Sind die Milliarden des ESM eigentlich echtes Geld

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Sind die Milliarden des ESM eigentlich echtes Geld

Beitrag  stringa am Di 03 Jul 2012, 21:07

das Eingangsposting lautete :

Twisted Evil
Seit ich hier mitgelesen habe, sind außer Herrn Kachelmann, Herrn Guttenberg, Herrn Wulff und natürlich den diversen inner- und außerparteilichen Forenkriegen ja durchaus auch manchmal Politik- und Wirtschaftsthemen gestreift worden, nur zur Euro- bzw. Weltfinanz-Krise erinnere ich doch ziemlich wenig.

Ist natürlich auch ein bißchen sperrig und vor allem gut geeignet, ganz schnell neue Fronten zu bilden. Sad

Ich versuchs trotzdem mal.

Können die Summen, die in den Medien so ganz nonchalant kursieren, wirklich von Deutschland aufgebracht werden?

Ist die Handtasche von Angela Merkel wirklich so groß ?

Muß ich Angst haben vorm großen Crash und der Endzeit ? (Gut, wir haben hinterm Wochenendhaus noch ein Stück Brachland, wo ich Kartoffeln pflanzen könnte)

Oder spielt sich alles nur in den Bilanzen der Staatshaushalte bzw. der Banken ab?

Fragen über Fragen, und ich wäre auf eure Antworten gespannt.

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demo

Beitrag  uvondo am Do 05 Jul 2012, 11:08

Du weichst schon wieder aus,wie immer. So jedenfalls meine Beobachtung der letzten 2 1/2 Jahre. Stringas Themenvorgabe war eine andere, als das, was Du jetzt wieder linkst und postest. So hast Du drüben auch fast jeden Strang in die Tonne getreten. Wenn Du ein Wissen bezüglich dieses Themas hast, dann bring es, und wenn nicht, dann halt Dich einfach raus. Und wenn Du jetzt Fehler bei mir gefunden hast, bei Dir finde ich täglich welche, ich finde es nur kindlich immer darauf hinzuweisen. Ich mache Fehler, ja, und die entstehen meistens unter enormen Zeitdruck, weil ich mich dann nicht mehr 100%ig konzentriere. Wir fahren nämlich noch heute auf die Insel........
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Frauen sind definitiv

Beitrag  stringa am Do 05 Jul 2012, 11:21

ebenso tüchtig, wenn es um Wirtschaftsfragen geht, Uvondo.

Aber statistisch gesehen interessieren sich halt weniger dafür.
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stringa, dann bin ich wohl....

Beitrag  uvondo am Do 05 Jul 2012, 11:37

von den "verkehrten" Frauen umgeben, und das sind nicht wenige. Die investieren in Immobilien, kaufen und verkaufen Aktien, zahlen in unseren Club Risikokapital für neue Geschäftsideen und Jungunternehmer ein, handeln selbstständig mit Gütern (kaufen "blind" Containerweise Waren aus Versicherungsschäden) usw. usw.
und gehen zusätzlich noch jede Woche shoppen....................

UND >>>Aber statistisch gesehen interessieren sich halt weniger dafür.<<< Statistiken glaube ich nicht unbedingt.......siehe oben........
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nichts zuviel

Beitrag  patagon am Do 05 Jul 2012, 12:17

wenn zuviel Geld im Umlauf ist, verliert es an Wert, man ja auch ohne Anstrengung bekommen kann, was man begehrt. Ist zuwenig da, hat das fast den gleichen Effekt, man kann sich anstrengen, so viel man will, man erreicht doch nie was man möchte. Also wozu die Mühe?

So gesehen ist Geld natürlich im Grunde nur ein Symbol. Eine Erfindung.

So weit mir bekannt ist, war das erste Geld Muschelgeld. Einer hatte eine schöne Muschel gefunden, die ein anderer auch haben wollte. Der andere hatte einen Apfel und der Muschelfinder hatte Hunger. Er wollte den Apfel. So tauschten sie. Aber nachdem er den Apfel gegessen hatte, sah er wie der Mann der jetzt seine Muschel hatte, diese gegen einen großen frisch gefangenen Fisch eintauschte den er zusammen mit seiner Famiele am Feuer briet und freudig verzehrte.


Der Fischverkäufer der jetzt im Besitz der Muschel war, bekam auch langsam Hunger und außerdem brauchte er ein Netz um viele Fische fangen zu können. Deswegen unterdrückte er seinen Hunger und gab die Muschel, die ja inzwischen schon ihren Wert vervielfacht hatte, für ein großes Netz her, mit dem er mehr Fische fangen, als er verzehren konnte.

Er wurde sehr reich und hatte inzwischen viele schöne Muscheln, Äpfel, Fische, Netze usw.
Trotzdem wußte er, doch dass man leere Muscheln nicht essen kann. Eigentlich weiß das jeder. Aber man tut so, als wäre es nicht so. Dadurch entstehen Krisen. Man schafft künstlichen Mangel und künstlichen Überfluss, aber die Welt dreht sich und wenn an einer stelle zu viel ist und anderer zuwenig, dann passiert das Gleiche wie bei einer Wippschaukel. Sie kipptb über. Man kann eine Wippschaukel aber dadurch ihm Gleichgewicht halten, in dem man sie auf beiden Seiten gleich schwer belastet und ruhig hält.
Nur wozu braucht man eine Wippschaukel, auf der man nicht schaukeln kann? lol!





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pat

Beitrag  uvondo am Do 05 Jul 2012, 12:37

nur noch mal kurz, weil ich ab 15UHR bis Dienstag aushäusig bin.....

>>>Man schafft künstlichen Mangel und künstlichen Überfluss, aber die Welt dreht sich und wenn an einer stelle zu viel ist und anderer zuwenig, dann passiert das Gleiche wie bei einer Wippschaukel. Sie kipptb über. Man kann eine Wippschaukel aber dadurch ihm Gleichgewicht halten, in dem man sie auf beiden Seiten gleich schwer belastet und ruhig hält<<<

UND dann kommt Dein Schlußsatz....>>>Nur wozu braucht man eine Wippschaukel, auf der man nicht schaukeln kann?<<<

Genau hier haben wir das Problem, daß diese Welt sich nicht mehr in den Griff bekommt. Man will zwar weiterschaukeln, findet aber keinen Ausweg mehr, aus dem selbst verzapften Dilemma. Es werden zwar für kurze Zeit sogenannte Auswege aber keine letztendlichen Lösungen gefunden. Keiner will es wahrhaben, ab wir in unserer Generation werden noch einen Crash erleben, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat...........Da hilft dann das Geschwurbel in Internetforen von "blinden" Staats-und Wirtschaftsgläubigen auch nicht weiter.
MEINE Prognose???? Die Menschheit wird über sich herfallen............
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Uvo,

Beitrag  patagon am Do 05 Jul 2012, 12:55

Entweder die Menscheit fällt übereinander her, oder sie erledigt sich selbst, ganz alleine ohne dass irgendwie von außen angegriffen wird. Mit Entsetzen habe ich gelesen, dass Deutschland die geringste Geburtenrate auf der Welt hat.

Und selbst, wenn jetzt noch durch ein Wunder der heilige Geist über uns käme, und jeder Mensch dem Nächsten ein Freund und Helfer würde, wem sollte man das schöne Erbe vermachen?

Ach mir ist es lieber ich glaube an den lieben Gott und dass ihm schon immer etwas eingefallen ist.
Ich gehe jetzt an den Strand. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie ein Kunstwerk gesehen, der ein Buch gelesen, dass so schön war und so ergreifend und mächtig, dass es es mit der Natur aufnemen konnte3.

Nur die Musik löst manchmal eine so wilde Sehnsucht in dem Herzen aus, dass man vielleicht den Hauch einer Ahnung bekommt.






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pat Du sagst es.....

Beitrag  uvondo am Do 05 Jul 2012, 13:09

>>>Ach mir ist es lieber ich glaube an den lieben Gott und dass ihm schon immer etwas eingefallen ist.<<<

Dem ist auch schon immer etwas eingefallen, nur die Menschheit in ihrer Gesamtheit macht sich nicht die Mühe das einmal zu ergründen. Unsere schöne Erde mitsamt Natur, Wirtschaft, Menschen, steht kurz vor dem Kollaps (weiß ich, will auch niemand wissen). UND wenn Du schon Gott ins Spiel bringst, er sagt auch in der Bibel,...ich werde die vernichten, die die Erde vernichten. Jetzt sehen wir uns einmal den Gesamtzustand dieser, unserer Erde an.....

>>>Nur die Musik löst manchmal eine so wilde Sehnsucht in dem Herzen aus, dass man vielleicht den Hauch einer Ahnung bekommt.<<<

JA, auch wenn das mal wieder niemand glauben möchte, das Herz ist der Sitz menschlicher Beweggründe. UND auch dem ungläubigsten ist es schon einmal widerfahren, das ihm beim Hören bestimmter Musik die Tränen gekommen sind. Woher dieses Phänomen wollt stammt??????? (Ich weiß, es gibt auch hartherzige Menschen)

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@uvondo: Gibt es weich- und hartherzige Menschen ...?

Beitrag  Gast_0007 am Do 05 Jul 2012, 14:35

uvondo:

JA, auch wenn das mal wieder niemand glauben möchte, das Herz ist der Sitz menschlicher Beweggründe. UND auch dem Ungläubigsten ist es schon einmal widerfahren, dass ihm beim Hören bestimmter Musik die Tränen gekommen sind. Woher dieses Phänomen wollt stammt??????? (Ich weiß, es gibt auch hartherzige Menschen)

http://libertalia.forumieren.com/t43p20-sind-die-milliarden-des-esm-eigentlich-echtes-geld#2688
Bei Herztransplantionen achten Mediziner streng darauf, dass ein "hartherziger Mensch" wieder ein "hartherziges" Herz bekommt? Oder kann der Patient wählen? Und kommt es nach Transplantationen zu 'Problemen' dass der (Ehe-)Partner nicht mehr akzeptiert wird? 'Biegt' das die Reha wieder 'grade' ...?

http://de.wikipedia.org/wiki/Reha

Auf was würdest du achten, wenn eine Gehirntransplantation bei dir erforderlich und bereits möglich wäre ...?

Frage an den Mediziner, was mich seit Jahren brennend interessiert: Wie ist eigentlich das 'Wiring' bei einer Herztransplantation, sodass das neue Herz wieder 'anspringt'. Sind die 'Steckverbinder' für die lastabhängige Steuerung genormt ...?

http://de.wikipedia.org/wiki/Bi-Wiring

Kannst du bitte Wikipedia korrigieren: Die Steuerlogik und Weich- oder Hartherzigkeit wird dort nicht behandelt ...



Prinzip der Herztransplantation. Das Spenderherz wird mit den Hohlvenen, der Lungenarterie und der Aorta verbunden

http://de.wikipedia.org/wiki/Herztransplantation

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demo, Du bist nicht so klug wie Du selbst denkst....

Beitrag  uvondo am Do 05 Jul 2012, 14:53

Du liest hier ständig mit, hast also auch mitbekommen, daß ich gegen 15UHR das Haus verlasse. Was machst Du? Du sendest noch kurz vorher einen Beitrag, dessen Beantwortung Du verlangst, eine Beantwortung die Du ohnehin nie verstehen wirst. UND schon wieder entnimmtst Du alles, DANK eigenen Unwissens, auch der Fragestellungen, DEINEM wiki. Merkst Du eigentlich nicht, wie dumm Du agierst. Ich werde Dir darauf antworten, aber erst nach meiner Rückkehr ab Dienstag. UND ohne wiki, rein medizinisch..........
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hallo stringa.

Beitrag  patagon am Do 05 Jul 2012, 18:16

das hier ist dein Strang, deine Frage und dein Thema. Wolltest du darüber reden oder lieber über Merkels Taschen?

Wenn du darüber reden willst, dann tu es doch. Falls das Thema dich interessiert.

Sonst kommt doch immer nur das Gleiche dabei heraus.

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Patagon

Beitrag  stringa am Do 05 Jul 2012, 18:40

ich dächte, ich hätte auf der ersten Seite dieses Strangs mehrfach Meinungsäußerungen von mir gegeben, u. a. eine Antwort nur für dich.

Soll ich jetzt hier lange Monologe halten und die Meinungshoheit beanspruchen, oder was ?

Wenn jemand einen Strang einrichtet, ist er doch nicht dafür verantwortlich, was dort geschrieben wird und vor allem nicht dafür verantwortlich, wenn nichts geschrieben wird.

Ist eben ein sperriges Thema. Ich bin Gott froh, daß ich kein Politiker bin, und jetzt irgendwelche Entscheidungen treffen muß.

Und ebenso froh, daß ich kein Banker bin, die im besten Fall hin und hergerissen werden von den Zwängen des Marktes und ihrem Restbestand an Moral und im schlimmsten Fall, d. h. wenn keine Moral mehr vorhanden ist, erkennen müssen, daß sich das System Kapitalismus selbst auffrißt.

Und was Merkels Tasche betrifft, so hast du vielleicht wieder mal nicht alles gelesen. Wink
Ich finde, daß man so ernste Themen wie die Finanzkrise bzw. den eventuellen Crash eigentlich nur mit ein bißchen Unernst behandeln sollte.

Ich bin von Merkels Handtasche fasziniert ! Smile

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Uvondo ?????

Beitrag  Gast am Do 05 Jul 2012, 20:12

http://libertalia.forumieren.com/t43-sind-die-milliarden-des-esm-eigentlich-echtes-geld#2665
Auch wenn ich in der Regel weiß, wie Menschen ticken, aber ich bin doch sehr verwundert, daß seit stringas Fragestellung Dienstag abend gegen 21UHR bisher nur 18 Kommentare von nur einer Handvoll User zu diesem Thema hier eingegangen sind. Auch wenn es nur Fragen wären......wer nicht fragt bleibt auf alle Zeiten dumm. Wäre dieses Thema etwas zum "Prügeln" wie bei Kachelmann und dem ganzen drumherum, wären wir hier schon bei gefühlten 50 Seiten. Das sind die Interessenlagen der Kleingeister, die meinen, wenn nichts mehr geht, dann haben wir ja noch das soziale Netz. Was ist, wenn das auch nicht mehr funktioniert? Bei solchen Menschen frage ich mich immer, was machen die, wenn sie morgens aufwachen und feststellen das sie tot sind.........................Hört sich jetzt blöd an, aber mit genau dieser Klientel haben wir hier zu tun. Nichts hören, nichts sehen und nur nicht darüber nachdenken, was wäre wenn..................Und wenn nichts mehr geht, haben wir ja noch das Thema K...................traurig aber wahr..

Weißte, Uvondo, ich find die Aussage schon ziemlich merkwürdig. Es definiert sich ja nicht jeder über Geld, was er hat oder vielleicht auch nicht. Über Geld, was der Staat hat oder auch nicht. Über künstlich erzeugte "Bedürfnisse" oder nicht......

Warum ich z.B. mich zu diesem Thema eigentlich nicht äußern will? Es geht um "totes Geld" Wink ....eigentlich hat diese Welt ganz andere Probleme, die eher früher als später , worüber Du (?) dich aufregen kannst oder nicht, allen Lebewesen hier um die Ohren fliegt...mit oder ohne Kohle......ob Angelas Handtasche dafür ausreicht, draufgeht oder nur über den 'Jordan'......ist eigentlich schnuppe.....

Das , was wirklich wichtig wäre, kann man nicht mit Geld kaufen, das war schon immer so und vielleicht wäre es gar nicht schlecht wenn diese "Wohlstandjammerei" endlich aufhört...es ist einfach nur erbärmlich....sorry...

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Stringa

Beitrag  Gast am Do 05 Jul 2012, 20:20

Und ebenso froh, daß ich kein Banker bin, die im besten Fall hin und hergerissen werden von den Zwängen des Marktes und ihrem Restbestand an Moral und im schlimmsten Fall, d. h. wenn keine Moral mehr vorhanden ist, erkennen müssen, daß sich das System Kapitalismus selbst auffrißt.
Question
Na ja, nun kann man es halten wie ein "Dachdecker", der ja auch bestimmt, was 'n Meter ist.... Wink
Ob der "Kapitalismus" jemals mit Moral zu tun hatte? Glaub ich nicht, wahrscheinlich wie jedes andere System, solange es Menschen gibt.

Ich halte eher den "Kapitalismus" außer Rand und Band weil es kein Gegenpol mehr dazu gibt und deshalb "frißt er sich selber auf", das würde aber genau so für jedes andere System ( und alles andere ) gelten, wenn es in der gleichen "Situation" ist. Dann findet sich wieder etwas "Neues", was wieder den Gegenpart braucht um eine Weile zu überleben.....solange die Menschen nicht schlauer werden.... Wink

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Stringa,

Beitrag  patagon am Fr 06 Jul 2012, 07:47

Da muss ich mich falsch ausgedrückt haben.
Ich denke nicht, dass es etwas mit Meinungshoheit (was für ein dummes Wort) zu tun hat, wenn man seinen Standpunkt klar darlegt.

Die Frage ist aber interessant und regt zum Nachdenken an.


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Schwarzer Peter

Beitrag  laga am Fr 06 Jul 2012, 16:19

Hier eine Zusatzinfo, auch über die Organisatoren:

http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article2330730/Schaeuble-uebt-harsche-Kritik-an-Oekonomen-Protest.html

Klar, dass so etwas gegen die Interessen von Schäuble & Co ist!
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Schwarzer Peter, vielen Dank

Beitrag  stringa am Fr 06 Jul 2012, 16:34

Den Artikel in der Faz hatte ich auch schon gelese, wir habenn die abonniert. Er bestätigt wieder mal sehr schön, daß was ich früher schon mal postete, vom Expertensessel aus ist leicht recht haben. Ja, sicher, sie haben recht, nur was sie nicht sagen, was um Himmels willen denn ein Politiker jetzt tun sollte.
Das Höchste, wozu sie sich versteigen, ist zu sagen, "die Politik sollte jetzt..."
Ich stelle mir schon immer einen einzelnen Politiker vor, der durchaus derselben Meinung sein kann wie o.a.
Sachverständige, aber das muß man doch auch erstmal durchkriegen. Kein Politiker kann heutzutage einfach befehlen, so ist das eben leider in der Demokratie.

Und der Artikel aus dem Handelsblatt finde ich auch sehr interessant. Natürlich völlig einseitig von Wirtschaftsseite aus und beschreibt sehr schön, wie Wirtschaftswissenschaftler derartiges Denken schon völlig verinnerlicht haben.
Außer den "Zwängen des Marktes" scheint es auch einen "Denkzwang im Kopf" zu geben.

Zu behaupten, er habe weniger Angst vor dem Markt als vor Staaten, ist schon ein bißchen gewagt, besonders wenn man sich wie dieser Bernhard Scherer Finanz- und Wirtschaftsfragen zum Beruf gemacht hat.

Er sollte es doch am besten wissen, der Finanzmarkt, wie er heute ist, ist ein Monster, da hatte Herr Köhler schon recht, und ein blindes noch dazu und auch in sich selbst hilflos, da er sich selbst so gefesselt hat, daß es nur in eine Richtung weitergeht.

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Norbert Lammert auf dem Punkt: Bloß keine Experten, sondern Schauspieldemokraten ...

Beitrag  Gast_0007 am Sa 07 Jul 2012, 18:32


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Ein längerer Gedanke über die Menschen

Beitrag  Freizeit am Do 12 Jul 2012, 11:09

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moin moin Freizeit

Beitrag  uvondo am Do 12 Jul 2012, 13:30

Ein großes Lob an Dich, daß Du dieses Video hier reingestellt hast. Hoffentlich nehmen sich ein paar "Weltverbesserer" einmal die 2 Stunden Zeit und hören sich das einmal an, und noch wichtiger, sie sollten dann auch versuchen zu verstehen, was dort erklärt wird. Genaugenommen erzählt der das, was ich seit über 2 Jahren versuche hier unterzubringen, aber leider immer abgewürgt wurde. Danke, sehr gut, das erspart mir weitere Versuche.....................................
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Freizeit,

Beitrag  stringa am Do 12 Jul 2012, 13:41

vielen Dank für dieses Video !
Ich habe jetzt 15 Minuten reingehört und jetzt schon beschlossen, daß ich heute nachmittag alles hören werde.
Klingt sehr sehr kompetent und vernünftig und scheint die Gedanken, die ich mir persönlich auch schon gemacht habe, aufzunehmen und weiterzuführen.

Bin schon echt gespannt auf das Ganze. Toller Tipp ! Top! Top! Top!
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Stringa

Beitrag  Freizeit am Do 12 Jul 2012, 14:03

Bitte gern geschehen.

Vermutlich bekommst du in diesem Video von Andreas Popp eine Antwort, einfach und sachkundig erklärt, auf deine Eingangs-Frage in diesem Strang.

Auch wirst du vielleicht einige wirtschafliche und politische Fragestellungen mal anders sehen können und nicht alles auf die primitive und vage Formel "Schauspieldemoktratie" (was es nicht gibt) zu "reduzieren". Andreas Popp klärt da auch auf seine verständliche Art auf. Blümchen!

Es zeigt mir auch, dass es noch gut ausgebildete Wirtschaftsführer gibt, welche selbständig denken und das auch sagen können (und noch dürfen) und eine ehrliche (zumindest nach Aussen) Persönlichkeit geblieben ist.

Keine Regel ohne Ausnahme. Hut ab! Aber wo gibt es die heute noch? Die kannst du nur per Zufall antreffen Prost!
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Lieber Freizeit

Beitrag  stringa am Do 12 Jul 2012, 14:35

dieses ganze Portal "Wissensmanufaktur" scheint überaus interessant zu sein.

Ist schon komisch, wenn man jung ist, interessiert man sich für Dinge wie Religion, Soziologie, Psychologie usw. und meint damit die großen Menschheitsfragen klären zu können, und wenn man älter geworden ist, kommt man drauf, daß Biologie und Volkswirtschaft einem schon damals hätten alles beantworten können.

Ich freu mich schon drauf, alles zu erforschen. Nochmals danke Smile
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@Freizeit: Will die kleine Runde nicht groß stören, aber ...

Beitrag  Gast_0007 am Do 12 Jul 2012, 16:47

... bist die sicher, verstanden zu haben, was ich unter schauspieldemokratischen Konzepten verstehe? Ich mein', ganz so scharf ist der Begriff nicht (im Kern nur eine (propagandistische) Klarlackebene mit Augenstreusand für die Bevölkerung und dazu gehörig eine darunterliegende, tief in Kanalsystemen verborgene Expertenebene der realen Katastrophen), oder ...?

Ist der demokratische Grundgedanke nicht gerade, dass die oben machen, was die unten wollen? Gehört dazu auch ein (möglichst) korrekter, vollständiger und transparenter Informationsrückfluss von oben nach unten ...?
Freizeit:

Auch wirst du [stringa] vielleicht einige wirtschafliche und politische Fragestellungen mal anders sehen können und nicht alles auf die primitive und vage Formel "Schauspieldemokratie" (was es nicht gibt) zu "reduzieren". Andreas Popp klärt da auch auf seine verständliche Art auf.
Blümchen!

http://libertalia.forumieren.com/t43p40-sind-die-milliarden-des-esm-eigentlich-echtes-geld#3109
Du solltest nicht davon ausgehen, dass Andreas Popp bereits meine Terminologie übernommen hat. Aber verstehst du, was er ab 22:30 Min. sagt ...?


http://www.youtube.com/watch?v=1rvPPxnITzU&feature=player_embedded

Wie wäre es denn mit einem Zuschauerbrief, ob Popp mit dem Begriff Schauspiel- demokratie etwas anfangen kann? Was meinst du, würde er antworten ...?

Du musst mal Angela Merkel gut zuhören (und verstehen), weil sie das Ei des Kolumbus deutlich nennt: "Vertrauen in die Geldmärkte stärken/wiederherstellen". Und je doofer einer ist, um so länger hat er bei zunehmender Staatsverschuldung "Vertrauen in die Geldmärkte". Kennst du Schneeballsysteme? Was haben die mit Wachstum zu tun? Und warum ist Wirtschaftsexperten das Wachstum immer wichtig ...?

http://de.wikipedia.org/wiki/Schneeballsystem

Wenn uvondo - er ist der wirtschaftswissenschaftlich Kompetentere von euch beiden? - die Sendung zu Ende gesehen hat, möge er mir bitte mitteilen, ob Andreas Popp auch stabile Wirtschaftsysteme mit negativem Wachstum behandelt.

http://libertalia.forumieren.com/t43p40-sind-die-milliarden-des-esm-eigentlich-echtes-geld#3106
Und bereits die Antwort kennt auf die Frage, was die anderen machen, wenn die Produktivität so hoch ist, dass bereits 25(?)% der Weltbevölkerung alle Produkte, Dienstleistungen & Co. der Weltbevölkerung erwirtschaften können. 'Bespaßen' sich die restlichen 75 % dann gegenseitig? Möchtest du unter denen sein? Oder ist die 'Bespaßung' dieser 75 % gar kein 'Spaß' mehr ...?

Ach so, den ganzen 'Scheiß' mit dem Giralgeld, Weltwirtschaftkrise, Goldmark, Rentenmark, Reichsmark, Währungsreformen, Deutsche Mark & Co. hatte ich bereits zweimal(?) patagon erklärt. Er weiß jetzt zumindest, was "Buchgeld (Giralgeld)" ist. Ich war richtig überrascht und erfreut ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Giralgeld

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Die Analyse und Vision von Andreas Popp

Beitrag  Lobelie am Fr 13 Jul 2012, 00:41

Ich habe mir diesen Vortrag von Andreas Popp jetzt auch angehört – und wenn ich auch nicht alles nachvollziehen konnte, so erschien mir seine Tendenz doch plausibel. Ich selbst habe das Thema bislang nur angerissen – auch deshalb, weil ich das Ganze noch nicht durchschaue und nur wußte, daß die zögerliche und dogmatische Haltung der Bundesregierung falsch war – da es ja immer nur um die Psychologie der Märkte geht, wäre eine effektive systemimmanente Strategie spätestens 2011 angebracht gewesen:

13.6.2012:

Es mag wichtigere Themen geben. Die Eurokrise beispielsweise, auch Finanzkrise, am liebsten aber Schuldenkrise genannt, die durchs Armsparen des Volkes, Reduzierung der staatlichen Steuereinnahmen und Abwürgen der Wirtschaft geheilt werden soll. Geht’s noch dümmer? Das kann doch allenfalls kurzfristig im Billiglohnland eines Exportweltmeisters klappen, der auf Binnennachfrage nicht groß angewiesen ist… Einzig genial in diesem Tollhaus war die Strategie der Finanzmarktlobbyisten, die es vermochten, das Wort Bankenkrise klammheimlich aus dem Diskurs zu entfernen. Das hat bis vor wenigen Tagen geklappt. Jetzt, wo Spaniens Banken wanken, ist das Wort endlich wieder im Spiel.
[…]
Werfen nur noch einen kurzen Blick zurück und fragen uns, was gewesen wäre, wenn Dominique Strauss-Kahn der Kanzlerin am 15.5.2011 massiv klargemacht hätte, daß Griechenland sofort geholfen werden müsse, um den Dominoeffekt zugunsten der gegen die Eurozone Spekulierenden zu vermeiden: wäre sie dann endlich endlich bereit gewesen, der widerlichen anti-Griechenland-BILD-Kampagne entschlossen die Stirn zu bieten?
http://gabrielewolff.wordpress.com/2012/06/13/deutschland-gegen-portugal-und-viecher-bluhgut-fusball-und-garten-als-welt-in-der-nusschale/

Aber das ist eine Kritik, die sich auf die real existierenden Verhältmisse bezieht und innerhalb deren Logik funktioniert. Die ich allerdings nie eingesehen habe: denn wieso muß die Wirtschaft eigentlich immer wachsen, damit alles gut ausgeht? Zumal es ja nicht stimmt, daß es den Menschen gutgeht, wenn es der Wirtschaft gutgeht. Der geht es nur gut, wenn die Stücklohnkosten sinken, und der seit mehr als zehn Jahren andauernde Lohnverzicht der arbeitenden Klasse, die Zunahme von prekären Arbeitsverhältnissen und minderbezahlter Leiharbeit ist die Basis ihres Erfolges in Deutschland. Die bewußt herbeigeführte Verelendung der nicht-produktiven Menschen durch Hartz IV hat die der Wirtschaft dienlichen Leichtlohngruppen noch einmal verstärkt, ohne ihr Fachkräfte zuzuliefern: was soll daran positiv sein?

Was mich an dem Vortrag von Andreas Popp am meisten erschreckt hat, ist seine Darstellung des ESM-Vertragstextes, der in den Mainstream-Medien noch nie eingehend dargestellt und analysiert wurde. Da soll ein Gouvernement installiert werden, das verklagen kann, selbst aber immun ist. Das 700 Milliarden Euro beansprucht, und dessen Anforderungen von den EURO-Mitgliedsstaaten binnen 7 Tagen erfüllt werden müssen. Ohne demokratisch legitimierte Überprüfungen, ob die Anforderung rechtens ist, ohne Kontrollmöglichkeit, ob die Auskehrung effektiv wirkt.

Solche Details erfährt man nicht aus der Presse, sondern von Blogs, die einen vertraulichen Vertragstext mit Stand vom 23.1.2012 veröffentlichen (ob der heute noch aktuell ist, kann ich nicht sagen - und warum sowas vertraulich ist, schon gar nicht):

ARTIKEL 4
Aufbau und Abstimmungsregeln

1. Der ESM hat einen Gouverneursrat und ein Direktorium sowie einen Geschäftsführenden
Direktor und andere für erforderlich erachtete eigene Bedienstete.

2. Der Gouverneursrat und das Direktorium beschließen nach Maßgabe dieses Vertrags in
gegenseitigem Einvernehmen mit qualifizierter Mehrheit oder mit einfacher Mehrheit. Bei allen Beschlüssen ist die Beschlussfähigkeit erreicht, wenn zwei Drittel der stimmberechtigten Mitglieder, auf die insgesamt mindestens zwei Drittel der Stimmrechte entfallen, anwesend sind.

ARTIKEL 8
Genehmigtes Stammkapital
1. Das genehmigte Stammkapital beträgt 700 Milliarden EUR. Es ist aufgeteilt in sieben
Millionen Anteile mit einem Nennwert von je 100 000 EUR, die gemäß dem in Artikel 11
vorgesehenen und in Anhang I berechneten Erstbeitragsschlüssel zur Zeichnung zur Verfügung stehen.

Artikel 9

4. Das Direktorium beschließt die ausführlichen Regelungen und Bedingungen, die für
Kapitalabrufe nach Maßgabe dieses Artikels gelten.

ARTIKEL 10
Veränderungen des genehmigten Stammkapitals

1. Der Gouverneursrat überprüft das maximale Darlehensvolumen und die Angemessenheit des genehmigten Stammkapitals des ESM regelmäßig, mindesten jedoch alle fünf Jahre. Er kann beschließen, das genehmigte Stammkapital zu verändern und Artikel 8 und Anhang II entsprechend zu ändern. Dieser Beschluss tritt in Kraft, nachdem die ESM-Mitglieder dem Verwahrer den Abschluss ihrer jeweiligen nationalen Verfahren notifiziert haben. Die neuen Anteile werden den ESM-Mitgliedern nach dem in Artikel 11 und Anhang I vorgesehenen Beitragsschlüssel zugeteilt.

http://eurodemostuttgart.files.wordpress.com/2012/01/120123-esm-vertragstext.pdf

Dies eine kleine Auswahl aus dem Vertragstext, die vor Augen führt, daß hier eine Institition eingeführt werden soll, die jegliche demokratische und nationale Kontrolle aushebelt – da kann man wirklich nur noch auf das BVerfG hoffen…

Popp schwebt eine mir sehr sympathische humanistische Utopie vor, die den Vorzug hat, dem gescheiterten Kapitalismus ein Gegenmodell entgegenzusetzen, das sowohl den Menschen als auch der Umwelt nützt; und nebenbei räumt sie auch mit dem Unfug auf, daß bezahlte Arbeit an sich etwas mit dem Selbstwertgefühl des Menschen zu tun habe – wo doch jeder weiß, daß abhängige Tätigkeit destruktiv sein kann, individuell wie auch gesellschaftlich. Daß Familienarbeit das wertvollere Gut ist, weiß auch jeder –: daß sich Frauen wie Männer minderwertig fühlen, wenn sie diese Arbeit leisten, liegt allein daran, daß diese Arbeit nicht bezahlt wird. Da hat Popp recht: erst das bedingungslose Grundeinkommen führt zur Wahlfreiheit, ob man sich frei für Sinnvolles oder für mit innerer Kündigung begleiteter entfremdeter Arbeit entscheidet. Es ist beileibe nicht die Mehrheit, die ›Arbeit‹ mit Selbstverwirklichung verbinden kann.

http://www.wissensmanufaktur.net/media/pdf/plan-b.pdf

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Lobelie

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Re: Sind die Milliarden des ESM eigentlich echtes Geld

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