Filme die man sehen sollte

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Filme die man sehen sollte

Beitrag  Gast am Di 31 Jul 2012, 19:23

das Eingangsposting lautete :

Darf man hier auch Filmtips einstellen? Ich hoffe doch, denn der hier ist mit Sicherheit gut. Von den Machern von Family Guy


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Ein gutes Beispiel

Beitrag  stringa am So 23 Sep 2012, 11:29

dafür ist das Verhalten von Menschen im Dorf und in der Stadt, was öffentliches Eigentum angeht.

Sowie die soziale Kontrolle (die vom Dorf nämlich) nicht mehr da ist (siehe Großstadt) sieht das öffentliche Gemein-Eigentum bald so aus wie in Neapel heutzutage aktuell zu besichtigen.

Jeder wirft seinen Müll irgendwo in die Landschaft, weil in der Großstadt, sprich in der Anonymität ja niemand für irgend etwas verantwortlich gemacht werden kann.

Und ja, ich komme vom Dorf und weiß, dass soziale Kontrolle auch ihren Preis hat, sie ist nicht immer schön, aber notwendig.
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stringa

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Leider, Stringa,

Beitrag  Lobelie am So 23 Sep 2012, 11:35

ist das so - nicht jeder hat ein Rechts- und ein Anstandsgefühl - man kann sich doch hart in der Sache streiten, ohne persönlich zu werden. Auch Religionskritik ist möglich (und nötig), ohne Gläubige verletzen zu müssen. Der Mohammed-Film ist deshalb so furchtbar, weil er ersichtlich verletzen WILL, und sonst keinen anderen Zweck hat (schon gar nicht den, eine Kunst oder eine Meinung zu transportieren).


Hier habe ich, anhand des Falls Bettina Wulff, meine Sicht der Dinge zusammengefaßt und auf die aktuelle Rechtsempfehlung hingewiesen:

Stefan Niggemeiers Anti-Google-Artikel ›Der Verleumdungs-Automat‹ im SPIEGEL 38/2012 gehörte ebenfalls zu den erfreulichen Begleiterscheinungen dieser neuerlichen Hetzkampagne, ebenso wie die Bemühungen von Prof. Simitis und der Justizministerin, den 69. Deutschen Juristentag zu einer entsprechenden Beschlußfassung zugunsten einer gesetzlichen Regelung gegen die Google Autocomplete-Funktion zu bewegen – was leider knapp abgelehnt wurde. Immerhin hat der Fall Bettina Wulff aber zu folgender Beschlußfassung geführt:

Namenhafte Datenschützer haben sich beim aktuell in München stattfindenden 69. Deutschen Juristentag (DJT) für eine Identifizierbarkeit aktiver Internetnutzer ausgesprochen, sofern diese eigene Beiträge im Netz veröffentlichen. Dies entspricht auch den Forderungen der Innenminister, die sich schon früher hierfür ausgesprochen haben.

Empfehlungen an den Gesetzgeber

Thema der alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung war diesmal „Persönlichkeits- und Datenschutz im Internet – Anforderungen und Grenzen einer Regulierung.“ Die bedeutende rechtspolitische Veranstaltung formuliert zum Abschluss ihrer Beratungen Beschlüsse, die als Empfehlungen an den Gesetzgeber gerichtet sind. Darunter auch folgende Beschlüsse, die in Richtung De-Anonymisierung zielen:

Ein „Recht auf anonyme Internet-Nutzung“ ist nicht anzuerkennen. Bei aktiver Nutzung des Internets mit eigenen Beiträgen darf der Nutzer nicht anonym bleiben, sondern muss im Rahmen einer Verwendung von Pseudonymen zumindest identifizierbar sein. Nur dann lassen sich Rechtsverstöße wirksam verfolgen. Internet-Dienste sollen den Klarnamen und die Internetverbindung ihrer Nutzer registrieren.

Bei behaupteten Persönlichkeitsrechtsverletzungen ist dem Betroffenen – in Anlehnung an §§ 101 UrhG, 19 MarkenG, 140b PatG – ein Auskunftsanspruch zur Benennung des Rechtsverletzers zu gewähren; Ausnahmen sind nur in verfassungsrechtlich gebotenen Fällen zuzulassen.
http://www.datenschutzbeauftragter-info.de/

Das wäre der richtige Weg im Sinn eines zivilisatorischen Fortschritts. Leider muß man das konstatieren, denn auf Einsicht ist nicht zu hoffen. Wenn schon namentlich bekannte Journalisten keine Einsicht haben und, wie insbesondere Alice Schwarzer in ihrem Feldzug gegen Jörg Kachelmann, nur durch Gerichte in ihren rechtsverletzenden Aktivitäten ausgebremst werden können, ist Hopfen und Malz verloren. Wie der Herr, so’s Gescherr.
http://gabrielewolff.wordpress.com/2012/09/23/jenseits-von-gut-und-bose-bettina-wulff-die-medien-und-das-internet/
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@Lobelie: Auf dem Auge der 'Spaßvögel' blind ...?

Beitrag  Gast_0007 am So 23 Sep 2012, 12:25

Lobelie:

Betrachtet man das mediale Getöse rund um Bettina Wulffs Bekenntnis-Buch ›Jenseits des Protokolls‹ mit einigem Abstand, erblickt man rundum nur Versehrte:
...
... mittlerweile haben bereits über 1.000 Facebook-User auf den ›Gefällt mir‹-Button dieser illegalen Site gedrückt.
...
http://gabrielewolff.wordpress.com/2012/09/23/jenseits-von-gut-und-bose-bettina-wulff-die-medien-und-das-internet/
Ich könnte mir vorstellen, dass es auch ein paar 'Spaßvögel' gibt, die gerade größere Heiterkeitserfolge unter ihren Groupies erzielen. Wer sind denn diese 1.000 Facebook-User? "Nur Versehrte", oder was ...?
Vgl. Schwarzer Peter Posting, 23.09.2012, S. 27, 12:00 h Hau, Lobelie hat gesprochen: "Unglaublich" ...

http://libertalia.forumieren.com/t21p520-kachelmann-und-kein-ende#7890

16.09.2012, S. 24, 13:02 h Vom „Präsidenten-Kuss (BILD.de 01.07.2010)“ zum ‚Ofenschuss 11.09.2012)’

http://libertalia.forumieren.com/t21p460-kachelmann-und-kein-ende#7760

11.09.2012, S. 22, 17:11 h Wenn der 'Milchmann rechnet' - Oder was zahlt Dirk Rossmann für Gehälter ...?

http://libertalia.forumieren.com/t21p420-kachelmann-und-kein-ende#7618


Zuletzt von Schwarzer Peter am So 23 Sep 2012, 12:57 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Kontrolle, Rechtsempfinden, Prioritäten und Alternativen

Beitrag  patagon am So 23 Sep 2012, 12:55

"Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu."

Wenn das Priorität für jeden hat, kann über Eiinzelheiten reden, wer möchte.

Damit wäre das Problem gelöst.

Wenn Lieske den kleinen Peter einen geilen alten Bock nennt, grämt er sich etwa deswegen? lol!

Warum stört es dann aber Lobelie? lol!






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@ Patagon

Beitrag  Lobelie am So 23 Sep 2012, 13:00

Da liegst Du falsch - es grämt mich nicht, wenn Lieske ihn so nennt Very Happy Very Happy Very Happy
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@Lobelie: Na ja, aber aktuelle Tatsachen hinter dahinter dürfen nicht unbestritten bleiben, oder ...?

Beitrag  Gast_0007 am So 23 Sep 2012, 13:32

patagon:

Wenn Lieske den kleinen Peter einen geilen alten Bock nennt, grämt er sich etwa deswegen? lol!

Warum stört es dann aber Lobelie? lol!

http://libertalia.forumieren.com/t72p20-filme-die-man-sehen-sollte#7896
Lobelie @patagon:

Da liegst Du falsch - es grämt mich nicht, wenn Lieske ihn so nennt Very Happy Very Happy Very Happy

http://libertalia.forumieren.com/t72p20-filme-die-man-sehen-sollte#7897
Lobelie:

Schwarzer Peter,

daß Du es zwar endlich mal wieder zu einem Zitat an einem unaussprechlich niveaulosen Ort gebracht hast - wo man sich offenbar für Deine wehmütigen Erinnerungen an die Zeiten, als mit Fegern und Targets noch was lief, erwärmen kann -: der Pferdefuß ist allerdings, daß die paar Leute, die dem Link zu Deinem Beitrag folgen, auch die Erwiderung (ansonsten: das betretene Übergehen Deiner nicht satisfaktionsfähigen Beiträge) zur Kenntnis nehmen.

http://www.facebook.com/EndstationTanke

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Filme, die man nicht zeigen sollte

Beitrag  Lobelie am Mi 26 Sep 2012, 16:40

Jetzt habe ich endlich einmal eine saubere strafrechtliche Subsumtion hinsichtlich des Mohammed-Films gefunden - die dann auch noch zu dem von mir vertretenen Ergebnis kommt:

Prof. Dr. Henning Ernst Müller
17.09.2012
Sehr geehrter Herr Liesching,
nun sind Sie mir zuvorgekommen, wollte ich doch gerade einen Beitrag zum § 166 StGB einstellen. Ich möchte meine Gedanken hier dennoch als Antwort auf Ihren Beitrag zur Diskussion stellen, auch wenn Ihre Frage nach der "Vorzensur" natürlich weiter gefasst ist.
§ 166 StGB setzt einerseits Beschimpfung voraus, andererseits eine Eignung zur Störung des öffentlichen Friedens. Die zweite Voraussetzung ("Eignung...) ist faktisch wohl kaum zweifelhaft. Wir denken ja nur deshalb über ein Verbot nach, weil gerade dieser Film offenbar geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.
Problematisch erscheint Ihnen, ob eine "Beschimpfung" des "Inhalts eines religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses" vorliegt. Nun habe ich den Film nicht gesehen, doch geht aus der Berichterstattung m. E. hinreichend hervor, dass hier der Prophet als Zentralfigur der islamischen Religion (wohl gezielt provokativ) verunglimpft wird. Wenn dies schon kein Beschimpfen im Sinne des Tatbestands sein sollte, fragt sich, welchen Inhalt § 166 StGB denn überhaupt haben soll.
[…]
http://blog.beck.de/2012/09/17/kann-das-mohammed-video-verboten-werden#comment-41870

Weitere Ausführungen von Henning in diesen Kommentaren:

http://blog.beck.de/2012/09/17/kann-das-mohammed-video-verboten-werden#comment-41877

http://blog.beck.de/2012/09/17/kann-das-mohammed-video-verboten-werden#comment-41888

http://blog.beck.de/2012/09/17/kann-das-mohammed-video-verboten-werden#comment-41914


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Nun ja, mag ja sein, daß er verboten werden kann

Beitrag  stringa am Mi 26 Sep 2012, 18:22

nur - das Problem besteht doch wohl darin, daß wir hierzulande eben andere Maßstäbe an so etwas anlegen, und ob wir von diesen Maßstäben dann abgehen, wenn islamischer Mob es wünscht.

Was im oben beschriebenen juristischen Text steht, würde ja wohl auch für das "Leben des Brian" gegolten haben und vielleicht auch für den Tünnes am Kreuz (Stunksitzung in Köln) oder das letzte beleidigende Titelblatt der Titanic.

Ich sehe da wirklich ein Dilemma. Einerseits verdient dieser Film gewiss nicht diese Reaktion,
a, weil er so mies ist
b, weil er nur als Provokation gemeint ist und
c, weil derartige Reaktionen einfach untragbar sind.

Und ja, wenn er hierzulande trotzdem gezeigt wird, wird das bestimmt als weitere Provokation ausgelegt.

Nur, wenn er nicht gezeigt wird, bedeutet das eben, daß wir vor gewaltbereitem Mob einknicken und das kanns ja auch nicht sein.
Politiker, die sich nach so etwas im vorauseilendem Gehorsam entschuldigen, finde ich einfach nur schrecklich, und mehr noch, die andere Seite sieht solche Aktionen nur als Zeichen der Schwäche und wird weiter nachtreten, da bin ich sicher.

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Nee,

Beitrag  Lobelie am Mi 26 Sep 2012, 18:39

daß das "Leben des Brian" keine Beschimpfung eines Religionsbekenntnisses war, hat Henning festgestellt: es geht ja um Brian und nicht um Jesus, das war der Trick - und es war jedenfalls Satire von einer gewissen Schöpfungshöhe, was das Video nicht von sich behaupten kann (von daher auch keine Kunstfreiheit ins Feld geführt werden kann).

Die eigentliche Herausforderung ist die, daß eine rechte Splittergruppe den Rechtsstaat vorführen will, denn wie er es macht, er macht es verkehrt: wird die Vorführung verboten, kommen Zensurvorwürfe oder der Vorwurf, er kusche vor dem islam(ist)ischen Mob. Verbietet er nicht und dann kommt es zu vereinzelten Ausschreitungen, vorwiegend im Ausland, hat er versagt und zudem Wasser auf die Mühlen von Rassisten gegossen, die genau diese Reaktion provozieren wollten, um sämtliche Muslime unter Generalverdacht zu stellen.

Aber vielleicht kommt es auch gar nicht zu der Vorführung, denn vorhin habe ich gelesen, die Pro D-Truppe habe den Film noch gar nicht.
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Juristische Größe: Film bewerten, den man nicht kennt ...!!!

Beitrag  Gast_0007 am Do 27 Sep 2012, 14:08

Prof. Dr. Henning Ernst Müller:

Nun habe ich den Film nicht gesehen, doch geht aus der Berichterstattung m. E. hinreichend hervor, dass hier der Prophet als Zentralfigur der islamischen Religion (wohl gezielt provokativ) verunglimpft wird.

http://blog.beck.de/2012/09/17/kann-das-mohammed-video-verboten-werden#comment-41870
http://www.uni-regensburg.de/rechtswissenschaft/strafrecht/mueller/index.html

http://blog.beck.de/blogs/henning-ernst-mueller
Lobelie:

Jetzt habe ich endlich einmal eine saubere strafrechtliche Subsumtion hinsichtlich des Mohammed-Films gefunden - die dann auch noch zu dem von mir vertretenen Ergebnis kommt: ...

http://libertalia.forumieren.com/t72p20-filme-die-man-sehen-sollte#7988
Vielleicht sollte der Film/Trailer(?) erstmal (mit deutschen Untertiteln) angeschaut werden:

"Die Unschuld der Muslime" Kompletter Zusammenschnitt HD - Mit Untertiteln - YouTube


http://www.youtube.com/watch?v=zx-j8lzx6dQ

Der Film ist gelöscht. Eine Alternative ohne deutsche Untertitel:

http://www.youtube.com/watch?v=8Yu_GhFuYbw

Als 'saublöde' würde ich den Film bewerten - ohne irgendeine (relevante) Substanz: historisch, religiös, Spott, Satire etc. Es sind eine paar wirre Fragmente zusammengefügt.

Wie man sich ernsthaft damit inhaltlich auseinandersetzen kann, frage ich mich. Und Personen, die aufgrund dieses Videos irgendwelche völlig Unbeteiligte in Botenschaften aus religiösen Motiven töten, sollten sich fragen, was sie eigentlich für ein Religionsverständnis haben.

Ich kann Henning Ernst Müller nicht folgen: "§ 166 StGB setzt einerseits Beschimpfung voraus, andererseits eine Eignung zur Störung des öffentlichen Friedens. Die zweite Voraussetzung ("Eignung...) ist faktisch wohl kaum zweifelhaft. Wir denken ja nur deshalb über ein Verbot nach, weil gerade dieser Film offenbar geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören."

http://blog.beck.de/2012/09/17/kann-das-mohammed-video-verboten-werden#comment-41870

'Bekloppte' gibt es überall: Und man wird in Deutschland kaum eine strafrechtliche Würdigung durchsetzen müssen, die nun garantiert, dass nirgendwo irgendwer sich beleidigt fühlt. Soviel Rücksichtnahme muss auch nicht sein.

Was unterschiedliche Religionen angeht, sollte man - so meine Auffassung - keinen Respekt fordern, sondern Toleranz. Dass die religiösen Modelle ALLE sehr wenig mit der Realität zu tun haben, sondern lediglich der Veranlagung des Menschen entspringen, sich seine eigenen Grenzen von Fähigkeiten, Wissen etc. einzugestehen und daraus resultierende Ängst zu überwinden, ist heute in großen Teilen Konsens.

Was den Islam speziell angeht, empfehle ich einen Rückblick auf seine Entstehung und die Gedankenwelt (als Gottes Wort verkauft) von Mohammed.

Er war in seiner Zeit sehr frauenfreundlich und hob sich damit von den damaligen arabischen Verhältnissen deutlich ab. Leider hat er aus meiner Sicht den Fehler begangen, seine Sicht (als Gottes Wort) für alle Zeiten zu zementieren. Ich würde die These wagen, dass er seinen Koran (auch Sharia) deutlich überarbeiten und modernisieren würde, wenn er dazu heute die Möglichkeit hätte. Aber dieses Problem teilen mit ihm sicher viele große Männer der Geschichte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Koran

Auffällig ist für mich bei den drei monotheistischen, abrahamitischen Religionen, dass alle an den gleichen Gott glauben, aber über dessen Boten, den Erzengel Gabriel, wurden den drei Gruppierungen (Judentum, Christentum und Islam) unterschiedliche Versionen von 'Gottes Wort' verkündet ...?

Das überrascht mich irgendwie wie übrigens auch, dass das Christentum etwa 400 Jahre gebraucht hat, bis es die Trinität, Marias Jungferngeburt & Co. 'im Kasten' hatte (Konzil von Konstantinopel (381)/Konzil von Chalcedon (451)) ...
Aiman Mazyek, den Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, habe ich zu dem Komplex in den Nachrichten gehört (kann ich leider nicht verlinken): Er hat außerordentlich sachlich und moderat reagiert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Aiman_Mazyek

Sorry, fast vergessen - ist auch etwas länger her: Kostantin der Große, der als Begründer des Christentum im Imperium Romanum (Römisches Reich) gilt, hat nach römischen Recht eine 12-Jährige geheiratet ...

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Nachtrag: Qualitätskriterien von Religionen ...

Beitrag  Gast_0007 am Do 27 Sep 2012, 19:11

Da gibt es sicher sehr viele. Für mich wäre insbesondere wichtig, wie man aus dem 'Verein' wieder herauskommt, wenn man ggf. reifer geworden ist oder eine tiefere Erkenntnis erlangt hat.

Hier scheidet aus meiner Sicht der Islam am schlechtesten ab, was ich für eine große Integrationsbarriere halte:
Konversion (Religion) - Wikipedia:

Der Spiegel berichtete am 13. Januar 2007 unter Berufung auf eine unveröffentlichte Studie des Islam Archivs (Soest) im Auftrag des Bundesinnenministeriums, dass in Deutschland zwischen Juli 2004 und Juni 2005 etwa 4.000 Menschen zum Islam konvertierten. Im gleichen Vorjahreszeitraum lag die Zahl bei etwa 1.000.[3] Man schätzt die Gesamtzahl der Muslime nichtmuslimischer Herkunft in Deutschland auf etwa 100.000.

Die Konversion vom Islam zu einer anderen Religionsgemeinschaft (Apostasie, auch Ridda genannt) wird nach der Schari'a mit dem Tode bestraft. 2006 drohte dem Konvertiten Abdul Rahman in Afghanistan wegen Konversion zum Christentum die Todesstrafe. Um dieser zu entgehen, floh er aus dem Land. Den iranischen Pastor Yousef Nadarkhani wiederum erwartet im Iran die Hinrichtung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Konversion_%28Religion%29#Islam
Apostasie im Islam - Wikipedia:

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat sich mehrfach von solchen Drohungen distanziert. Im Zusammenhang mit dem befürchteten Todesurteil für den Konvertiten Abdul Rahman in Afghanistan nahm er wie folgt Stellung: ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie_im_Islam#Ablehnende_Positionen
http://www.stern.de/panorama/katholische-kirche-kirchensteuer-rebell-scheitert-vor-bundesgericht-1900792.html
Korrektur zu Posting, 27.09.2012, S. 2, 14:08 h Juristische Größe: Film bewerten, den man nicht kennt ...!!!

http://libertalia.forumieren.com/t72p20-filme-die-man-sehen-sollte#8027

Es muss natürlich heißen:

Was unterschiedliche Religionen angeht, sollte man - so meine Auffassung - keinen Respekt fordern, sondern Toleranz. Dass die religiösen Modelle ALLE sehr wenig mit der Realität zu tun haben, sondern lediglich der Veranlagung des Menschen entspringen, sich seine eigenen Grenzen von Fähigkeiten, Wissen etc. NICHT einzugestehen und aus dem begrenzten Wissen resultierende Ängst zu überwinden, ist heute in großen Teilen Konsens.

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Urteilsgrundlage

Beitrag  Lobelie am Do 27 Sep 2012, 20:38

Prof. Henning:

Beschimpfen ist eine „besonders gravierende herabsetzende Äußerung“ (BGH) bzw. eine „durch Form oder Inhalt besonders verletzende Äußerung von Missachtung“. Nach Hörnle (MüKo StGB § 166, Rn.17) gehört dazu: "Das Nachsagen schimpflichen Verhaltens zentraler Figuren im jeweiligen Bekenntnis...(sei) eine vergleichsweise einfach zu erkennende Variante des Beschimpfens, etwa (die Bezeichnung von) ...Maria als Prostituierte“. Ich muss zugeben, dass ich nicht die Zeit erübrigt habe, mir diesen Mist über 74 Minuten anzuschauen. Aber einige Klicks genügten auch schon. So wird ein schimpfliches Nachsagen z.B. in der Darstellung von Mohammed als pädophilem Schweinefleischesser gegeben sein. Die in den ersten Minuten des Films gezeigten (offenbar islamistischen) Anschläge, die dann übergehen in die Tötung einer Christin und der späteren Verknüpfung mit dem Leben Mohammeds verweist zudem auf einen „schimpflichen“ Zusammenhang, in den Muslime ohne Differenzierung gestellt werden.
http://blog.beck.de/2012/09/17/kann-das-mohammed-video-verboten-werden#comment-41914
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Haben wir schon mal über Kill Bill gesprochen?

Beitrag  stringa am Mo 22 Okt 2012, 00:19

Ist zwar grade niemand da, aber macht ja nix.
Ich bin grade beim Durchswitchen bei "Kill Bill" gelandet. Ach, wie wunderbar !
Habe den Film zwar schon viele Male gesehen, aber immer wieder bin ich hingerissen.

Selten hat ein Film so eine phantastische Collage aus Bildern, Musik und Geräuschen.
Muß weiter gucken, Werbepause zu Ende.

Tarantino ist der Größte Top! Top! Top!
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Noch jemand außer mir Kill Bill 2 gesehen ?

Beitrag  stringa am Mo 29 Okt 2012, 01:29

Nein, na ja, muß ich alleine auf Tarantino anstoßen, er lebe (lange und noch viele Filme hinterlassend)

Blümchen!
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Soll ich Dir was gestehen?

Beitrag  Lobelie am Mo 29 Okt 2012, 02:02

›Kill Bill‹ ist mir zu brutal. Bei aller Brillianz der Inszenierung und der Kampf-Choreographie und der Attraktivität von Uma Thurman: mir wird schlicht und einfach schlecht, wenn ich gezwungen werde, Gemetzel zu betrachten. Ich kann der Ästhetik des Mordens nichts abgewinnen, fühle mich als Voyeur wider Willen und schalte den Fernseher mit einem schalen Gefühl ab. Kann auch nicht gut einschlafen nach sowas.

Da ist nun mal jeder anders. Und rein moralisch fand ich es ziemlich billig, die Selbstjustiz der Heldin durch das schockierende Massaker bei ihrer Hochzeit zu rechtfertigen. Und die Fortsetzung kann ich mir nicht mal vorstellen: war ihre Rachemission nicht in Teil I schon beendet?
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Ich betrachte es einfach als Märchen

Beitrag  stringa am Mo 29 Okt 2012, 02:14

Ich kann gut trennen zwischen Fiction und wirklichem Leben und grade weil ich die Vernunft im RL so hoch schätze, kann ich mich so gut auf Märchen, Fiction und Fantasy einlassen.

Irgendwo muß man mit dem schwarzen Teil seiner Seele ja hin Twisted Evil Twisted Evil Twisted Evil
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Das wird es wohl sein:

Beitrag  Lobelie am Mo 29 Okt 2012, 02:21

Ich habe diesen schwarzen Teil meiner Seele nicht - mir wird wirklich schlecht, wenn ich blutige Szenen sehe, ganz wie in der Realität, da kann ich auch kein Blut sehen, nicht mal mein eigenes, wenn ich mich beim Schneiden von irgendwas geschnitten habe. Bin halt fimschig.
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Bei allem Respekt, Lobelie

Beitrag  stringa am Mo 29 Okt 2012, 08:55

widerspreche dir höchst ungern, aber wir haben alle einen schwarzen Teil in unsrer Seele.

Im Normalfall sperren wir ihn ein und schließen dreimal ab, aber ich habe da so ein kleines Guckfenster oben an der Tür und linse durch Twisted Evil Twisted Evil Twisted Evil Very Happy Very Happy Very Happy
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Gestern

Beitrag  Lobelie am Mo 29 Okt 2012, 10:00

gab es eine Tatort-Premiere, bei der ich mich auch sehr unwohl gefühlt habe: eine ausgesprochen brutal agierende Frau, Chefin einer betrügerischen Drücker-Kolonne. Die war wirklich furchterregend. Daß so ein Verstoß gegen das Frauenbild im ör Fernsehen gezeigt werden durfte... Andererseits hat sich das Drehbuchteam, Vater und Tochter Breinersdorfer, auch abgesichert: eine ›normale‹ Frau war das nicht, sondern der männliche Part in einer lesbischen Beziehung.
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Re: Filme die man sehen sollte

Beitrag  Gast am Mo 29 Okt 2012, 12:53

stringa schrieb:Nein, na ja, muß ich alleine auf Tarantino anstoßen, er lebe (lange und noch viele Filme hinterlassend)

Blümchen!

Tarantino ist klasse - leider hat er die Tendenz zur Übertreibung, wie zum Beispiel in "From dusk till dawn", der erste Teil des Films richtig klasse, der zweite Teil hanebüchen. Aber wenn Du auf Blut stehst, kann ich Dir diesen wirklich ausgezeichneten Film mit exzellenter Besetzung empfehlen - ein Muss in jedem Regal.


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hui, Thauris!

Beitrag  fab Jack am Mo 29 Okt 2012, 13:27

Absolut spitze, dieser Vampirfilm! Ist ja auch von Neil Jordan, der filmisch immer wieder gerne seine dunklen Seiten auslotet. Siehe auch "The Butcher Boy" und "The Crying Game".

"From Dusk Till Down" - ist übrigens nicht von Tarantino, sondern vom Kumpel Rodriguez. Tarantino ist meistens sehr stringent in seiner Narration und wechselt nicht mitten drin das Genre. Ich bin ebenfalls ein Fan, auch wenn ich absolut kein Blut sehen kann - da kann man mir noch so oft sagen, es sei getürkt.

Es ist ja meist der Ton dazu, der so schrecklich ist, nicht das Bild.

Im Film "Der englische Patient" gibt es diese Szene, in welcher William Dafoe von Prochnow die Daumen abgeschnitten werden. Es ist unterträglich - die Spannung wird ja gesteigert bis ins unermessliche - dazwischen noch der Einwurf des Protokollanten: "Aber die Genfer Konvention ..." - und Prochnow fragt ganz pragmatisch: "Sind Daumen Finger?".

Ich habe diesen Film bestimmt 10 x gesehen - und jedes mal wenn es zum Daumenabschneiden kommt - schliesse ich die Augen! Ich kann nicht hingucken. Bis ich dieses Buch gelesen habe:

http://www.amazon.de/Die-Kunst-Filmschnitts-Gespräche-Walter/dp/3423136901

(übrigens von Ondaatje interviewt)

Darin erklärt Murch, dass er so lange auf diesen Moment hin geschnitten hat, dass dem Zuschauer nichts anderes übrig bleibt als die Augen zu schliessen - und er gar nicht SIEHT, dass der Daumen nicht im On abgeschnitten wird.

Grandios! Als ich den Film ein 11tes mal gesehen habe, stellte ich fest: man sieht es tatsächlich nicht - aber ich musste schon echt kämpfen, die Augen nicht zu schliessen.
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Aber ja, Thauris

Beitrag  stringa am Mo 29 Okt 2012, 13:28

kenn ich doch Smile

Übrigens ist der zweite Teil von "From dusk till dawn" von Rodriguez.

Die hatten sich damals diesen kleinen Spaß geleistet. und wie du richtig sagst, merkt man das auch ganz deutlich.

Jemals "Perdita Durango" gesehen ?
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Re: Filme die man sehen sollte

Beitrag  Gast am Mo 29 Okt 2012, 13:39

Perdita Durango kannte ich noch nicht - habe mir aber gerade mal den Trailer reingezogen, damit triffst Du genau meinen Geschmack Very Happy

Hier gibt es noch mal ein kleines Highlight - einer meiner Lieblingsfilme





@Jack - Dracula von Coppola war auch Spitze, ebenso wie der hier (obbacht, sehr blutig)


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Thauris und Jack, der beste Dracula heißt natürlich

Beitrag  stringa am Mo 29 Okt 2012, 13:56

nicht Dracula, sondern Nosferatu und ist von Werner Herzog mit unserem K. Kinski in gruseligster Perfektion.

Sorry, soviel Patriotismus muß sein Very Happy
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Beitrag  fab Jack am Mo 29 Okt 2012, 14:14

Erschlag mich bitte nicht ... Ich habe Nosferatu von Herzog mit Kinski nicht gesehen - peinlich

Aber den Dracula von Coppola fand ich klasse! Gary Oldman unfassbar gut!
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