Sind die Milliarden des ESM eigentlich echtes Geld

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Sind die Milliarden des ESM eigentlich echtes Geld

Beitrag  stringa am Di 03 Jul 2012, 21:07

das Eingangsposting lautete :

Twisted Evil
Seit ich hier mitgelesen habe, sind außer Herrn Kachelmann, Herrn Guttenberg, Herrn Wulff und natürlich den diversen inner- und außerparteilichen Forenkriegen ja durchaus auch manchmal Politik- und Wirtschaftsthemen gestreift worden, nur zur Euro- bzw. Weltfinanz-Krise erinnere ich doch ziemlich wenig.

Ist natürlich auch ein bißchen sperrig und vor allem gut geeignet, ganz schnell neue Fronten zu bilden. Sad

Ich versuchs trotzdem mal.

Können die Summen, die in den Medien so ganz nonchalant kursieren, wirklich von Deutschland aufgebracht werden?

Ist die Handtasche von Angela Merkel wirklich so groß ?

Muß ich Angst haben vorm großen Crash und der Endzeit ? (Gut, wir haben hinterm Wochenendhaus noch ein Stück Brachland, wo ich Kartoffeln pflanzen könnte)

Oder spielt sich alles nur in den Bilanzen der Staatshaushalte bzw. der Banken ab?

Fragen über Fragen, und ich wäre auf eure Antworten gespannt.

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stringa

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Warum nicht im ESM-Strang?

Beitrag  Lobelie am Mi 12 Sep 2012, 09:57

Artikel 79

(1) Das Grundgesetz kann nur durch ein Gesetz geändert werden, das den Wortlaut des Grundgesetzes ausdrücklich ändert oder ergänzt. Bei völkerrechtlichen Verträgen, die eine Friedensregelung, die Vorbereitung einer Friedensregelung oder den Abbau einer besatzungsrechtlichen Ordnung zum Gegenstand haben oder der Verteidigung der Bundesrepublik zu dienen bestimmt sind, genügt zur Klarstellung, daß die Bestimmungen des Grundgesetzes dem Abschluß und dem Inkraftsetzen der Verträge nicht entgegenstehen, eine Ergänzung des Wortlautes des Grundgesetzes, die sich auf diese Klarstellung beschränkt.

(2) Ein solches Gesetz bedarf der Zustimmung von zwei Dritteln der Mitglieder des Bundestages und zwei Dritteln der Stimmen des Bundesrates.

(3) Eine Änderung dieses Grundgesetzes, durch welche die Gliederung des Bundes in Länder, die grundsätzliche Mitwirkung der Länder bei der Gesetzgebung oder die in den Artikeln 1 und 20 niedergelegten Grundsätze berührt werden, ist unzulässig.


Darum geht es wohl auch: inwiefern das ESM-Gesetz, mit dem Kompetenzen des Bundes abgegeben werden, das GG abändert (insoweit hätte es in dem Gesetz ausdrücklich benannt werden müssen, was nach meiner Erinnerung nicht geschehen ist).
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Nachgefragt zum ESM

Beitrag  uvondo am Mi 12 Sep 2012, 10:02

weil ich mir in der Kürze der Zeit nicht sicher war, daß Du meine Frage lesen würdest......Trotzdem Danke für Deine Erklärung......
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BVerGE: Ja, aber ... mit (vorläufigem) Limit/Deckel 190 Mrd.

Beitrag  Petra Klekih am Mi 12 Sep 2012, 10:32

http://www.jurablogs.com/de/go/fassungslos-liebes-bverfassungsg-usus-fass-boden-fob-heissen-nr-13-berliner-karlsruher
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http://dejure.org/gesetze/StGB/202b.html

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Neue Ideen

Beitrag  Lobelie am Di 18 Sep 2012, 15:16

Die Rechtanwaeldin:
Noch ein untoter meldet sich

zurück
http://lexpansion.lexpress.fr/economie/dsk-a-t-il-vraiment-trouve-la-solution-pour-sauver-la-zone-euro_336124.html

(Im Kachelmann-Strang)

Habe ich jetzt einmal nachgesehen: Frau Merkel wird entzückt gewesen sein, daß Hollande und nicht DSK Präsident geworden ist. Denn was schlägt Strauss-Kahn vor?

Um die Abstrafung und Bevorzugung europäischer Staaten durch die, nennen wir sie einmal neutral ›Investoren‹, auszugleichen, schlägt er vor, hinsichtlich der Verzinsung von Anleihen eine von Marktmechanismen unabhängige neutrale Zinshöhe für jeden einzelnen Staat festzustellen (die Ratingagentur dafür muß noch erfunden werden). Müssen Staaten wie Italien und Spanien gezwungenerweise mehr an Zinsen, als als zutreffend festgestellt wurde, aufbringen, um Geld zu erhalten, überweisen die Länder, die weniger aufbringen müssen als sie sollten, ihren Zinsgewinn an letztere.

Denn zur Zeit ist es ja so, daß einige Länder, so wie Deutschland, von der Spekulationswut der Investoren profitieren und Staatsanleihen mit einer Null-Verzinsung losschlagen, während andere 6,5 bis 7,5, teilweise 10% bieten müssen und mußten, um Gelder zu erhalten.

Das wäre, abgesehen von der womöglich unlösbaren praktischen Frage, wer denn diese angemessene Verzinsung feststellen sollte, schon ein Stück europäischer Gerechtigkeit und Solidarität, die ja gerne in Sonntagsreden in den Mund genommen wird.
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(Nichts) Neues aus Griechenland

Beitrag  stringa am So 23 Sep 2012, 12:50


Das war ja zu erwarten.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-09/griechenland-haushalt-schulden?commentstart=9#comments

Was mich wirklich mal interessieren würde - was wäre, wenn Griechenland die ganzen Gelder, die sie den Banken schulden, einfach nicht bezahlen würden.

Gut, sie bekämen dann kein Geld mehr von ihnen, aber wäre das wirklich so schlimm.

Der Staat wird doch auch ein paar Einnahmen haben, oder. Das Verflixte ist, daß man so wenig zuverlässige Zahlen über Griechenland hat.
Könnten sie als Staat existieren, wenn sie nur auf sich selbst angewiesen wären?

Vielleicht hat jemand ein paar Links ?
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Pffftt!

Beitrag  Die Rechtanwaeldin am So 23 Sep 2012, 13:39

http://www.jurablogs.com/de/go/fassungslos-liebes-bverfassungsg-usus-fass-boden-fob-heissen-nr-13-berliner-karlsruher
http://www.spiegel.de/politik/ausland/in-griechenlands-staatshaushalt-fehlen-20-milliarden-euro-a-857398.html

http://www.welt.de/wirtschaft/article109411670/Griechenland-fehlt-angeblich-doppelt-so-viel-Geld.html
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Nur 20 Milliarden?

Beitrag  Lobelie am So 23 Sep 2012, 17:30

Das ist doch eine überschaubare Summe: nur 8 mehr als zuvor bekannt Very Happy

Jedenfalls nichts im Vergleich dazu, was Deutschland abschreiben müßte, sollte Griechenland pleite gehen. Und überhaupt nichts im Vergleich dazu, was Spaniens Banken in den Sand gesetzt haben - da geht es um mehrere 100 Milliarden. Irgendwie ist das keine Nachricht - an die vielen Milliarden gewöhnt man sich so langsam. Und wenn ein reiches Land wie Deutschland, in dem die Steuern sprudeln, die Wirtschaft leicht wächst und Kranken- und Rentenkasse Milliardenüberschüsse anhäufen, auch nicht ohne Neuverschuldung auskommt, sollte es langsam von seinem hohen Roß heruntersteigen.
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ESM-Erweiterung Euro-Länder wollen Rettungsschirm auf zwei Billionen hebeln

Beitrag  Die Rechtanwaeldin am So 23 Sep 2012, 18:01

;-)))

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/esm-euro-laender-wollen-rettungsschirm-auf-zwei-billionen-euro-hebeln-a-857446.html
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Da ist das BVerfG vor!

Beitrag  Lobelie am So 23 Sep 2012, 18:25

Und "hebeln" ist nicht gleich "zahlen".
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Tippe

Beitrag  Die Rechtanwaeldin am So 23 Sep 2012, 18:57

auf eine teuflische Kombi aus 'nomative Kraft des Faktischen und Murphy's Gesetz der Staatsverschuldung.
Mal ehrlich! BVerfGE, who cares? Den BTAG? Aber Lobelie?
Welche Sanktionen erwarten BTAG-Mitglieder?
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Was den Abgeordneten droht?

Beitrag  Lobelie am So 23 Sep 2012, 20:07

Die Nicht-Wiederwahl eventuell?

Ich weiß auch, daß die meisten Abgeordneten genauso wenig von der Materie verstehen wie ich (in einem ZEIT-Dossier zu Doris Schröder-Köpf stand, daß sie eine derartige Vorbereiterin sei, daß sie sicherlich auch die 726-Seiten zum ESM gelesen und durchgearbeitet hätte, was die meisten der Bundestagsabgeordneten schon aus Zeitmangel nicht geschafft hätten) - aber das Parlament ist nun einmal DIE verfassungsgemäße Kontrollinstanz der Regierung. Mehr gibt es nicht.

Die Experten sind sich uneins, die Medien üben sich in Alarmismus, einzelne Akteure profilieren sich übers Thema - auf wen soll man da hören als Abgeordneter? Mit Prinzipienreiterei durchsteht man keine Krise, mit Ideologie auch nicht. Im Moment (und das hätte schon vor zwei Jahren passieren sollen) geht es um Pragmatismus, und dann müssen aber auch die Daumenschrauben angelegt werden: den Banken, den entfesselten Märkten, den Haushaltssündern.

Schon die Ankündigung der EZB, auf dem Sekundärmarkt Anleihen zu kaufen, hat gewirkt. Nicht auszudenken, wie es gewirkt hätte, wenn Deutschland den Spekulanten schon zu Beginn der Krise deutlich signalisiert hätte, daß es alles Menschenmögliche tun werde, um den Euro und die Euroländer zu retten.
Jetzt wird es teurer.
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Helmut Schmidt übertreibt zwar ein wenig,

Beitrag  Lobelie am Mo 24 Sep 2012, 18:27

aber tendenziell stimme ich ihm doch zu:


Für Schmidt ist klar, dass die SPIEGEL-Affäre eine der wichtigen politischen Wegmarken in der Geschichte der Bundesrepublik war. Aus seiner Sicht trug sie mit dazu bei, dass sich das demokratische Bewusstsein in Deutschland gefestigt habe. In die demokratische Gesinnung der Deutschen habe er auch heute noch großes Grundvertrauen, so Schmidt. Allein die europäische Gesinnung der Deutschen bereite ihm Sorge. Eindringlich warnte Schmidt vor einer nationalistischen Politik. Das Bundesverfassungsgericht, die Bundesbank, ja, auch die Bundeskanzlerin, hätten Deutschland zum Zentrum Europas gemacht, kritisierte der Altkanzler. "Das beunruhigt mich."

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/50-jahre-spiegel-affaere-helmut-schmidt-im-gespraech-mit-georg-mascolo-a-857456.html


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Na, wenn das nicht mal exakt zum Strangthema passt !

Beitrag  stringa am Mi 24 Okt 2012, 10:04

Das Eingangsposting beschäftigte sich ja mit der Frage, ob wir echtes Geld haben (und schulden) oder nicht.

Diese Frage wird jetzt (hoffentlich) (vielleicht) geklärt:

http://www.welt.de/finanzen/article110175594/So-viel-Bundesbank-Gold-entfaellt-auf-jeden-Deutschen.html

oder auch nicht. (Ist vielleicht sicherer Twisted Evil )

Aber jedenfalls befasst man sich hier mal mit wirklichem reellen Gold/Geld, das man hoffentlich auch anfassen kann, und das hoffentlich auch noch da ist und das hoffentlich auch echtes Gold ist.
Seit ich in jungen Jahren in einem Krimi (Simmel: Es muß nicht immer Kaviar sein) gelesen habe, wie man Goldbarren mit Bleikern herstellen kann, habe ich so meine eigenen Gedanken dazu.
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Woher kommt eigentlich dieses Mißtrauen?

Beitrag  Lobelie am Do 25 Okt 2012, 14:54

Ich meine, das Bundesbank-Gold ist doch bei seriösen Notenbanken eingelagert:

"Wir werden in den kommenden drei Jahren jährlich 50 Tonnen Gold aus New York nach Deutschland bringen", sagte Thiele. Das gebe der Bundesbank die Gelegenheit, diese Barren zu überprüfen, einzuschmelzen und in die Form des heutzutage im Großhandel üblichen Good-Delivery-Standards zu bringen. Über diese Stichprobenkontrollen hinaus gebe es Gespräche, um die Revisionsrechte vor Ort in New York, London und Paris auszuweiten.
Thiele betonte jedoch: "Wir lassen unser Gold seit Jahrzehnten beanstandungsfrei von den hoch angesehenen Notenbanken der USA, Großbritanniens und Frankreichs verwahren und nicht von irgendwelchen windigen Geschäftspartnern. Ein Teil der Diskussion in Deutschland ist schon einigermaßen grotesk."

Kritiker sehen Kontrollverlust

Dass bei ausländischen Zentralbanken neben den Bundesbank-Barren auch Goldbestände anderer Notenbanken lagern, macht einige Politiker misstrauisch. Kritiker glauben, die Frankfurter Währungshüter hätten die Kontrolle über das Edelmetall aus der Hand gegeben.
"Wir haben Anfang des vergangenen Jahrzehnts 930 Tonnen Gold von London nach Frankfurt gebracht und dabei akribisch kontrolliert", schilderte Thiele. Es habe kein Gramm gefehlt. "Wir haben nicht die geringsten Zweifel, dass auch unsere in New York und Paris verwahrten Bestände aus reinstem Feingold bestehen.

Bundesbank besitzt exakte Barrenlisten

Uns liegen lückenlos dokumentierte Barrenlisten vor und die Partnernotenbanken bestätigen uns jedes Jahr nicht nur die Existenz der Barren, sondern auch deren Qualität."
http://www.welt.de/finanzen/article110220855/Bundesbank-lueftet-Geheimnis-um-Goldschatz.html
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Gute Frage, normalerweise denken wir nicht mal dran

Beitrag  stringa am Do 25 Okt 2012, 15:19

Nur, ist der Gedanke einmal da, kommt das Mißtrauen quasi automatisch dazu.

Wir haben in den letzten Jahren gelernt, zu was Banken fähig sind und können gar nicht mehr anders als misstrauisch sein.
Ist genauso unmöglich, wie NICHT an rosa Elefanten zu denken.

Leider werde ich mit diesem Mißtrauen weiter leben müssen, da ich ja immer auf andere vertrauen muß, seien es jetzt Politiker, Steuerprüfer oder Banker.

Fragt sich wirklich, wer besser dran ist, der Misstrauische oder der Arglose Very Happy Very Happy Very Happy
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Habe mal etwas geklaut

Beitrag  stringa am Sa 27 Okt 2012, 12:27


Ein Leserkommentar, den ich zu einem Artikel über das Deutsche Gold gefunden habe:
....
Man sollte vllt. nicht allzu paranoid werden, aber:
- Zuerst wird jahrzentelang nicht geprüft
- Dann wird behauptet, eine Prüfung sei nicht erforderlich
- Dann wird angekündigt, geringe Mengen werden geprüft
- Dann bietet der zu Prüfende unmittelbar danach seine Hilfe bei der Prüfung an
- Weiterhin verweist derjenige, der eigentlich zu prüfen gehabt hätte auf die
Reputation des zu Prüfenden ....

Man könnte noch hinzufügen, daß Herr Thiele, der Bundesbankvorstand, heute in der FAZ versichert, es sei alles noch da Laughing

Okay, ich weiß schon, ist eigentlich nicht wirklich wichtig, obs noch da ist oder nicht, aber ich hasse es, wenn die Medien mich für blöd halten.
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Ich kann mich noch an das Wort erinnern:

Beitrag  Lobelie am Sa 27 Okt 2012, 13:26

"Das ist so sicher wie die Bank von England" - und das soll plötzlich nicht mehr stimmen?! Immerhin soll die Aufbewahrung dort 500.000,- Euro pro Jahr kosten: dafür kann man doch auch Einiges erwarten, ein Mal im Jahr Abstauben (im Wortsinn) inclusive. Very Happy

Daß in Bundes- wie Landesrechnungshöfen öfters weltfremde Pedanten sitzen, denen wirtschaftliches Denken fremd, die Einhaltung von formalen Regularien dafür umso wichtiger ist, ist bekannt. Aber nun der Bundesbank vorzuwerfen, sie hätte öfter mal nachzählen sollen (vermutlich gibt es auch dafür Dienstanweisungen), ist doch arg pingelig. Natürlich reagieren die mit dieser Mißtrauenbekundung bedachten Notenbanken jetzt aufgeschreckt: es geht schließlich um ihren Ruf. Der der Geschäftsbanken ist schon schlecht genug.
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So sicher wie die Bank von England

Beitrag  stringa am Sa 27 Okt 2012, 13:36

ja klar, galt vielleicht fürs 20. Jahrhundert.

Nur ist mir noch kein Sprichwort bekannt "so sicher wie die Federal Bank der USA" Smile

Aber ist ja auch egal, nur, wenn ich diese Situation in meinem privaten Umfeld hätte, d.h. ich gebe eine größere Summe meinem Nachbarn, damit der es in der Garage aufbewahrt, und man sich dann dieses Prozedere vorstellt, nuuuun jaaaa ....?!

Surprised Surprised Surprised
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Doch, doch, Stringa!

Beitrag  Lobelie am Sa 27 Okt 2012, 13:51

"So sicher wie in Fort Knox" - das kennst Du doch sicher auch?

Das Fort Knox ist ein Stützpunkt der US Army im US-Bundesstaat Kentucky. Es ist vor allem als Lager für die Goldreserve des Schatzamtes der Vereinigten Staaten bekannt, dem sogenannten United States Bullion Depository. Im Fort Knox liegt einer der größten Goldanteile der Welt, wobei in der Federal Reserve Bank of New York nach eigenen Angaben mehr Gold (auch von ausländischen Banken und Zentralbanken) liegt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Fort_Knox

Damit will die Federal Reserve doch bestimmt sagen, daß ihre Räumlichkeiten mindestens so sicher sind wie Fort Knox... Very Happy
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Ich sag nur

Beitrag  stringa am Sa 27 Okt 2012, 15:11

GOLDFINGER

und noch zum Thema Diebstahlsicherung

OCEANS 11 - 13


Very Happy Very Happy Very Happy
Twisted Evil Twisted Evil Twisted Evil
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Meinst Du,

Beitrag  Lobelie am Sa 27 Okt 2012, 15:19

daß die beim Rechnungshof diese Filme im Rahmen ihrer Fortbildung genossen haben?

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Das wärs doch !

Beitrag  stringa am Sa 27 Okt 2012, 15:53

Ich seh schon die Schlagzeile :

Oberste Rechnungsprüfer gehen umsonst ins Kino Toi, toi, toi!
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Wie gemein!

Beitrag  Lobelie am Mi 20 März 2013, 08:53

Da sind unsere deutschen Journis aber betroffen: es gibt doch tatsächlich Regierungen und Völker, die sich keine abstrusen Brüssel-Beschlüsse diktieren lassen, die das Parlament treubrav abnickt... Unerhört!

Da sage noch einer, die Krise würde die Demokratie gefährden, weil Entscheidungen nur noch in Brüsseler Hinterzimmern fallen. Die Abgeordneten in Nikosia haben am Dienstagabend in aller Öffentlichkeit und aller parlamentarischen Souveränität einen solchen Hinterzimmerdeal zu Fall gebracht. Mit ihrem Votum gegen die Teilenteignung der zyprischen Sparguthaben haben sie gezeigt, dass auch ein paar Volksvertreter aus einem kleinen EU-Staat die großen Rettungspläne der Euro-Gruppe blockieren können.

Wobei sich Zyperns Präsident Nikos Anastasiades auch nicht gerade ein Bein ausgerissen hat, um die Zustimmung der Volksvertretung zu gewinnen. Im Gegenteil: Indem er die Abstimmung bereits vor Beginn der Debatte für verloren erklärte, schickte er ein unmissverständliches Signal an die Abgeordneten: sagt ruhig nein. Womöglich kommt Anastasiades die Niederlage sogar ganz gelegen. Er kann nun in Brüssel versuchen, unter dem Verweis auf seine störrischen Abgeordneten bessere Bedingungen herauszuhandeln.

Will die Euro-Gruppe ihre Glaubwürdigkeit bewahren, darf sie auf dieses Spiel nicht eingehen. Denn wenn die zyprische Politik in dieser Woche eines deutlich gemacht hat, dann dieses: Es geht ihr nicht um die armen Kleinsparer - weshalb auch die am Dienstagmorgen ausgeheckte Befreiung von Sparbeträgen bis 20.000 Euro an der Position des Parlaments nichts änderte. Es geht ihr darum, das bequeme Geschäftsmodell der Insel als Niedrigsteuerparadies und Offshore-Finanzplatz aufrecht zu erhalten. Und auf der nichtökonomischen Ebene geht es um ein selbstbewusstes Inselvolk, das sich von fernen Mächten - insbesondere deutschen - kujoniert fühlt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/zypern-machtprobe-zwischen-euro-zone-und-inselrepublik-a-889859.html

Es drohen Banken pleite zu gehen, weil die sich mit griechischen Staatsanleihen eingedeckt haben, und dafür sollen dann die Bank-Kunden teilenteignet werden?

Jetzt wird wohl Russland einspringen - sind schließlich die Milliarden ihrer Landsleute, die die zyprischen Banken groß gemacht haben.
Absolut verrückte Welt.
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moin moin Lobelie

Beitrag  uvondo am Mi 20 März 2013, 09:05

Das ist vollkommen richtig. Die sollen sich nichts diktieren lassen. ABER dann gibt es auch kein Geld, so einfach ist das. Ob nun der zyprische Sparer zur Kasse gebeten wird, oder immer nur überwiegend der deutsche Goldesel, und damit der Bürger, ist doch egal. Warum nicht die auch einmal........... Immer nur die eigenen Finanzen an die Wand fahren und danach dann um das Geld der europäischen Allgemeinheit betteln gehen ist auch kein feiner Stil. UND....Zypern ist kein wirtschaftlich wichtiger Teil Europas. Das ist z.B. mit Italien anders. Italien ist die drittgrößte Wirtschaftskraft in Europa. Da gelten halt andere Regeln.....usw.
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Das glaube ich so nicht

Beitrag  stringa am Mi 20 März 2013, 09:41

Bisher sind bei allen diesen Ländern die europäischen Steuerzahler eingesprungen, egal, wie widerborstig die sich auch gezeigt haben. Die Russen? Die werden sich hüten, aus Staatsmitteln ihre Oligarchen noch weiter zu sponsern, als sie es sowieso schon tun.

Nö, ich glaube, Zypern wartet einfach ab, ist irgendwann pleite (sind sie jetzt schon, aber dann eben offiziell), zuckt mit den Schultern und erklärt seinen Bürgern, daran sei nur die EU schuld und insbesondere Frau Merkel.

Und die EU wird brav einspringen, wie man die Hilfe auch erklären mag, um nicht das Gesicht zu verlieren. Wahrscheinlich wird sie unter einem neuen Namen laufen, "Sonderfonds für störrische EU-Mitglieder "

In dem Augenblick, als die EU damals die Griechen eben NICHT pleite gehen ließ, und den Willen aussprach, die EU, den Euro und die gesamte Gemeinschaft auf Gedeih und Verderb zusammen zu halten, sind sie erpreßbar geworden. Und wenn das Verhalten des zyprischen Präsidenten eines zeigt, dann ist es die feste Absicht, diese Erpressung auch auszuführen.

Und man sage mir nicht, die Abgeordneten aller Parlamente und der EU Regierung hätten diese Lage nicht kommen sehen können. Die versuchen jetzt nur, zu pokern, und ich glaube a), daß die meisten Nordeuropäer den Südeuropäern im Pokern weit unterlegen sind, die können das einfach besser, und b) gibt ihnen die oben beschriebene Situation noch einen zusätzlichen Joker in die Hand.
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Re: Sind die Milliarden des ESM eigentlich echtes Geld

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