2702

Vgl. Schwarzer Peter Posting, 05.07.2012, S. 2, 17:06 h Danke Oldoldman: Dein "auch" unterstreicht genau das, was ich sagen wollte ...!!!

http://libertalia.forumieren.com/t19p20-harry-fahr-schon-mal-den-wagen-vor#2696
Bei Lagebesprechungen im 'Bunker' vor dem 'Untergang' ist es durchaus unüblich, die Wahrheit zu sagen. Warum auch, wenn sie (fast) alle kennen und der Rest nicht interessiert ist oder sie nicht hören will ...?

Ich hatte mich im 'Bunker' kurz positioniert:
Schwarzer Peter:

Später ging das mit Viktor, Bella, Bunter-Rock, Fabindia & Co. los. Die mich irgendwie nie groß gestört haben, weil ich die ganz gut verfrühstücken konnte - so zumindest mein Eindruck. Für mich war das Gaudi.

Jetzt lese ich, dass es hier größte und komplexe Kanalaktivitäten gab, die ich persönlich (fast) vollständig abgeblockt habe. Jeder diesbezügliche Aktivist hat das sehr schnell gemerkt; denn es nimmt dem Poster die Unabhängigkeit, die mir immer sehr wichtig war, weil sie u.a. zur Glaubwürdigkeit beiträgt, die aus meiner Sicht das Wichtigste ist. Deshalb auch die vielen Links. Ich bemühe mich, nur zu posten, was ich belegen kann oder kennzeichne es als Meinung [oder Spekulation] ('Mein-Urin-Prophet'). Die Wertung soll nach Möglichkeit der Leser SELBST vornehmen. Aber da haben andere eventuell einen völlig konträren Ansatz.

Von Jack Sparrows Belletristik glaube ich nur einen Teil. Mit 'nem Redundanz-&-Schmus-Killer sowie etwas Suchen und Ersetzen gibt es auch höchst aufschlussreichen Sachverhalt. Und dazu gehört auch, dass Demokritxyz in der subjektiven Wahrnehmung der Autorin keine Rolle spielt. Dann denke ich sofort an Farbenfehlsichtigkeit: nur lila.

Es gibt also Personen, die wollen ein Buch schreiben, Film drehen oder Prozess führen und nutzen einen solchen Ratgeber, um die fehlenden Sachverhalte erstmal selbst zu schaffen, oder was ...?

Und in deren Belletristik & Co. ist der eigentliche Grundgedanke des Ratgebers gar nicht existent? Mischen wir erstmal die Leute gut auf, und dann schreiben/filmen wir über Hetze und führen Prozesse. Mein Tipp: Werner Heisenberg versuchen zu verstehen. Dann klingelts vielleicht, wie absurd solche Gedankengänge sind, aber schauspieldemokratisch möglicherweise erfolgreich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Heisenbergsche_Unsch%C3%A4rferelation
Nun ist es aber so, dass ich mit meinen 5.600 Postings bei Ratlos-im-Netz und 3.000 bei GMX.de/web.de bei gut informierten Lesern mit Kopf einen solchen Eindruck hinterlasse, dass es auch zur anonymen 'Flaschenpost' auf einem anonymen Server kommen kann; denn wer bei Google Demokritxyz eingibt, versteht sofort, dass ich für das 'einseitige Informationsgeschäft' erreichbar bin.

Wer ist an Aufklärung interessiert? patagon & Co.? Würde er sie verstehen? Oder hat er bereits ein für ihn stimmiges Modell ...?

http://libertalia.forumieren.com/t19p40-harry-fahr-schon-mal-den-wagen-vor#2706

Du erwartest hoffentlich nicht, dass ich mit 'nem Aktenkoffer zur Lagebesprechung in den 'Bunker' komme, wenn die dortige Klientel in der Badehose sitzt und ihre Akten in den 'Hinterzimmern (SLDU - Second Level Down Under)' hat und im 'einseitigen Informations- geschäft' möglicherweise hofft, ihre evtl. Gaps auffüllen zu können. Was bei mir im '(einseitigen) Informationsgeschäft' inoffiziell eingeht, geht nicht wieder raus - basta ...!

http://de.wikipedia.org/wiki/Gap_%28Bioinformatik%29
Mal ohne (den öffentlichen) Link und ganz anonym zum Selbsterraten des Autors:

Steffi, Dale, Tala1, Shanti, Rattatazong, BrainWash , StScherer, der gleich Steuermann werden wollte ;-) – von denen keiner alles umfänglich wusste, dennoch mit untrüglichem Instinkt sich das eine oder andere dachte – auch wenn der eine oder andere manchmal sehr im Dunkeln tappte – darin ganz besonders erwähnenswert „im dunkeln tappend“ Tala, die mich oft zum Schmunzeln brachte -
Für manche Personen ist der Informantenschutz die oberste "Frage der Ehre" ...!!!

Aber einen Tipp hab ich noch: Vielleicht wäre es sinnvoll, keine "Handvoll & Co. (s. Headline)" zu den Lagebesprechungen einzuladen, weil die sich durch ihr aufgeregtes Verhalten verraten, wenn ein 'Fuchs' um den 'Bunker' schleicht ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Fabel#Tierfabel


Zuletzt von Schwarzer Peter am Fr 06 Jul 2012, 10:45 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

Gast_0007

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http://de.wikipedia.org/wiki/U-Boot

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Re: Harry, fahr schon mal den Wagen vor!

Beitrag  Gast am Fr 06 Jul 2012, 10:44



Huhu Quo

http://libertalia.forumieren.com/t19p20-harry-fahr-schon-mal-den-wagen-vor#2576

"Herren der Zäune" Very Happy kenne ich auch.

Jetzt hab ich noch so ne ganz dolle MORDSgeschichte Very Happy

von Karsten Gebhardt

MORD IM KAUFHAUS

Die Mordlust hat mich wieder gepackt. Wie so oft. Und ich weiß, wie das endet. Enden wird.

Meine Aufregung kann ich nur mühsam verbergen in dieser Kaufhalle, dem riesigen Fresstrog, zu dem sie alle schleichen, um ihrer Lust am Kauf zu frönen. Abgepackte Nahrung in Tüten, Beuteln oder Flaschen. Die Jagd der Moderne. Hier muss nichts mehr erlegt werden. Alles schon tot und mit begrenzter Haltbarkeit.

Ein Ort, an dem Menschen sich verändern. Mutieren. Blicke, die gierig werden und ein Verstand, der abschaltet bis auf die unwillkürlichen Reflexe. Zombies und nur Überlebensinstinkte und Preise im Kopf. Verkommen und träge. Alle miteinander.

Niemand erkennt mich, obwohl ich schon mal hier war. Ein Skandal war das damals. Ich stand in den Zeitungen. Mit Foto. Berühmt. Hahaha. Aber ich bin entkommen. Und nun jage ich wieder.

Ich tingle durch die Regale, ziellos und langsam, schiebe meinen Einkaufswagen wie die anderen Kunden vor mir her und bändige mich. Es ist noch nicht soweit, mein Opfer noch unbekannt.

Suchend schaue ich mich um. Das lange Messer unter meiner Kutte drückt und die Spitze stößt leicht gegen die Hüfte.

Ein kleiner Schmerz im Vergleich zu früher, denke ich. Da hielten die Jäger noch ganz anderes aus. Ja, in der Urgesellschaft musste es schöner gewesen sein. Sicher auch ästhetischer. Frauen, die sich nackt über Beerenbüsche beugten und wilde Männer, die sie einfach nahmen auf dem Weg zur Jagd. Den Wurfspeer in der Hand, der später in den Hals irgendeines Rehs oder sonst was getrieben wurde. Das Abendmahl über Feuern oder einfach nur roh. Zähne, die das blutige Fleisch herausrissen und Furzen ohne Scham.

Wie diese Männer will ich sein. Zügellos und frei. Mein Messer im Fleisch verschwinden sehen. Saubere Stiche, die klaffende Wunden hinterlassen. Beherrscher der Natur im Lendenschurz.

Neben einer der Truhen bleibe ich stehen, tue so, als ob ich die Angebote studiere. Dabei lauere ich nur. Wer wird es diesmal sein? Langsam lasse ich meinen Blick durch die Kaufhalle schweifen. Mein Keuchen wird lauter. Ich muss aufpassen. Zu dumm, wenn es jemand bemerkt. Vorher.

Vor mir trippelt eine alte Dame. So schnell, als würde der Tod hinter ihr hereilen und mit der Sense nach ihr stochern.

Plötzlich bleibt sie stehen, reckt ihren dürren Hals wie ein Schwan, den Blick in eine andere Richtung. Perfekt. Ich schaue um mich. Niemand sieht herüber.

Jetzt!

Ich reiße meine Kutte auf, ziehe das Messer hervor und steche zu. Einmal, mehrmals. Immer wieder. Im Blutrausch und mit Schaum vor dem Mund.

Entsetzte Schreie um mich herum.

Mit jedem Stich spüre ich Befreiung in mir, die Gier erschlaffend wie eine Hure nach dem Finale.

Kein Blut zu sehen. Nichts. Wie immer.

Plötzlich spüre ich die Griffe. Sie packen mich und werfen mich auf den Boden.

Ich lache irre, kichere, brülle vor Freude. Es hat wieder geklappt.

Dann sind sie da, streifen mir die Jacke über. Verkehrt herum. Wie immer. Diese Idioten. Lernen es wohl nie, wie man sie richtig anzieht.

"Ausgebüchst is'ser uns wieder mal, dieser Verrückte", sagt der eine Wärter.

"Diesmal hat er drei frische Hühner zerstochen", antwortet der Filialleiter und starrt stumm auf das Gemetzel.

http://www.kurzgeschichten-verlag.de/humor/humor-353.html

Der kleine Nils pirat

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Quiz

Beitrag  Lobelie am Sa 07 Jul 2012, 15:10

Aus welchem Buch welcher Zeit stammen wohl diese Zitate?

Da sagt ein schwerreicher Mann:

Wir leben in einer sogenannten Demokratie, wo die Mehrheit des Volkes bestimmt. Ein schönes Ideal, wenn man es nur so weit brächte, daß es auch funktioniert. Das Volk wählt, aber der Parteiapparat nominiert, und der Parteiapparat muß, um effektiv zu arbeiten, eine Menge Geld ausgeben. Das muß ihm jemand zur Verfügung stellen, und dieser Jemand, ob das nun ein einzelner Mensch ist, eine Finanzgruppe, eine Gewerkschaft oder was Sie wollen, erwartet dafür seinerseits eine Gegenleistung. Leute wie ich erwarten, daß man sie unbehelligt ihr Privatleben führen läßt. Mir gehören ein paar Zeitungen, aber ich mag sie nicht. Ich betrachte sie als eine permanente Bedrohung dessen, was uns an Privatleben noch geblieben ist. Ihr dauerndes Gezeter um die Pressefreiheit zielt, von ein paar wenigen ehrenhaften Ausnahmen abgesehen, nur auf die Freiheit, Skandale zu verhökern, Verbrechen, Sex, Sensationen, Haß, boshafte Unterstellungen, und auf die ungehinderte Ausbeutung der Reklame, politisch und finanziell. Die Zeitung ist das große Geschäft mit dem Inserat. Dieses Geschäft ist abhängig von der Auflage, und Sie wissen, wovon wiederum die Auflage abhängt.

[...]

Unsere Zeit hat einen schockierenden Niedergang sowohl der öffentlichen als auch der privaten Moral gebracht. Man kann keine Qualität von Leuten erwarten, deren Leben vom Qualitätsmangel abhängig ist. Es gibt keine Qualität bei Massenproduktion. Man will sie auch gar nicht, denn sie würde zu lange halten. So ist man aufs ›Styling‹ verfallen, das ein kommerzieller Schwindel ist und nichts weiter bezweckt als die künstliche Erzeugung des Veraltens. Die Industrie könnte ihre Waren im nächsten Jahr nicht mehr verkaufen, wenn sie die Produkte dieses Jahres nicht so einrichtete, daß sie im nächsten altmodisch aussehen. Wir haben die weißesten Küchen und die glänzendsten Badezimmer auf der ganzen Welt. Aber in der schönen weißen Küche kann die amerikanische Durchschnittshausfrau keine eßbare Mahlzeit mehr zubereiten, und das schön glänzende Bad ist größtenteils nur ein Sammelkasten für Deodorants, Abführmittel, Schlaftabletten und die Produkte jenes Bauernfänger-Syndikats, das man die kosmetische Industrie nennt. Wir haben die schönsten Verpackungen auf der Welt [...]. Was drinsteckt, ist meistens Ramsch.

Question
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Mensch Lobelie,

Beitrag  laga am Sa 07 Jul 2012, 17:18

wie kann man nur so gemein sein, Very Happy , eine solche Frage zu stellen!

Nicht, dass Du meinst, Dein Quiz sei verhallt, nein, da hast Du ja eine eine echte Steilvorlage geliefert!
Ich suche schon seit einer Stunde!
Aber warte nur: ich kriege das schon noch heraus ! Nur eine Frage der Zeit! study Question Idea

Sag mal, kannste nicht noch einen winzigkleinen Tipp...?
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laga

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Re: Harry, fahr schon mal den Wagen vor!

Beitrag  Gast am Sa 07 Jul 2012, 17:46

Huhu Lobelie flower

ich find dich auch besonders fiiiiees Very Happy hab schon gesucht, wie ein Blödel Very Happy

Meine Idee 60-70 er Jahre in den USA?

Rockefeller-Familie?



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Ich liebe Rätsel


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Na, da gebe ich doch

Beitrag  Lobelie am Sa 07 Jul 2012, 17:51

einen kleinen Tip: über wen hatten wir denn kürzlich gesprochen?
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Re: Harry, fahr schon mal den Wagen vor!

Beitrag  Gast am Sa 07 Jul 2012, 18:02

@Lobelie flower

An den habe ich auch schon gedacht...unseren neuen Bundespräsidenten Gauck....ich weiß, dass du sein Buch lesen wolltest oder gelesen hast....aber habe mich gefragt, was hat der mit amerikanischen Haushalten zu tun Question Question

Wenn´s richtig ist, brauchen wir nur noch den Titel. Ist es dieses?


http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_ss_i_2_5?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Daps&field-keywords=gauck+freiheit&sprefix=Gauck%2Caps%2C256


Anmerkung: Bin doch skeptisch. Schwerreicher Mann?


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Zuletzt von Der kleine Nils am Sa 07 Jul 2012, 18:04 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Lobelie

Beitrag  Gast am Sa 07 Jul 2012, 18:03

einen kleinen Tip: über wen hatten wir denn kürzlich gesprochen?.
Question Shocked Suspect drunken scratch über Kachelmann etwa? affraid

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Lieber Nils,

Beitrag  Lobelie am Sa 07 Jul 2012, 18:06

da liegst Du aber gaaaanz falsch!

Bin ich etwa im falschen Strang gelandet? Auf ein Neues!

(Gilt auch für Dich, Steffi)
Ich kann vor Lachen kaum mehr tippen...
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Re: Harry, fahr schon mal den Wagen vor!

Beitrag  Gast am Sa 07 Jul 2012, 18:09


Hahahahha


@Lobelie Very Happy

ich lache mit Very Happy


Christian Wulff kann es DEFINITIV nicht sein.


Hahaha


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Auf ein Neues!-Recherche!-Krimi!-Suchen!-Haaaa

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ach.....

Beitrag  Gast am Sa 07 Jul 2012, 18:09

doch nicht etwa Springer? So offen ist kein Deutscher......Rupert Murdoch?

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Schnitzeljagd

Beitrag  Lobelie am Sa 07 Jul 2012, 18:18

Der schwerreiche Sprecher ist eine Romanfigur - USA ist klar - Krimi führt auch in die richtige Richtung -

aber mehr sage ich wirklich nicht!
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Mhm, grübel...

Beitrag  laga am Sa 07 Jul 2012, 18:38

... gesprochen hatten wir über Chandler und Philip Marlowe,
aber ich kenne vom ihm nichts, in dem Zeitungsverleger eine Rolle spielen.. . Oder hab ichs nur vergessen?
Gefunden habe ich dies:
http://www.krimi-couch.de/krimis/paul-collins-der-mord-des-jahrhunderts.html

Scheint mir aber für den Textauszug etwas früh zu spielen, oder ( Ende des 19. Jhdts)
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laga

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Re: Harry, fahr schon mal den Wagen vor!

Beitrag  QuoVadis am Sa 07 Jul 2012, 18:49

"Der lange Abschied"
"The long Goodbye"?

LG, QV


Zuletzt von QuoVadis am Sa 07 Jul 2012, 18:52 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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http://de.wikipedia.org/wiki/Mops_%28Hund%29

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Auffallend richtig,

Beitrag  Lobelie am Sa 07 Jul 2012, 18:51

Laga,

der erste Teil Deines Postings...

Vorm Absenden habe ich gerade noch QuoVadis' Beitrag gesehen: Congrats!

Blümchen!

Das hier:
http://libertalia.forumieren.com/t19p40-harry-fahr-schon-mal-den-wagen-vor#2817

ist ein Zitat aus:

Raymond Chandler: Der lange Abschied (1954), in der Übersetzung von Hans Wollschläger, Diogenes, Zürich 1975, S.236f. und 237 f.

Die Figur, die diese zeitlose Weltdiagnose aussppricht, ist der Multimillionär Harlan Potter, Vater der einzigen Liebe von Phil Marlowe, Linda Loring.

Marlowe reagiert übrigens so auf den Alten:

Ich saß mit offenem Mund da und fragte mich immer wieder, was den Mann da wohl so fertiggemacht hatte. Es ware ihm ja überhaupt gar nichts mehr recht.

(S.238)

Very Happy
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Re: Harry, fahr schon mal den Wagen vor!

Beitrag  Gast am Sa 07 Jul 2012, 19:07



Oh Mani...bei Wollschläger wollt ich auch noch nachgucken Very Happy
hätte ich aber bestimmt auch nicht gefunden....ohne Vorwissen Very Happy


Congrats liebe Quo I love you Blümchen!


Der kleine Nils pirat

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Quo Vadis

Beitrag  laga am Sa 07 Jul 2012, 21:07

Ein Krimi-Orden für Dich, große Klasse! Blümchen!

Solche Rätsel könnten wir ruhig häufiger machen , hat mir großen Spaß gemacht, danke an Lobelie und die Mitrater und noch einen schönen Abend!
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Die Chandler-Probe

Beitrag  Lobelie am So 08 Jul 2012, 00:58

war natürlich ein bißchen gemein - denn die kaptalismuskritische Betrachtung von Demokratie, Presse, Wirtschaftsmacht und moralischem Niedergang ist zwar mehr als sechzig Jahre alt, aber heute genauso so gültig wie damals.

Und natürlich bewundere ich den Autorentrick, zu McCarthys Zeiten solche Diagnosen einem Unsympath des Romans in den Mund zu legen, während der Ich-Held nur einen blöden Kommentar dazu stammeln darf. Was bleibt, ist die Wahrheit der Fiktion.

Übrigens könnte auch Schwarzer Peter etwas aus diesem Roman lernen, da er ja etwas schlichte Kleinbürgervorstellungen von Macht und Einflußnahme hat.

Chandler läßt Harlan Potter Folgendes sagen:

»Vielleicht kann ich Ihnen in nächster Zeit mal ein paar Aufträge zuschanzen«, sagte er. »Und gehen Sie nicht mit dem Gedanken von hier weg, daß ich mir Politiker oder Justizbeamte kaufe. Das habe ich nicht nötig. Auf Wiedersehen, Mr. Marlowe. Und nochmals Dank, daß Sie gekommen sind.«

(S. 240)

Marlowe geht natürlich nicht darauf ein - aber er benutzt diesen Besuch bei Potter, als er bei dem Polizeibeamten Green anruft, um etwas in Erfahrung zu bringen. Am Ende des Gesprächs fragt Green, was Mr. Moneymaker denn von ihm gewollt habe.

»Wir haben bloß eine Tasse Tee zusammen getrunken. Kleines geselliges Beisammensein. Er sagte, er könne mir vielleicht ein paar Aufträge zuschanzen. Ach ja, und dann hat er noch angedeutet - bloß angedeutet, nicht viele Worte drum gemacht -, daß jeder Polyp, der mich schief ansähe, eine trost6lose Zukunft vor sich hätte.«

»Er ist nicht der Chef des Polizeidezernats«, sagte Green.

»Das gibt er zu. Er kauft sich nicht einmal die Commissioner und Staatsanwälte, hat er gesagt. Sie ringeln sich bloß immer so in seinen Schoß zusammen, wenn er mal ein Nickerchen macht.«

»Ach scheren Sie sich doch zum Teufel«, sagte Green und knallte den Hörer auf.

Eine schwierige Sache, Polyp zu sein. Man weiß nie, wem man ohne Risiko auf dem Bauch herumtrampeln kann.

(S. 244)

Die Amerikanisierung unserer Polizei schreitet mächtig voran - bislang weniger am Gängelband der Mächtigen, aber an dem der Politik, die die Aufklärungsquote und das gefühlte Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung als Richtschnur vorgibt. Da wurden schon viele Popanze aufgebaut, um Eingriffsbefugnisse zu erweitern: organisierte Kriminalität, die es bei uns nicht gibt, islamistischer Terror, den es bei uns auch nicht gibt, nun sind es die Rocker, deren Wirken dem Bürger egal ist: wen interessieren Chapter-Fehden, die nur ihresgleichen treffen, und wen interessiert es, ob ausländische oder deutsche Gangs den Rauschgift- und Rotlichtbezirk-Sektor, sofern illegal, beherrschen? Daß Repression den einzigen Effekt hat, die Profite der Kriminellen zu garantieren, weiß eh jeder.

Nur den real existierenden rechten Terror wollte man nicht sehen, weil der ja schädlich fürs deutsche Image ist.

Das ist alles durchsichtigste Politik - und gutgeschriebene Romane wie die von Chandler verhelfen zur Einsicht in die Realität. Denn die bleibt gleich.
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moin, moin,

Beitrag  patagon am So 08 Jul 2012, 07:14

Demo: "Wer ist an Aufklärung interessiert? patagon & Co.? Würde er sie verstehen? Oder hat er bereits ein für ihn stimmiges Modell ...?"


Wer an Aufklärung interessiert ist, muss ja deswegen nicht unbedingt auch an Recherche und Enthüllungs Journalismus interessiert sein.

Ich wundere mich wenn ich höre, "die da oben machen doch was sie wollen".

Denn wenn man genau hinschaut, erkennt man, dass fast jeder bei fast allem mitmacht.

Der Preis für Unbestechlichkeit ist nämlich hoch. Zu hoch für die meisten Menschen und ich weiß nicht, ob ich überhaupt schon mal einem begegnet bin. Vielleicht findet man solche seltenen Exemplare am ehesten unter Pennern, die eines Tages einfach ausgestiegen sind????






patagon

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Ach Lobelie: du hängst seit zig Jahren in der Schleife und verstehst solche Texte nicht ...

Beitrag  Gast_0007 am So 08 Jul 2012, 07:55

Lobelie:

Übrigens könnte auch Schwarzer Peter etwas aus diesem Roman lernen, da er ja etwas schlichte Kleinbürgervorstellungen von Macht und Einflußnahme hat.

Chandler läßt Harlan Potter Folgendes sagen:

»Vielleicht kann ich Ihnen in nächster Zeit mal ein paar Aufträge zuschanzen«, sagte er. »Und gehen Sie nicht mit dem Gedanken von hier weg, daß ich mir Politiker oder Justizbeamte kaufe. Das habe ich nicht nötig. Auf Wiedersehen, Mr. Marlowe. Und nochmals Dank, daß Sie gekommen sind.« (S. 240)

http://libertalia.forumieren.com/t19p60-harry-fahr-schon-mal-den-wagen-vor#2846
'Denkst' du ernsthaft, dass nach meiner Auffassung die eventuelle Steuerung der Mannheimer Justiz über Geldzahlungen an 'Organe der Rechtsflegel' erfolgte? Die 'biologische Signaltechnik' hattest du bereits schon mal verstanden, oder ...?
Schwarzer Peter Posting, 07.07.2012, S. 9, 06:46 h @Lobelie: Als Kennerin der Interna: Wie geraten Ermittler in „Zugzwang“ ...?

http://libertalia.forumieren.com/t21p180-kachelmann-und-kein-ende#2790
Und dass du mehr zur Märchentante a la Karl May und seine sieben Indianer als zur investigativen JournalistIn taugst, hatten Entscheidungsträger in deinem Leben sehr früh erkannt, oder ...?
Berliner Morgenpost, 14.05.2006:

Kriminelle Energien
Sie wirkt auf den ersten Blick wie ein schüchternes Mädchen: zart, verletzlich, in sich gekehrt.

Von Michael Mielke
...
Das ist bei Juristen kein seltenes Hobby. Lektoren und Redakteure können ein Lied davon singen, zumal sich die verhinderten Poeten oft auch noch als sehr hartnäckig erweisen. Die 50jährige indes bekommt schon lange keine Post mehr mit dem tröstlichen Hinweis, daß der Text leider nicht ins Verlagskonzept passe, zu lang, zu kurz oder zu trocken geschrieben sei. Gordon hat es unter ihrem Mädchennamen Gabriele Wolff schon zu sechs Romanen, einer ganzen Reihe Erzählungen, Veröffentlichungen in Anthologien und 2004 für ihrem Roman "Das dritte Zimmer" zum renommierten Friedrich-Glauser-Preis für Kriminalliteratur gebracht.

Sie lächelt bei der Feststellung, daß die Berufe Staatsanwältin und Krimiautorin ja schon von der Sache sehr nahe beieinander liegen. Denn es war bei ihr ja keineswegs so, daß sich Kopien interessanter Akten in einer Schreibtisch- schublade sammelten und irgendwann zum Schreiben von Krimis regelrecht drängten. Gordon hat "schon als Schülerin" begonnen. Die erste richtige Story - nur von engsten Angehörigen gelesen - handelte von einer tiefen Freundschaft zwischen einem kleinen schwarzen Jungen und einem weißen Polizisten in Harlem. Gemeinsam überstanden sie einen blutigen Ghettoaufstand. Aber sie hat sich auch an Kurzgeschichten probiert, hat Gedichte geschrieben - "natürlich, wie alle jungen Leute damals, in freien Rhythmen", hat sich an Drehbüchern versucht und Nacherzählungen. Herausragend ist dabei sicher ihr Versuch, den Film "Dr. Schiwago" - "ich habe ihn mindestens zehn Mal gesehen" - als Buch quasi nachzuschreiben. Natürlich habe sie gewußt, sagt sie, daß es die Buchvorlage von Nobelpreisträger Boris Pasternak gegeben habe. "Aber das fand ich damals so schrecklich langweilig." Sie berichtet das ganz unverblümt. Ebenso, daß sie "eine innige Beziehung" zu dem - von ambitionierten Literaten sonst eher heimlich gelesenen - Autoren Karl May habe: "Vor allem Winnetou I habe ich verschlungen. So etwas wollte ich schon als Kind gern schreiben." Ihre Faszination ist geblieben. Gordon ist seit 1974 Mitglied der Karl-May-Gesellschaft und hat schon eine ganze Serie an Aufsätzen zu dem fantasiereichen Sachsen geschrieben.

Sie selbst, bekennt Gabriele Gordon, könne mit einem derartigen Einfallsreichtum leider nicht aufwarten. Sie kompensiert das mit ihrem als Staatsanwältin gewonnenen Wissen um verborgene Zusammenhänge und Hintergründe. Ohnehin ist sie eine sehr rationale Schreiberin. Sie wartet nicht auf den "Kuß der Muse", wie Liedermacher Wolf Biermann einst ...
...
Auch in anderen Büchern und Erzählungen hat Gordon persönliche Erfahrung sehr konkret verarbeitet. Da gibt es in dem 1991 veröffentlichten Roman "Himmel und Erde" einen Mann, der die Protagonistin in die Welt der Hobbypiloten einführt; sie verlieben sich, werden ein Paar. Zwei Jahre zuvor, als sie dieses Buch vermutlich gerade schrieb, heiratete die Juristin den aus England stammenden Fluglehrer Jeremy Gordon. Beide leben heute in Neuruppin in einem Reihenhaus mit kleinem Garten. Und da gibt es, um ein weiteres Beispiel zu nennen, in dem 1994 erschienenen Roman "Rote Grütze" die junge Staatsanwältin Beate Fuchs, die von Köln in die Neuen Bundesländer geht - Gabriele Gordon studierte in Köln Jura und ging 1992 nach Neubrandenburg. Seit 1994 ist sie - unterbrochen durch eine Abordnung zum Justizministerium in Potsdam - Oberstaatsanwältin in Neuruppin.

Sie mag diesen Job, schwärmt von den immer neuen Situationen, der Verantwortung und durchaus spannenden Konfrontation mit Beschuldigten. Und natürlich böten sich auch immer wieder Ansatzpunkte für neue Geschichten. Der Traumberuf jedoch war es nicht. Gordon wollte eigentlich Journalistin werden, wurde aber, "nachdem ich mich um alle möglichen Stellen beworben habe", nicht genommen. Den Schritt ins ja doch etwas trockenere Gewerbe der Juristen begründet sie mit Elternhaus und Erziehung. Der Vater war Fernmeldeoberinspektor, die Mutter Postbeamtin. "Jurist war ein sicherer Beruf und ließ mir", davon war sie schon damals überzeugt, "ja praktisch alle Optionen offen". Beim Schreiben bleibt sie dann aber immer auch die Juristin. Aus Mitleid oder eigene schöpferische Gefühle beschrieb, die ihn dann unverzüglich an den Schreibtisch trieben. Sie würde auch nicht nachts aus dem Bett springen, um sich einen spontanen Einfall zu notieren, der ja sonst verloren gehen könnte. Ihre Arbeit läßt sich da eher als stringent und wohlgeordnet bezeichnen - und erinnert dann eben doch ein wenig an die Beamtin, aber mit gutem Willen auch an den disziplinierten Schreiber Thomas Mann: Nach 20 Uhr steigt sie in der Regel hoch in ihr Arbeitszimmer und setzt sich an den Computer. Und auch dort ist alles gut geplant: "Ich habe, bevor ich die Geschichte zu schreiben beginne, immer schon den Plot. Ich weiß auch genau, wie es endet." Das wirklich Spontane seien dann die Details. "Da kann es dann auch mal passieren, daß ich in einen Schreibrausch gerate."
...
... Sie ist in Neuruppin zuständig für "Jugendschutzdelikte und die Verfolgung von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung". Und mit diesem Wissen kommt dann einiges zur Sprache, was für übereifrige Organisatoren von Selbsthilfegruppen sicher nicht bequem ist. Sie bearbeite jährlich etwas 200 Anzeigen, sagt Gordon, doch nur bei jeder zehnten komme es zur Anklageerhebung. In zehn weiteren Fällen würde es nicht nur zu eingestellten Verfahren, sondern zu Klagen wegen bewußter Falschaussage kommen - was bedeutet, daß die angeblichen Sexualopfer gelogen haben. Aussagen, die schwer in eine Zeit passen, in der auf dieses Thema oft geradezu hysterisch reagiert wird. Sie kenne Beispiele, sagt Gordon, bei denen Großväter kaum noch wagen, ihr Enkelkind zu liebkosen; bei anderen mußten Väter ins Gefängnis, weil sich Ehefrauen oder Töchter mit falschen Beschuldigungen rächen wollten; oder weil den Kindern bei Befragungen etwas eingeredet wurde, an das sie am Ende selber glaubten. ...
...
Ihre Arbeit ist stringent und wohlgeordnet - und erinnert dann doch ein wenig an eine Beamtin

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=Gabriele+Gordon&source=web&cd=9&ved=0CGgQFjAI&url=http%3A%2F%2Fwww.morgenpost.de%2Fprintarchiv%2Fwwbm%2Farticle272790%2FKriminelle-Energien.html&ei=GG_4T-HAJMGj-gbihpzxBg&usg=AFQjCNEIer_t2DTB5QS5Iu211qjP6MZKdw&cad=rja
Aber 'nen sehr geschmackvollen Hosenanzug hast du an - ganz ohne Kakaoflecke an den weißen Borten ...

http://www.morgenpost.de/img/wwbm/crop100266771/1220694751-ci3x2l-h307/117802.jpg

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Re: Harry, fahr schon mal den Wagen vor!

Beitrag  Gast am So 08 Jul 2012, 10:49

Wer schrieb dieses Gedicht zu welcher Zeit? Und was hat dieses Gedicht mit einem Kriminalfall zu tun?


"Der König David stieg aus seinem Grabe,
Greift nach der Harfe, schlägt die Augen ein,
Und preist den Herrn, daß er die Ehre habe,
Dem Herrn der Völker einen Psalm zu weihn.
Wie einst zu Absisags von Sunem Tagen
Hört wieder man ihn wild die Saiten schlagen,
Indeß sein hehres Preis- und Siegeslied
Wie Sturmesbrausen nach dem Meere zieht.

Willkommen, Fürst, in meines Landes Grenzen,
Willkommen mit dem holden Ehgemahl,
Mit Geistlichkeit, Lakaien, Excellenzen
Und Polizeibeamten ohne Zahl.
Es freuen rings sich die histor'schen Orte
Seit vielen Wochen schon auf Deine Worte,
Und es vergrößert ihre Sehnsuchtspein
Der heiße Wunsch, photographiert zu sein.

Ist denn nicht deine Herrschaft auch so weise,
Daß du dein Land getrost verlassen kannst?
Nicht jeder Herrscher wagt sich auf die Reise
Ins alte Kanaan. Du aber fandst,
Du seist zu Hause momentan entbehrlich;
Der Augenblick ist völlig ungefährlich;
Und wer sein Land so klug wie du regiert,
Weiß immer schon im Voraus, was passiert.

Es wird die rote Internationale,
Die einst so wild und ungebärdig war,
Versöhnen sich beim sanften Liebesmahle
Mit der Agarier sanftgemuten Schar.
Frankreich wird seinen Dreyfus froh empfangen,
Als wär auch er zum heiligen Land gegangen.
In Peking wird kein Kaiser mehr vermißt,
Und Ruhe hält sogar der Anarchist.

So sei uns denn noch einmal hoch willkommen
Und laß die unsre tiefste Ehrfurcht weihn,
Der du die Schmach vom heiligen Land genommen,
Von dir bisher noch nicht besucht zu sein.
Mit Stolz erfüllst du Millionen Christen;
Wie wird von nun an Golgatha sich brüsten,
Das einst vernahm das letzte Wort vom Kreuz
Und heute nun das erste deinerseits.

Der Menschheit Durst nach Thaten läßt sich stillen,
Doch nach Bewundrung ist ihr Durst enorm.
Der du ihr beide Dürste zu erfüllen
Vermagst, seis in der Tropen-Uniform,
Sei es in Seemannstracht, im Purpurkleide,
Im Rokoko-Kostüm aus starrer Seide,
Sei es im Jagdrock oder Sportgewand,
Willkommen, teurer Fürst, im heiligen Land.

Der kleine Nils pirat

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Zitat: „Der Mensch wird abgerichtet, oder er wird hingerichtet.“

Beitrag  Gast_0007 am So 08 Jul 2012, 11:25



So gesellschaftskritisch plötzlich? Ob das den dressierten 'Lakaiteln' der Funktionseliten gefällt ...?

http://de.wikipedia.org/wiki/Lakai

Hab' noch 'nen Tipp für Lobelei: Falls sie nachts (oder frühmorgens im Halbschlaf beim Aufwachen) doch mal die Muse küssen sollte und sie nicht zum Schreibtisch ins oberer Stockwerk pesen will: Diktiergerät kaufen! Mit etwas Intelligenz gelingt die 'Dressur der Technik' so perfekt, dass die nächtlichen, mündlichen Ergüsse automatisch in Textdateien geschrieben werden:
Sie selbst, bekennt Gabriele Gordon, könne mit einem derartigen Einfallsreichtum leider nicht aufwarten. Sie kompensiert das mit ihrem als Staatsanwältin gewonnenen Wissen um verborgene Zusammenhänge und Hintergründe. Ohnehin ist sie eine sehr rationale Schreiberin. Sie wartet nicht auf den "Kuß der Muse", wie Liedermacher Wolf Biermann einst eigene schöpferische Gefühle beschrieb, die ihn dann unverzüglich an den Schreibtisch trieben. Sie würde auch nicht nachts aus dem Bett springen, um sich einen spontanen Einfall zu notieren, der ja sonst verloren gehen könnte. Ihre Arbeit läßt sich da eher als stringent und wohlgeordnet bezeichnen - und erinnert dann eben doch ein wenig an die Beamtin, aber mit gutem Willen auch an den disziplinierten Schreiber Thomas Mann: Nach 20 Uhr steigt sie in der Regel hoch in ihr Arbeitszimmer und setzt sich an den Computer. Und auch dort ist alles gut geplant: "Ich habe, bevor ich die Geschichte zu schreiben beginne, immer schon den Plot. Ich weiß auch genau, wie es endet." Das wirklich Spontane seien dann die Details. "Da kann es dann auch mal passieren, daß ich in einen Schreibrausch gerate."

http://www.morgenpost.de/printarchiv/wwbm/article272790/Kriminelle-Energien.html


Zuletzt von Schwarzer Peter am So 08 Jul 2012, 11:31 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

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So auf die Schnelle

Beitrag  Lobelie am So 08 Jul 2012, 11:27

@ Nils

http://libertalia.forumieren.com/t19p60-harry-fahr-schon-mal-den-wagen-vor#2849


würde ich sagen, daß es sich um ein Spottgedicht auf Wilhelm II. und seine pompöse Palästina-Reise im Jahr 1898 handelt - vielleicht aus dem Simplicissimus?
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Och Nils,

Beitrag  Lobelie am So 08 Jul 2012, 11:39

das war zu leicht - der Text ist ja im Netz zu finden!!! Er stammt von Frank Wedekind (der tatsächlich auch beim Simplicissimus mitarbeitete):

http://erinnerungsort.de/palaestinafahrt--28im-heiligen-land-29-_239.html

und er kassierte dafür 6 Monate wegen Majestätsbeleidigung:

Die Verbreitung eines satirischen Gedichts über Kaiser Wilhelm II. 1898 zwang ihn zur Flucht nach Paris. Als er 1899 nach Deutschland zurückkehrte, wurde er wegen „Majestätsbeleidigung“ verurteilt und für sechs Monate in Festungshaft genommen, die er in der Festung Königstein vom 21. September 1899 bis zur Begnadigung im Februar 1900 absaß.

http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Wedekind

Das waren noch Zeiten...


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Na, dann nehme ich mir etwas mehr Wikipedia ...

Beitrag  Gast_0007 am So 08 Jul 2012, 11:41

Lobelie:

So auf die Schnelle

@ Nils

http://libertalia.forumieren.com/t19p60-harry-fahr-schon-mal-den-wagen-vor#2849

würde ich sagen, daß es sich um ein Spottgedicht auf Wilhelm II. und seine pompöse Palästina-Reise im Jahr 1898 handelt - vielleicht aus dem Simplicissimus?

http://libertalia.forumieren.com/t19p60-harry-fahr-schon-mal-den-wagen-vor#2853
Frank Wedekind - Wikipedia:

1889 siedelte Wedekind nach München über, wo er Kontakt zum Schriftsteller Otto Julius Bierbaum erhielt. 1891 zog er nach Paris um; Aufenthalte in der Schweiz, in London und Berlin folgten. 1896 kehrte Wedekind nach München zurück und begründete die Satirezeitschrift Simplicissimus mit, in der er unter verschiedenen Pseudonymen, u. a. unter dem Pseudonym „Hieronymos“ veröffentlichte. Die Verbreitung eines satirischen Gedichts über Kaiser Wilhelm II. 1898 zwang ihn zur Flucht nach Paris. Als er 1899 nach Deutschland zurückkehrte, wurde er wegen „Majestätsbeleidigung“ verurteilt und für sechs Monate in Festungshaft genommen, die er in der Festung Königstein vom 21. September 1899 bis zur Begnadigung im Februar 1900 absaß. 1901/1902 wirkte er im Münchner Kabarett Die Elf Scharfrichter mit, dort sang er nach eigenen Kompositionen seine Lieder zur Gitarre. Ausgewählte „Lieder und Gedichte“ aus dieser Zeit sind erschienen unter dem Titel „Greife wacker nach der Sünde“. Anatol Regnier, u. a. ausgebildeter Konzert-Gitarrist und Autor, interpretiert die Lieder, die sich abwechseln mit Gedichten, gelesen von der Schauspielerin Carola Regnier. Carola Regnier und Anatol Regnier sind Enkel Frank Wedekinds.



Frank Wedekind

http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Wedekind#Leben

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