Neuerscheinungen - kurz vorgestellt

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Neuerscheinungen - kurz vorgestellt

Beitrag  Oldoldman am Fr 08 Jun 2012, 15:32

das Eingangsposting lautete :

Im Rahmen des literarischen Reißwolfes will ich nicht verabsäumen, auf eine soeben auf den Markt gekommene Neuerscheinung hinzuweisen. Dies ist zugleich die Anregung für andere User, sich ebenfalls durch den Bücher-Djungel zu kämpfen und den einen oder anderen Tipp hier zu veröffentlichen.

Und hier mein Lesevorschlag für das Wochenende:

Reginald Rostfrei
Lustro Submersus

Dieses kleine Buch, das durch seine Hintergründigkeit und sprachliche Eleganz besticht, entführt seine Leser in eine andere Welt. Es vermittelt trotz aller Stringens tiefere Einblicke auch in die eigene Gedankenwelt, denn es regt an, während der Lektüre den eigenen Gedanken nachzugehen.

Das Buch ist als eBook zum freien Download erhältlich und zwar:
  1. als PDF-Datei unter
    Lustro+submersus.pdf
  2. und für den eBookreader als EPUB-Datei unter
    Lustro+submersus.epub


Viel Vergnügen bei der Lektüre! study
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Oldoldman

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Whow, Freizeit,

Beitrag  stringa am Mo 19 Nov 2012, 14:34


wo hast du denn den Text her ?

(Oder müssen wir den Autor erraten ?)
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stringa

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@Stringa: nicht im Seniorenheim...

Beitrag  Oldoldman am Mo 19 Nov 2012, 15:09

... ist Justus gelandet. Harry hat mir aus seinen unbearbeiteten Manuskripten dazu noch folgendes zur Verfügung gestellt:
Der Wagen setzte sich langsam in Bewegung. Mit viel Hin und Her steuerte Harry das Gefährt über den unbefestigten sandige Weg, dessen Spuren zum Teil tief ausgefahren waren. So tief, daß man den spärlich Grasbewuchs am Boden schleifen hörte. Währenddessen wanderte die Mühle achteraus und, da der Wagen den Hügel hinab fuhr, entschwand sie gänzlich dem durch das Heckfenster wahrnehmbaren Ausschnitt.

Justus hatte eigentlich in der Mühle sterben wollen. "De verlaat ick blots mit de Fööt vöran." hatte er immer gesagt. Doch nun war es anders gekommen. Nach langem Reden war er zu der Einsicht gelangt, daß dies kein Ort für den alten Mann und den jungen Sonderling war. Die Schaapschietmöhl war keine jener prächtigen Holländermühlen, deren Wände bis hinauf ins erste Obergeschoß aus rotgebrannten Ziegeln bestanden. Es war eher einer jener hölzernen Bockmühlen, jedoch erweitert um 2 Gemächer, die Justus immer passend für sich empfunden hatte. Daneben gab es noch ein kleines Stall- und Waschhaus mit der Gesellenwohnung. Hier hätte er einziehen können, doch das mochte er, der er sein Leben lang in der Mühle gelebt hatte, nicht tun. Schließlich hatte er beschlossen, dem Anerbieten seiner Schwester unten im Dorf zu folgen und Wohnung in ihrem Hause zu nehmen. Seine Schwester war seit Jahren verwitwet und sie war die einzige, ihm verbliebene Anverwandte. Ihr Haus, wenngleich es nicht sehr groß war, bot jedoch reichlich Platz für die beiden anspruchslosen Geschwister und überdies den Vorzug, nicht als Altenteiler auf dem Mühlenhof ständig dem jungen Müller in das Handwerk zu reden. Und diese Gefahr, das hatte er eingesehen, bestand bei Justus, denn er konnte überaus unleidlich werden, wenn die Dinge nicht exakt so verliefen, wie er sie sich vorgestellt hatte. Auf die Naturgewalten, wie den Wind, da hatte man keinen Einfluß, da mußte man sich in Geduld üben. Aber, ob das Mahlgut von rechts oder links eingefüllt wurde, das war für Justus eine Prinzipienfrage. Wer von links einfüllte, der konnte kein rechter Müller sein, dessen war Justus überzeugt. Und so lag es nahe, mit den üblichen Gepflogenheiten des Altenteilertums zu brechen und zur Schwester, mit der er herzlich verbunden war, zu ziehen und fortan das Geschehen auf der Mühle nur noch aus großer Distanz zu betrachten.
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Oldoldman

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@Stringa: ich hab's gefunden!

Beitrag  Oldoldman am Mo 19 Nov 2012, 15:26

Der Text stammt von einem Kurt-Jürgen Voigt, geboren am 22.7.1926 in Wilhelmshaven.
Vater Marineoffizier. Normale Schule, Abitur, Hitlerjunge, Marineartillerist, Gefangenschaft. Nachkriegsjahre in Kiel. Buchhändler, Verlagskaufmann. Ab 1960 Redakteur und Autor für Dokumentarfilme im Fernsehen.
Bertelsmann-Fernsehproduktion, Windrose-Dumont-Time, Hanseatic-Contakt Film, Deutsche Wochenschau. Nach 1990 Lehrbeauftragter für Medienkunde und Fotografie an den Universitäten Hamburg, Bonn, Bochum. Autor verschiedener Sachbücher.

Er wurde aufgeschrieben am 21. Juli 1944 und am 29.08.2012 veröffentlicht in der Erinnerungswerkstatt Norderstedt.

vgl.: http://www.erinnerungswerkstatt-norderstedt.de/artikel/551_jv.htm
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Na gut, Oldoldman, wenns denn mal so is...

Beitrag  stringa am Mo 19 Nov 2012, 15:30

Aber ich mach mir schon Gedanken, wenn Harry jetzt so ganz allein lebt.

Nach der Erzählung, die wir letzte Nacht von ihm lesen konnten, hat er doch alles, was man zu trauter Zweisamkeit braucht, Gefühl für Romantik, praktisches Denken und sogar Leidenschaft, wenn ich an die schlaflosen Nächte denke.

Ich wünschte, eine passende Lebensgefährtin, blond, mittleres Alter, Aussteigerin, alternativ in der Lebensführung, Woll- oder Loden-gekleidet, aber mit dem entsprechenden geistigen Niveau würde sich finden.

Harry müßte sich eigentlich nur auf den Bio-Bauernhöfen, die er mit Schaapschiet beliefert, ein bißchen umgucken.

Oder, wenn da nichts Passendes zu finden ist - du weißt ja, Oldoldman, ich bin eine ältere Dame und die stiften nun mal zu un zu gerne Ehen oder wenigstens Lebensabschnitt-Partnerschaften.

Ich hätte eine Kusine im passenden Alter anzubieten, also das heißt, wenn Harry will und nicht Einsiedler aus Überzeugung ist.
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Mein Gott, Oldoldman, bist du gut - jetzt aber, Freizeit,

Beitrag  stringa am Mo 19 Nov 2012, 15:34


das verdient doch wirklich eine Belohnung, mindestens einen Beutel Schweizer Kräuterzucker oder was das für Dinger sind, wo´s in der Werbung immer heißt "Wer hat´s erfunden ?" Very Happy
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@Stringa: Harry und die Frauen...

Beitrag  Oldoldman am Mo 19 Nov 2012, 16:26

... das ist mit Sicherheit ein ganz besonderes Thema. Wir kennen ihn zu wenig und müssen von seinen "Helden" auf den Autor schließen. Und da wird es schon schwierig. Einerseits scheint er ein Mann in den besten Jahren zu sein, andererseits könnte er auch ein jugendlicher Sonderling sein. Nun, das "jugendlich" ist, nachdem er ja hier und da studiert und auch eine Weile als Chauffeur gearbeitet hat, sicher etwas übertrieben. Doch die Altersspanne innerhalb er anzusiedeln ist, wäre doch nicht unbeträchtlich. Ob da die Cousine wirklich im passenden Alter ist? Question Question Question

Aber vielleicht bewirbt er sich ja bei "Bauer sucht Frau" affraid Er müßte sich doch nur ein paar Karnickel zulegen (zugleich als Bereicherung des Speiseplans), um dann als "der liebevolle Schaapschietsmöller und -wirt" angepriesen zu werden. Nur bedarf es für das Leben "Op de Möhl", wie ich fürchte, eines sehr handfesten und robusten Typus Frau Shocked Ob da die 30-jährige Zahnarzthelferin aus dem Mittelfränkischen, die sich Harry ob ihrer reichlich vorhandenen weiblichen Attribute (er ist, soweit ich es den Texten entnommen habe, mit Sicherheit kein Kostverächter) für die "Hofwoche" aussuchen würde, so wirklich paßt???? scratch

Bei den Töchtern der Bio-Bauern käme es wohl auf die im Hemdkragen eingenähte Hektarzahl an ("Liebe vergeht - Hektar besteht!"). Und selbst da vermute ich mal Schwierigkeiten. Denn schließlich ist er ja (auch) Autor - da bleibt nicht viel Zeit für die Bewirtschaftung von Ländereien...

Du siehst, Du wirst in Deinem Bestreben, Ehen oder zumindest doch Lebensabschnittspartnerschaften zu stiften, vor eine echte Herausforderung gestellt Laughing
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Tja, schade für meine Kusine, aber wenn du meinst...

Beitrag  stringa am Mo 19 Nov 2012, 16:52


Hier noch ein anderer Vorschlag,
wie man dem Video entnehmen kann, könnte er sogar mehr als nur eine abkriegen Laughing

http://www.youtube.com/watch?v=KGN8-rNeX9A
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Stringa, Deine Cousine...

Beitrag  Oldoldman am Mo 19 Nov 2012, 18:05

... wird angesichts des von Dir verlinkten Angebotes keine Not haben, den passenden Partner zu finden Smile
Harry müßte eigentlich nur aufpassen, nicht auf den Pferdemarkt zu geraten, um womöglich vom ortsansässigen Schlachter für die Wurst aufgekauft zu werden Shocked
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Mal ganz was anderes, Oldoldman

Beitrag  stringa am Mi 21 Nov 2012, 14:15

Da ich grad schon in der Küche bin und ein bißchen Kohl geschnippelt habe (heute abend gibts bei uns Borschtschschtscht mit viel sch und Gemüse und Rote Bete), was macht eigentlich dein Kochbuch ?

In der Kombüse nix, hier nix, wo isses? bounce Very Happy

Wo du dich jetzt eh´schon mit Büchern beschäftigt hast study .
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Re: Neuerscheinungen - kurz vorgestellt

Beitrag  Oldoldman am So 02 Dez 2012, 22:01

Advent, Advent, das erste Lichtlein brennt! Der Advent ist die Zeit der Bücher. Einerseits ergeben sich jetzt die gemütlichen Abende beim Kerzenschein des Adventskranzes, die zum Lesen einladen, andererseits soll das Buch einer neueren Umfrage zur Folge immer noch eines der beliebtesten Weihnachtsgeschenke sein.
Da ich mir sicher bin, daß der eine oder andere Leser des literarischen Reißwolfes noch auf der Suche nach einem passenden Geschenk ist, mag er vielleicht hier fündig werden, etwa dadurch, daß in den Neuerscheinungen selbst eine Anregung für ein Geschenk verborgen ist. In diesem Zusammenhang möchte ich den geneigten (aber auch den abgeneigten, wie auch den ungeneigten) Leser auf ein soeben erschienenes Werk aufmerksam machen.

Das letzte Werk dieses Autors war in die Kritik geraten, weil das Ende als arg prosaisch empfunden wurde. In dem jetzt erschienen Werk schlägt der Autor einen ganz anderen Weg ein.

Anzeigen, zumal die mutmaßlich falschen, haben in den letzten Jahren die Öffentlichkeit nachhaltig beschäftigt. So beweist der Autor, der auch als Meister des Belanglosen gerühmt wird, Aktualität, indem er sich in beispielhafter Form verschiedener Arten von Anzeigen annimmt. In seiner ihm eigenen Art des subterranealen sprachlichen Manierismus spannt er einen weiten Bogen von strafrechlicht relevantem Tun bis zur kritischen Analyse der dörflich-bürgerlichen Gesellschaft und den Leser damit auf die Folter.

So empfehle ich dem staunenden Publikum das Buch,

Harry Wagenvoer
Anzeigen
das als eBook zum freien Download erhältlich ist und zwar:

als PDF-Datei unter
Anzeigen.pdf

und für den eBookreader als EPUB-Datei unter
Anzeigen.epub
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Hach!

Beitrag  Lobelie am So 02 Dez 2012, 22:22

Harry Wagenvoer ist zwar ein ziemlicher Umstandskrämer, ein Liebhaber der Literatur des 19. Jahrhunderts, aber die geradezu kühne Romantik am Schluß - herzerwärmend...

Blümchen!
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Na, das finde ich ja wunderbar,

Beitrag  stringa am So 02 Dez 2012, 22:37

Harry Wagenföhr auf Herzens-Pfaden.

Hat mich doch immer wieder beunruhigt, wie der da so mutterseelenallein auf seiner Möhle haust.

Ich unterstelle natürlich, daß ein gewisser autobiographischer Bezug da ist und es sich nicht nur um reine Wunschträume des Autors handelt. Bei Schriftstellern weiß man ja nie...!

Ich hoffe nur, daß er mit der Dame seines Herzens nicht solche Umstände macht wie mit seinem Gartenzaun, dafür haben ja nicht alle Frauen Verständnis.

Aber da diese Dame, so wie er sie beschrieben hat, anscheinend außerordentlich patent ist, ergänzt sich das vielleicht sehr schön, das eher kontemplative scheue, fast schon reh-hafte Naturell des Mannes und die zupackende direkte Art der betreffenden Dame.

Das einzige, was mich jetzt noch beschäftigt, sind die genauen Wohnumstände des Harry W.
So ganz als Einsiedler wohnt er ja offenbar nicht, da eine Autostraße an seinem Anwesen vorbeiführt und er von einem Dorf spricht, in das er ja integriert zu sein scheint.

Gartenzaun spricht ja eigentlich schon sowieso für eine Wohnlage, in der es nötig ist, sich abzugrenzen. Oder fühlt sich der sensible Autor nur hinter Zäunen wohl. Man weiß es nicht, aber vielleicht öffnet er sich ja in seinen Büchern mehr und mehr.

(Es sei denn, er erfindet alles Very Happy Very Happy Very Happy Very Happy )
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Du, Stringa,

Beitrag  Lobelie am So 02 Dez 2012, 22:42

ganz im Vertrauen: Fiktion ist Fiktion, und wie frei diese Erfindungen sind bzw. waren, ermitteln die Biographen des Autors nach seinem Tode. Und da müssen wir uns hoffentlich noch lange gedulden. Very Happy
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Ja, sicher, Lobelie

Beitrag  stringa am So 02 Dez 2012, 23:01

ich traue H. Wagenföhr schon auch Erfindungsgabe zu, aber er schreibt ja doch in der Ich-Form, in der man nach meiner Erfahrung doch etwas mehr preisgibt als wenn jemand einen Fantasy-Roman verfaßt.

Schließlich beschreibt er ja durchaus reale Dinge, Gartenzäune, Baumärkte, Kleinanzeigen usw.

Ich hab´mir einfach so ein Bild von ihm gemacht, was nur auf der Art beruht, in der er schreibt.

Wart´s nur ab, noch drei weitere Bücher und ich werde eine Charakterstudie über ihn anfertigen Very Happy
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Die Ich-Figur,

Beitrag  Lobelie am So 02 Dez 2012, 23:12

ja, die verführt zu Kurzschlüssen. Es ist aber alles ganz anders!

Weißt Du, hinter welchen Ichs ich schon gesteckt habe? Da gab es nähere, aber auch sehr weit entfernte (um nicht zu sagen: komplette Antipoden, vom pubertierenden Sexualmörder bis zur paranoid-wahnhaften Alten - Steilvorlage für SP, ich weiß, geschenkt, Very Happy ). Das ist eben das Wunderbare an Fiktion. Wenn man sie beherrscht. 984/m198/neutral beispielsweise beherrscht sie nicht. Seine Versuche, sich als jungen Studenten auszugeben, überzeugen keinesfalls...

Und Oldy ist auch kein Profi: sein Harry-Ich wird doch eigentlich nur durch den historisierenden Stil zusammengehalten; aber als Literaturdetektive werden wir der Figur schon noch auf die Schliche kommen.

study study study
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Vielleicht

Beitrag  stringa am So 02 Dez 2012, 23:26

sollte ich doch mal ein gewissen Widerstreben überwinden und eins deiner Bücher lesen.

Die sind (vielleicht nicht ganz zufällig) an mir vorbeigegangen, da ich ja mehr auf die exotischen Krimis stehe oder die klassischen "Whodonits", was ich eigentlich gar nicht kenne, ist die normale deutsch-sprachige Krimi-Szene.

Aber irgendwie müßte ich mich glaub´ich auch dazu überwinden, ist es doch etwas anderes, als ein Buch eines Wildfremden zu lesen.
Ich denk noch ein Weilchen drüber nach, erst kommt die Charakterstudie von Harry Wagenföhr Very Happy .
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Hallo, Oldoldman

Beitrag  stringa am Mo 03 Dez 2012, 17:02

stringa schrieb:Da ich grad schon in der Küche bin und ein bißchen Kohl geschnippelt habe (heute abend gibts bei uns Borschtschschtscht mit viel sch und Gemüse und Rote Bete), was macht eigentlich dein Kochbuch ?

In der Kombüse nix, hier nix, wo isses? bounce Very Happy

Wo du dich jetzt eh´schon mit Büchern beschäftigt hast study .

Vielleicht hast du´s ja nur überlesen, deswegen frag ich einfach noch mal. Du mußt natürlich nicht antworten, dann sortiere ichs unter "TabuThemen" ein und laß es ruhen Very Happy Embarassed
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Oh ja, stringa, mach mal eine Charakterstudie...

Beitrag  Oldoldman am Mo 03 Dez 2012, 17:18

@stringa:
Ich kenne Harry ja auch erst seit Kurzem, etwa zeitgleich mit seinem Auftauchen hier. Mein Vorteil allerdings, ich habe ein recht genaues Bild von der Mühle und dem Sonderling Harry, der übrigens unter die Decke gehen würde, sähe er Dein "Wagenföhr". Er leidet nämlich ziemlich unter seinem Namen mit dem, was er stets betont, niederdeutschen Dehnungs-E. Harry, Spitzname: "fahr' schon mal den Wagen vor", ist in der Tat ein ganz eigener Mensch. Daher würde mich Deine Einschätzung seiner Person sehr interessieren Laughing

Ich kann nur sagen, daß er meines Wissens noch nie einen Gartenzaun errichtet hat. Jedenfalls befindet sich entlang der Mühle nur ein alter Weidezaun, der allerdings einige Beschädigungen aufweist, weil der sandige Feldweg an Wochenenden von der Dorfjugend auf dem Heimweg von der Disco im Nachbarort im angetrunkenen Zustand als Schleichweg benutzt wird (jetzt vermutlich nicht mehr, weil das Jungsvolk davon ausgehen muß, daß die Polizei hier mitliest...).
Und ob er da auf Herzens-Pfaden wandelt... Question Question Ganz bestimmt wandelt er auf Trampelpfaden und das mit Plattfüßen Very Happy

Stringa, das mit dem Kochbuch habe ich gelesen. Ich muß da leider noch etwas dran arbeiten, weil es dann doch recht umfangreich ist. Die dazugehörige Datei kann, wenn man nicht aufpaßt die 5 MB-Grenze des Servers sprengen. Daher muß ich das Buch in kleinere Häppchen zerlegen... Aber, das sei Dir gesagt, es ist in Arbeit. Und da das eine eher praktische Geschichte ist, lasse ich den Harry nicht ran Laughing
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Wie konnte ich nur ...!

Beitrag  stringa am Mo 03 Dez 2012, 17:38

das tut mir wirklich leid, das mit Wagenföhr anstatt Wagenvoer.

Ich habs ja sogar mehrere Male falsch geschrieben, also wenigstens war ich konsequent Smile .

Aber er muß es ja nicht zu wissen kriegen, der Harry. Ich kann mir nicht vorstellen, daß er hier mitliest, das ist doch gar nicht seine Richtung.

Und was die Charakterstudie angeht, ich sag ja, noch bin ich nicht soweit, ich hab´erst zaghafte Ahnungen.
Da muß noch mehr Material her.
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Mehr Material?

Beitrag  Oldoldman am Mo 03 Dez 2012, 18:04

Der arme Harry.... hat ganz wunde Finger vom Einsammeln der Schaapschiete und soll dann noch in die Tasten hauen scratch
Am Ende kommen dann noch die Briefe aus seiner Mühle heraus.... Er sollte seinen Vornamen in "Alfonse der Zweite" ändern. Würde ja auch ungefähr zum Stil passen, obwohl ich Harry mehr als vierten Mann in einem Boot sehe, quasi als Junior-Ruderer Laughing
Wie meinte Lobelie:
... sein Harry-Ich wird doch eigentlich nur durch den historisierenden Stil zusammengehalten; ...
__________________
vgl.: http://libertalia.forumieren.com/t6p20-neuerscheinungen-kurz-vorgestellt#10668
Da muß sich Harry ja wie in einer Staatsprüfung vorkommen. Dort hat nämlich mal einer der Vorsitzenden einer Prüfungskommission erklärt, bei ihm würden die Kandidaten nach der Prüfung nur noch durch den Anzug zusammengehalten.... Na, schau'n wir mal. Da Harry wahrscheinlich hier nicht liest - obwohl, wer Kleinanzeigen liest oder zumindest durch seine Ich-Gestalt lesen läßt...-, wird er weder wegen der Verballhornung seines Namens unter die Decke gehen, noch wegen der Aussicht auf hochnotpeinliche Untersuchung seines Ichs (Wo waren Sie am 23. August? Und warum? Und wenn nein: wieso nicht? Warum glaube ich Ihnen das jetzt nicht?) Falten um die Hüften bekommen Wink
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Ich bin tatsächlich der Meinung

Beitrag  stringa am Mo 03 Dez 2012, 18:28

daß "Briefe aus (s)einer Mühle" einen gewissen Reiz hätten.

Dann müßte er nicht seine Erfindungsgabe bemühen, um Gartenzäune zu erfinden, wo gar keine sind.
Außerdem, Alphonse klingt als Vorname besser als Harry.

Und die Vorlagen und Themen bräuchte er doch nur ins Norddeutsche zu übertragen. Ich sag nur z. B. "Die weiße Ziege der Schaapschietmöhle", also das hört sich doch wirklich interessant an.

Oder "Weihnachtsessen oder Dorfkirche" - wär das nix?
Da könnte ich ja vielleicht noch was für meine Studie herauspicken, nämlich wie Harry zur Kirche steht, insbesondere am Weihnachtsabend.

Falls du ihn also siehst, sag liebe Grüße von einer unbekannten Verehrerin Kuß!
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Re: Neuerscheinungen - kurz vorgestellt

Beitrag  Oldoldman am Mi 09 Jan 2013, 15:59

Die Fest- und Feiertage sind vorbei und die zumeist stillen Leser des literarischen Reißwolfs sind mit Sicherheit noch dabei, neben den weihnachtlichen Braten und Silvester-Fondues die geschenkte Lektüre zu verdauen.

Gerade deshalb gilt es das neue Jahr mit neuem Schwung und mit einer Neuvorstellung zu beginnen. Das heute vorzustellende Werk nimmt eine gewisse Sonderstellung in der schon bekannten Reihe von Liber Thalia ein, enthält es doch nur eine inselförmige Buchstabenwüste, durch die sich hindurchzukämpfen gelingen müßte, bevor sich dem Auge des Betrachters ganz andere Dinge offenbaren.

Mich hat die vorliegende Neuerscheinung gleich an sehr farbige Klänge erinnert und zu einer Promenade herausgefordert - angesichts der an den Festtagen hinzugewachsenen Pfunde ein wunderbarer Ausgleich. Damit die Leserschaft hier zu folgen vermag, setze ich mal einen Link:

http://www.youtube.com/watch?v=TYN4OI4fTdE

Kein Geringerer, als der hier im Reißwolf schon in Erscheinung getretene Reginald Rostfrei, ist dem Ruf der Herausgeber gefolgt, eine Einführung zu diesem Werk zu schreiben. Entgegen seiner sonstigen Gewohnheit, die Dinge ohne Umschweife ultimativ auf den Punkt zu bringen (vgl.: http://libertalia.forumieren.com/t6-neuerscheinungen-kurz-vorgestellt#11), hat ihn die Beschäftigung mit diesem Werk zu abgründigen, ja wahrhaft philosophischen Betrachtungen über Kunst, Illusion und Realität verführt. Er setzt sich ebenso mit den großen Themen unserer Zeit - Krieg und Propaganda - auseinander, wie auch mit den Auswirkungen der modernen Technik auf den Kunstbetrieb.

Diesen einführenden Worten folgt ein buntes Kaleidoskop von Momentaufnahmen des eigentlichen Autors, die an Farbigkeit kaum noch zu überbieten sind. Mit seinem Erstlingswerk in der Reihe der von Liber Thalia herausgegebenen Schriften gelingt es dem Autor, Alltägliches in neuer, fast fremdartiger Form zu zeigen, sie in einem ganz anderen Licht vorzuführen. Angesichts des trüben und regnerischen Wetters in dieser Jahreszeit bringt dieses Buch, dessen sind sich die Herausgeber sicher, neue Farbtupfer in das Leben der Leserschaft. Zugleich regt es zu eigenständigen Überlegungen an, gilt es doch der wahren Natur des Dargestellten nachzuforschen.

So empfehle ich der staunenden Leserschaft dieses wirklich neu erschienene Werk

Bauer Tedsen
L'Art pour l'Art
zur Lektüre, die mit ihrer Farbfülle selbst Unbelebtes zu neuem Leben erweckt.

Das Buch ist als eBook zum freien Download erhältlich und zwar:

als PDF-Datei unter
Lart+pour+lart.pdf

und für den eBookreader als EPUB-Datei unter
Lart+pour+lart.epub

sowie (NEU!) für den Kindle als MOBI-Datei unter
Lart+pour+lart.mobi


Zuletzt von Oldoldman am Do 28 März 2013, 14:42 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Klasse Fotos -

Beitrag  Lobelie am Mi 09 Jan 2013, 17:17

sehen schon gar nicht mehr nach Fotos aus! Eher wie abstrakte Gemälde.
Top!
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Öhm, Lobelie...

Beitrag  Oldoldman am Mi 09 Jan 2013, 17:49

... wie hat doch Reginald Rostfrei in seiner Einführung so treffen geschrieben:
In Zeiten der Digitalfotografie, von Photoshop & Co mit immer ausgefeilteren Algorithmen zur Bearbeitung, Gestaltung und Verfremdung eines Bildes kann doch jeder Bauer die künstlerische Arbeit eines Fotografen erledigen.
In der Tat ist es nicht einmal mehr notwendig, an feinsinnigen Stellschrauben eines großmächtigen Bildbearbeitungsprogrammes zu drehen. Es reichen bereits 2, 3 Mausklicks Laughing Ich bin nur froh, daß Freund Reginald nicht geschrieben hat "... kann doch der dümmste Bauer..." So bleibt wenigstens die Illusion erhalten, daß zur Bedienung der entsprechenden Programme noch ein Mindestmaß an Intelligenz erforderlich ist...
lol!
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Nicht so bescheiden, Oldy,

Beitrag  Lobelie am Mi 09 Jan 2013, 18:29

äääh Reginald Bauer, achnein, Bauer Rrrrostfrrrei, da hast Du mich noch nicht erlebt: ich kann nur Irfan-View Bildbearbeitung, damit kriegt man nicht mal Pickel weg Very Happy
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