alle meine Tiere

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alle meine Tiere

Beitrag  uvondo am Mo 27 Aug 2012, 10:39

Ich ging heute morgen in aller Frühe in den Hühnerstall. Scheiße....3 inzwischen 4 Wochen alte Tennisbälle lagen zerbissen (tot) im Stall. Die Technik funktionierte wohl nicht. (Alles automatisch) Abends geht normalrweise per "Lichtschranke" gegen z.Zt. 20Uhr die Klappe dicht und morgens um 8 Uhr wieder auf. Als ich heute morgen um 5 Uhr in den Stall ging um Eier zu holen, war die Klappe auf. Jetzt kann ich mir aussuchen ob es der Marder oder meine Katzen waren. An die großen Hühner gehen die ja nicht ran.
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Großwild-Safari

Beitrag  Oldoldman am Do 30 Aug 2012, 09:25

Bei diesem Stichwort denken die meisten Leser an Afrika, empören sich über einen iberischen König und sehen sich in Gedanken in einem Range Rover durch eine Ebene fahren, in der Herden von Gnus, Zebras, Elefanten usw. ziehen.

Aber man muß nicht so sehr in die Ferne schweifen, um Erlebnisse dieser Art zu haben. Wer schon mal seinen Urlaub auf Usedom verbracht hat, kennt womöglich jene Strecke von Karlshagen nach Peenemünde. Sie führt im ersten Teil breit und schurgerade durch eine bewaldete Landschaft, die die Überreste der alten Versuchsanstalt und der dazugehörigen Wohnbauten überdeckt. Diese Strecke ist außerhalb der Saison und zur Nachtzeit eine stille Ecke... Und plötzlich tauchen sie im Scheinwerferlicht auf: Hirsche. In voller Schönheit und mitten auf der Straße. Und sie lassen sich nicht beeindrucken. Um die Fahrt fortsetzen zu können, muß man nicht einfach nur das Licht abblenden und auf die Hupe drücken. Nein, das hilft nicht. Standlicht einschalten (damit man überhaupt noch etwas sieht) und gaaaaanz langsam weiter. Den Tieren praktisch in die Hacken fahren, damit sie sich bequemen, ein paar Schritte auf die Seite zu gehen.

Unangenehmer sind da die Wildschweine. Auf jenem Streckenabschnitt tummeln sie sich in Rotten gern im hohen Gras am Straßenrand, um just in dem Moment, da man mit dem Wagen vorbeikommt, einem vor den Kühler zu springen. Da heißt es Ruhe bewahren und die wilde Meute schlicht ziehen lassen.
Gerade die Wildschweine hinterlassen oft einen gewaltigen Flurschaden. So mancher Landwirt, der eben noch einen erntereifen Acker mit Kartoffeln oder Mais hatte, kann davon ein Lied singen. In nur einer Nacht werden da ganze Hektar umgepflügt. Ein Anspruch gegen den Jagdpächter und eine Wildschadensversicherung helfen da meist wenig, da der Ersatz recht begrenzt und das Verfahren aufwendig ist.
Und selbst in bewohnten Gegenden ist man vor den Wildsäuen nicht sicher. Die Einwohner von Stettin, Teilen von Berlin aber auch von dem oben schon erwähnten kleinen Ort Karlshagen können reichlich von Begegnungen der unheimlichen Art berichten: da nähern sich die Tiere bedrohlich friedlichen Gästen eines Straßencafés, um ihr Mütchen nach Flucht der Gäste am Mobilar zu kühlen, weil die erhoffte Fütterung ausblieb...

In Afrika schützen die Einheimischen sich vor dem ungebetenen Besuch dadurch, daß sie Zäune um ihre Dörfer errichten. Vielleicht sollten wir dichte Umwallungen mit aufstehenden Eichen um unsere Dörfer und Städte errichten, frei nach dem Motto: Was stört's die deutsche Eiche, wenn sich eine Sau an ihr schabt...
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Kleinkatzenjagd

Beitrag  Lobelie am Di 04 Sep 2012, 18:31

Ich bin fix und fertig... Mitzi hat eine Augenverletzung, und das Rezept lautet: 3 Mal am Tage eine Salbe ins Auge schmieren.

Weder sie noch ihre beiden Töchter lassen sich leicht einfangen, bei einer ist das noch nie gelungen: da macht der Tierarzt Hausbesuche und impft per Blasrohr; und auch das klappt nur, wenn man es schafft, Mechthild in einen Raum einzusperren, in dessen Tür keine Katzenöffnung ist.

Die lieben Damen merken es, in welcher Absicht sich man ihnen nähert, dafür haben sie einen siebten Sinn. Dummerweise sind Mitzi und zwei ihrer Töchter schwarz: Hei, war das eine Freude, Mitzi endlich unterm Sofa hervorgezogen und mit nur einem Kratzer versehen endlich im Transportkorb zu haben (zunächst war versehentlich Mechthild in die Enge getrieben worden, sie heulte sofort steinerweichend los und wurde dann gottlob als die Falsche erkannt).

Dann rief mein Mann vom Tierarzt aus an: er hatte Luise und nicht Mitzi eingefangen... Luise ist unsere Dicke und wiegt knapp 7 Kilo. Mitzi ist die Zierlichste von allen - ja, so kann es gehen im Eifer des Gefechts. Aber die Impfung war sowieso fällig. Heute war wieder so ein Tag: Mitzi döst im Arbeitszimmer, also herausgeschlichen, Verbindungstür geschlossen, Mann und Salbe geholt, eine panische Mechthild, die blöderweise ebenfalls im Arbeitszimmer gewesen war, heult bereits herum, also Verbindungstür wieder geöffnet, Katzenöffnung der nächsten Tür freigelegt, Schweiß auf der Stirn.

Mitzi ist weg. Kann doch gar nicht sein, hier gibt es kein Versteck. Mitzi ist die größere Versteckerin aller Zeiten, sie hat Nerven wie Drahtseile und kann im größten Trubel mucksmäuschenstill liegen bleiben.
Vier Stunden lang blieb sie verschwunden. Jetzt ist sie weggelaufen... Panik beim Menschen macht sich breit. Ich würde mir auch nicht gern Salbe ins Auge schmieren lassen. Beim vorvorletzten Mal entwand sie sich dem Griff, sprang über Tisch und Bänke, stieß die Blumenvase um...
Und dann fanden wir sie hinter dem Sofa, an einem unvorstellbar engen Platz. Wie ich schon sagte, sie ist sehr zierlich...

Zehn Tage lang soll die Prozedur dauern: aber mehr als zwei Mal pro Tag wird sie die Salbe wohl kaum bekommen.

Wer denkt sich solche Rezepte aus?!


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Macht, Freiheit und Verantwortung

Beitrag  patagon am Mi 05 Sep 2012, 10:53

Ich habe keine Tiere und ich will auch keine. Ich sollte als Kind ständig meinen jüngeren Geschwistern Vorbild sein. Das war eine ehrenvolle Aufgabe, wie man mir einzureden versuchte, die ich aber gehasst habe. Ich hatte weiß Gott noch niemals die Absicht für irgendjemand Vorbild zu sein.

Ich selbst wollte auch keine Vorbilder und wenn überhaupt, so waren es Freiheitskämpfer wie Che, von dem ich allerdings schon damals dachte, dass er nicht ganz dicht sein könnte, statt sich ein schönes Leben zu machen, handelte er sich für andere nix als Ärger ein.

Naja, dementsprechend wollte ich auch kein Tier.

Ich ging Tieren aus dem Weg und konnte es doch nicht verhindern, dass einige Tiere mich im Laufe meiner Kindheit zu ihrem Leitwolf auserkoren.
Meine Schwester schleppte ständig irgenwelche verletzten oder verwaisten Vögelchen, Kätzchen und ähnliches Getier an. Sie pflegte sie gesund und irgendwie gehörten sie dann zur Familie.

Das Katzenbaby, das Susi genannt wurde entpuppte sich später als Kater. A Boy named Sue.
Er wurde groß und wild, dachte nicht im Traum daran irgwem zu folgen, riss und stahl alles was er in die Krallen bekam und terrorisierte selbst die Nachbarschaft.
Susi wurde außergewöhnlich groß. Irgendwann fiel allen auf, dass dieser Rebell jeden bedrohte, außer mich.

So wollte man mir die Aufgabe übertragen für das Katzenvieh, wie er inzwischen genannt wurde, verantwortlich zu sein, selbst für das Katzenklo.
Ihr könnt euch meine Begeisterung sicher vorstellen.

In der Nachbarschaft wohnten ein paar Jungen, die sich als bestialiche Tierquäler einen Namen gemacht hatten und die meine kleine Schwester hasste.
Ich war ein paar Mal dabei wenn sie Frosche aufbliesen, Feldmäuse ersäuften und Maulwürfen den Garaus machten. Ich berichtete dann am Familientisch drastisch davon und löste damit Heulen und Zähneklappern aus. Meistens beendete ich meine Geschichten mit der Drohung, dass meine Geschwister, falls sie sich nicht meinen Anweisungen gemäß verhielten, mit Ähnlichem zu rechnen hätten.

Aber so wenig wie ich Mitleid für die armen Tiere empfand, so wenig echte Lust hatte ich darauf meine Macht zu mißbrauchen. Ich wollte einfach keine Verantwortung, für nix und niemand.

So erschöpfte sich mein Führungsanspruch auf leere Drohungen von Folter und Qualen, die ich allerdings in den grellsten Farben ausmalte. Es wirkte auch tatsächlich, denn ich erinnere mich nicht daran, wirklich herausgefordert worden zu sein.

Schon damals habe ich meinem späteren Titel als biggest Bullshiter alle Ehre gemacht. Aber keiner hat es gemerkt.

Die Quittung bekam ich zeitverzögert erst als mein Ruf immer schlechter wurde und ich mich verwundert fragte, was die Menschen nur dazu gebracht haben konnte, mir so viel Schechtigkeit zuzutrauen.

Ich weiß heute nicht mehr wie viele Jahre Susi bei uns war. Ich weiß nur noch, dass es immer schimmer mit ihm wurde und meine Eltern beschlossen einen anderen Platz für ihn zu suchen. "Dieser Kater ist ein echtes Raubtier", sagte meine Mutter "und Raubtiere kann man nicht in der Familie halten."

Aber wer, frage ich euch, will schon ein Raubtier?

Schließlich fand ich eine Lösung. In der Nähe, nur ein paar Meilen entfert, war eine Farm und ich wusste, dass es dort Mäuse gab. Ich wusste das genau, weil ich mich dort oft herumtrieb und ich vor allen kleinen Tieren Angst hatte (außer vor Eidechsen und Salamandern, die mich zwar auch erschreckten, die ich aber trotzdem irgenwie mochte.) Eidechsen sind wahrscheinlich genauso scheu wie ich es in Wahrheit bin.

Manchmal holte mich Susi von der Schule ab oder kam mir auf meinem Heimweg entgegen und schnurrte wenn ich rief.

Natürlich heulte ich nicht öffentlich als wir sie zu der Farm brachten. Ich genoss vielmehr die Fahrt auf der Ladefläche des Pickup und hielt Susi fest, um zu verhindern dass er abhauen oder herunterspringen konnte. Ich war tatsächlich der Einzige, dem das gelang.

Susi fühlte sich offensichtlich sofort wohl auf der Farm und setzte zum Sprung an auf irgend eine Maus, oder was immer hinter dem Busch verborgen sein mochte und war dann erst einmal weg. Nachdem wir Kaffe und Kuchen gehabt hatten machten wir uns ohne von Susi Abschied zu nehmen vom Acker.

Die Bauern waren zufrieden, wir waren zufrieden und für unseren Kater musste es das Paradies sein.
Meine kleine Schwester heulte tagelang, obwohl Susi sie nie gemocht hatte. Unter Tränen lächelte sie und sagte, sie hätte es nie für möglich gehalten, dass ihr Susi so fehlen würde.

Nun, ich persönlich mag keine Sentimentalitäten und war eher erleichtert nichts mehr von der Katze zu hören.
Ich vergaß die Katze schnell.

Es gab eine Abkürzung vom Schulhof durch ein kleines bäuerliches Anwesen, einen Privatweg, dessen Betreten allerdings nicht erlaubt war, den wir aber natürlich doch benutzen, wenn die Eigentümer nicht zu sehen waren oder wenn wir mindestens zu dritt waren oder Toms Schäferhund oder Kater Susi dabei waren. Denn diese Leute hielten Truthähne die uns, besonders aber mich, mit einem geradezu unerklärlichem Hass verfolgten. Immer wieder hörte man von ernsthaften Verletzungen, die die Vögel jemand zugefügte hatten.
Vielleicht erkannten sie mit einer Art 7. Sinn, dass Turkey mein Leibgericht war.

Zwei oder drei Wochen nachdem Susi umgezogen war verfolgte mich mal wieder dieser schreckliche Truthahn und ich war ganz alleine.

In letzter Minute konnte ich mich über eine Mauer retten, überwandt den Graben zur Umgehungstraße und stand vor einer riesengroßen toten Katze, die offensichtlich ein Auto überfahren hatte und die dann jemand ins Gras am Straßenrand geworfen hatte.
Es war Susi. Ich weiß nicht woran ich das erkannte. Aber ich wußte es.

Schließlich fuhren wir zu dem Bauernhof und erfuhren, dass Susi sofort, nachdem wir heimgefahren waren, ebenfalls verschwunden war. Niemand wusste wo er sich aufgehalten hatte, aber ich wusste, dass er mich von der Schule abholen wollte.

Meine Schwester beerdigte die Katze irgendwo in der Wildnis, steckte ein Holzkreuz in die Erde und pflanzte ein paar Blumen auf Susis Grab.Alle heulten. Nur ich natürlich nicht.
Aber ihr wisst jetzt, warum ich keine Tiere haben will.


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Beitrag  uvondo am Mi 05 Sep 2012, 11:25

als ich eben anfing Deine kleine Geschichte zu lesen, dacht ich im ersten Moment, Du seist meine Nachbarin, die Wirtin unserer kleinen urigen Dorfkneipe. Ihr Kater heißt auch Susi, Herr Susi, weil man seine Männlichkeit erst bei der Kastration feststellte. Aber unser Herr Susi lebt noch, und holt sich jedenTag bei mir "sein" Fressen ab.......
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Beitrag  patagon am Mi 05 Sep 2012, 11:59

das ist ein Witz, denn auch ich dachte, als ich deinen ersten Beitrag las, du wärest meine Nachbarin. Ich war ihr am Tag vorher auf der Straße begegnet und sie hatte mir erzählt, dass ihr Mann einen Schlaganfall erlitten hatte und in ein Pflegeheim gekommen wäre, da er in ihrer Wohnung im 3. Stock ohne Aufzug nicht untergebracht werden konnte, mit Rollstuhl. Sie ist inzwischen auch in das gleiche Heim zu ihm gezogen.

Damals aber sah alles nur düster aus. Sie jammerte, dass sie so alleine sei und nichts mit sich anzufangen wüsste. Sie eigentlich eine recht patente Frau und sie und ihr Mann gingen oft aus. Ich glaube sogar ihr Mann war Richter, jedenfalls Jurist.

Kachelmann saß noch im Knast und als wir darauf zu sprechen kamen, machte ich ihr den Vorschlag doch mal ins Forum in die Elsenfalle zu kommen. Ich nannte ihr aber nicht meinen Nick und wir verabredeten, dass wir es niemand anderem sagen würden, aber uns gegenseitig persönlich, falls wir einander erkennen sollten.
Sie war begeistert, ließ sich die Zugangsdaten geben und versprach sich am nächsten Morgen im Forum zu melden.

Am nächsten Morgen war ein Neuer da: UVONDO und erzählte was von Sport auf dem Billardtisch.

Ich konnte es nicht fassen. Meine Nachbarin! WOW! lol!
Wann immer ich sie traf, schaute ich sie mit ganz anderen Augen an, brachte die Unterhaltung auf die Elsenfalle, redete über Billardtische usw. aber sie ging nicht darauf ein und es dauerte noch eine ganze Weile bis ich meinen Verdacht endgültig fallen lassen musste.

Ich glaube, ich habe dir das auch schon mal erzählt.


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Beitrag  uvondo am Mi 05 Sep 2012, 12:07

>>>Ich glaube, ich habe dir das auch schon mal erzählt.<<<

Du hast das vor gut 2 Jahren im alten Forum ganz öffentlich erzählt. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern. (wenn dat mit dem erinnern bloß nicht immer sein würde...)

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Eine traurige Geschichte,

Beitrag  Lobelie am Mi 05 Sep 2012, 12:26

die mit Kater Susi - Katzen lassen sich nicht so einfach verpflanzen, sie hauen bei erster Gelegenheit ab und kehren zurück - da hat man schon von unglaublichen Märschen nach Hause gehört, über Hunderte von Kilometern: wie die das machen, wie sie sich orientieren, das hat man noch nicht herausgefunden.

Und Pat, einen "Führungsanspruch" kannst Du bei Katzen vergessen, und die "Verantwortung" ist gering: Dosenöffnen, Katzenklo säubern, Impfen. Nur wenn sie was haben und behandelt werden müssen, das aber nicht wollen, dann wird es eng...

Kein Mitleid mit gequälten Tieren - also das glaube ich Dir einfach nicht!!! (Ist mir lieber so.) No
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Beitrag  patagon am Mi 05 Sep 2012, 13:05

Wenn du das so verstanden hast, dass ich einen Führungsanspruch wollte, dann muss ich mich falsch ausgedrückt haben.
Ich verabscheue das und alles was damit zusammenhängt, aktiv oder passiv.
Das eine ist so und so nur die Kehrseite des anderen.
Das müsstest du mit deinen Erfahrungen in Sachen "Meinungshoheit" usw. doch eigentlich wissen. lol!

Meine Eltern wollten mir ständig die Verantwortung für meine jüngeren Geschwister in die Schuhe schieben.
Ich wollte das aber nicht. Wir waren zu viert und so einfach ist das auch nicht die Kleinen immer in Schach zu halten. Es war außerdem mir egal, was sie machten. Ich wollte meine Ruhe. Ich wäre niemals von mir aus auf die Idee gekommen einer Katze, einem Hund, einem Menschen oder sonst wem mitteilen zu wollen was er zu tun hat.
Wahrscheinlich genau deswegen, versuchten einige Haustiere mich nimmer wieder zu ihrem "Herrchen" zu machen.
Susi ja auch. Was ging mich diese Katze an. Trotzdem hieß es immer wieder "Kümmere dich um dein Tier."
Mein Tier?

Ich habe keine Tiere, ich will auch keine. Ich kann solche Geschichten, die ja immer wieder passieren, nun mal nicht gut ertragen.



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Beitrag  patagon am Fr 07 Sep 2012, 07:01

Wie euch vielleicht schon aufgefallen ist, gehöre ich zu den Frühaufstehern.
Es sind aber nicht die ersten Sonnenstrahlen, die mich aus dem Bett treiben, sondern eine innere Uhr.
In Spanien wird es später hell als in Deutschland. Hier ist es jetzt um 6:30 Uhr noch stockfinster.
Unser Haus hat, wie hier üblich, keinen Keller. Mein Zimmer, ebenerdig, liegt direkt an der Straße. Die Fenster sind vergittert mit so einer Art Schmiedeisen. Die Scheiben sind aus Spiegelglas, so dass man tagüber wenn die Sonne scheint oder auch nachts, wenn ich kein Licht mache, von außen nicht ins Haus schauen kann.
Aber das vergesse ich immer wieder, weil ich es nicht gewöhnt bin.
Sind die Fenster geschlossen schauen mir Leute manchmal direkt ins Gesicht, wenn ich Schreibtisch sitze. Aber sie sehen mich nicht, sondern richten ihre Haare oder Frauen malen die Lippen nach.

Natürlich schlafe ich bei offenem Fenster.

So sitze ich hier am Laptop, denke nichts Böses und plötzlich spricht mich jemand an. der zufällig vorbei geht und direkt im Zimmer zu stehen scheint. affraid

Ich erschrecke jedesmal aufs Neue.

Aber es sind nicht nur Menschen, die plötzlich und unerwartet auftauchen. Es kann mit Tieren genauso passieren.

Fast alle Nachbarn haben Hunde oder Katzen, Tauben oder so etwas und in den Patios leben Vögel auf den Bäumen und kleine Eidechsen an den Mauern, die die Anwesen von einander trennen.
Eigentlich ist diese Form des Zusammenlebens wahrscheinlich viel natürlicher und schöner als bei uns. Aber wenn man es nicht gewöhnt ist, trifft einen fast der Schlag.






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Beitrag  uvondo am Fr 07 Sep 2012, 08:14

Als ich zum erstenmal auf diesem alten Klostergrundstück saß, hatte ich auch eine für mich ungewohnte Begegnung mit diesen Geckos. Da bis zu diesem Zeitpunkt immer Spanienverweigerer, hatte ich natürlich auch keine Ahnung von diesen flinken Tierchen und niemand hatte mich "vorgewarnt". Wie wohl üblich, umgibt das Hauptgebäude eine halbhohe Felssteinmauer. Erst dachte ich, Junge bist Du besoffen, oder warum bewegt sich die Mauer. Die Viecher waren auf den Felssteinen nicht zu erkennen, wenn die sich nicht gerade bewegten. Meine Tochter klärte mich dann einmal über diese Tierchen auf, die schien mit denen perDu zu sein. Inzwischen habe ich mich mal schlau gemacht.

Heute morgen hatte ich auch wieder eine Begegnung mit der Natur hier im Haus. Ich hole ja immer sehr früh die Tageszeitungen ins Haus, und lasse aus Gewohnheit immer die Haupttür offen. Als ich wieder ins Haus ging, hatte ich mal wieder Fledermäuse in der Halle. Ist ja nichts gefährliches, aber es dauert immer sehr lang, bis die den Ausgang wieder gefunden haben.

Hier ist es ja inzwischen (außer hinter den Kulissen) sehr sparsam mit Kommentaren und Themen geworden. Ich werde mich also auch etwas zurücknehmen, bin ja ohnehin bald wieder in Paguera. Habe mir diesmal übrigens vorgenommen, mir die Höhlensysteme der Insel vorzunehmen. Habe schon sämtliche Informationen eingesammelt, zudem ist eine Ausgrabungsstätte aus vorchristlicher Zeit angesagt. Mitte Oktober bin ich zurück, mal reinhören wie es dem Bauchspeicheldrüsenkrebs meines Kollegen geht, wenn er noch ein bißchen durchhält, verschwinde ich über die Wintermonate ganz in Richtung Mallorca. Allerdings immer auf Abruf......
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Beitrag  patagon am Fr 07 Sep 2012, 08:58

danke dass du so rasch geantwortet hast.

Aber es gibt ja auch ein paar Nachteulen, da kann man nichts anderes erwarten.

Aber ja, trotzdem ganz natürlichen Schweigen, ist schon ziemlich ruhig. Woran das wohl liegen mag?

Wurde im Forum doch ständig beklagt, wie unhöflich und grob einige User miteinander umgingen, so scheint jetzt erst recht gar nichts mehr zu laufen.
Macht man sich also selbst etwas vor, wenn Höflichkeits, Anstand, Respekt und Harmonie gefordert werden?

Mein Eindruck ist : JA. 100 Prozent!

Ich werde mir mal ein Reizthema überlegen und dann schauen was passiert.

Denn eines scheint sicher, man WILL sich ärgern.

Deswegen werden wahrscheinlich auch ständig neue absurde Gesetze und überflüssige Verordnungen in die Welt gesetzt, die die Menschen aufregen.

Ich weiß nichts von den Höhlen auf Mallorca, war aber mal auf den Canarischen Inseln und habe erfahren, dass die Ureinwohner dort, keine Spanier und auch keine Akrikaner waren, sondern ein eigener Stamm., die auch mal in Höhlen gelebt haben. Haben eigentlich alle Menschen mal ursprünglich in Höhlen gelebt?
Nomaden doch wohl sicher nicht. Und was ist mit den Ureinwohnern der Südsee Inseln?

Auf Mallorca leben heute vorwiegend Katalanen. In Südfrankreich gibt es ja auch Höhlen und Tropfsteinhöhlen ohne Ende.

Warum lebten Menschen in Höhlen? War es nur zum Schutz gegen Kälte und wilde Tiere?

Auch in der Südsee gibt es doch gefärliche Tiere; Schlangen zB.

Anyway, wenn ich mir die Ups und Downs dieses Forums so anschaue, bescheicht mich der Gedanke, dass die Allerwenigsten überhaupt an irgendwelchen Gütern oder gar an Friede und Harmonie Interesse haben, sondern in erster Linie daran sich herum zu prügeln. Regen fast nur deswegen aufzustellen, damit jemand sie bricht, Verträge zu schließen, damit andere sie brechen und man damit Grüne zum Angriff findet.

Wollen wir alle immer nur haben, was andere besitzen? Egal ob man es braucht oder nicht?










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Beitrag  uvondo am Fr 07 Sep 2012, 09:32

>>>Ich werde mir mal ein Reizthema überlegen und dann schauen was passiert.
Denn eines scheint sicher, man WILL sich ärgern.<<<

Das liegt daran, daß der Mensch nicht willens und nicht fähig ist, friedlich miteinander umzugehen. Und im kriegführen sieht er wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, seine eigene Unfähigkeit zur zwischenmenschlichen Kommunikation zu verschleiern. Bei gewissen Usern (nicht mehr alle hier) hatte ich auch immer das Gefühl, so wie die hier schreiben/schrieben, so benehmen die sich auch im realen Leben. Die schreien einfach los.

Übrigens habe ich auch neue Reizthemen, wo die Menschen dann doch mal richtig aufschreien sollten. Einmal das Rententhema (geht mich persönlich nichts an), dann der Beschluss der EZB (mit Sicherheit politisch gesteuert) mit dem unbegrenzten Aufkauf von Staatsanleihen. Das darf die überhaupt nicht. Es ist entgegen aller Beschlüsse und Gesetze. Obwohl im Hintergrund politisch gesteuert, kann sich die Politik jetzt ungeniert die Hände reiben, man hat einen Weg gefunden seine Hände in Unschuld zu waschen und kann künftig, bis zum Zusammenbruch unserer Wirtschaftssysteme jede Schuld von sich weisen. DAS wird so kommen....... Und dann ist da noch meine Problemfall Merkel, ich bin auch der Meinung, daß diese "Dame" die alte DDR durch die Hintertür wieder einführen will. Sie übergeht den Bürger in allen Belangen.

So..und nun zu den Höhlensystemen, die sind nicht von Menschenhand, sondern naturell entstanden. Die gibt es entlang der Küsten Mallorcas, mit riesigen Kathedralen, Seen, und Säulenhallen. Alles pure Natur und über Millionen Jahre entstanden. Das muss ich mir geben...... Hat zwar jetzt alles nicht mit alle meine Tiere zu tun, aber.....wo ich grad mal hier war.

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Zur EZB

Beitrag  Lobelie am Fr 07 Sep 2012, 09:48

habe ich gerade einen Artikel im ESM-Strang gepostet - auch was deren Politik angeht, sind die Meinungen der "Experten" geteilt - langsam wird das Wort "Experte" zum Schimpfwort...

Aber da wir hier im Tierstrang sind: auch ich hatte mal eine Fledermaus im Haus, die eine Katze angeschleppt hatte. Ich konnte nicht erkennen, mit was sie sich da beschäftigte - und plötzlich flatterte es los, direkt auf mich zu. Das war einer der größten Schrecken überhaupt. Ich habe die Katze aus dem Zimmer gescheucht, bin ihr nach und habe die Tür geschlossen.
Später habe ich überlegt, warum ich eigentlich so panisch war - wäre es ein Vogel gewesen, hätte ich mich nicht so angestellt. Es ist wohl doch so, daß man wegen der Vampirfilme gegen diese harmlosen Tiere beeinflußt wird... Ich habe mich nach Stunden erst ins Zimmer getraut. Die Fledermaus hatte sich unter einer Decke verkrochen und war dort gestorben. Sie sah sehr niedlich aus.

Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, bei der nächsten Begegnung etwas vernünftiger zu reagieren - bislang hat sich aber keine nächste Begegnung ergeben.
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EZB und Politik gehört hier sicherlich nicht hin

Beitrag  uvondo am Fr 07 Sep 2012, 10:09

aber es ergab sich so auf die Schnelle. Habe Deinen zeitgleichen (9.32) gelesen.

Fledermäuse sind für Katzen nicht zu fangen, außer das Tier war schon krank/angeschlagen. Wir haben hier viele Fledermäuse. In unserer großen Scheune haben wir extra in luftiger Höhe (ca. 12mtr.) 2 Einflugschneisen gebaut. Eine für die Käuze mit dahinterliegenden Kästen, die andere für die Fledermäuse, die dort ebenfalls ihre Unterkunft haben. Die segeln, wenn wir bei gutem Wetter noch spät abends im Garten sitzen um unsere Köpfe herum. Die treffen einen nie, solange deren Radarsystem keinen Aussetzer hat. (kommt nicht vor) Wir haben 3 verschiedene Arten und Größen von Fledermäusen. Bin leider kein Fachmann, aber die, die sich heute "verlaufen" hatte, maß bestimmt 10 bis 15 cm Flügelspannweite. Gehörte also zur größeren Gruppe. Wir haben auch einen "Pflegekasten" am Haus angebracht, weil wir hin und wieder mal (gerade bei Jungtieren) geschwächte Tiere finden, die wir dann einsammeln und füttern, bis sie wieder bei Kräften sind. Nur man muß immer Vorsicht walten lassen, Fledermäuße sind Überträger von Tollwut.
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Fledermäuse, Spinnen und Schlangen

Beitrag  stringa am Fr 07 Sep 2012, 10:47

Ich könnte nie ein solches Tier bekämpfen oder töten, entdecke aber bei plötzlichem Aufeinandertreffen zumindest den Impuls in mir, zuerst der panische, d.h. Weglaufen und wenn das nicht geht, dann doch den dringenden Wunsch, diese Viecher so weit wie möglich von mir fernzuhalten.

Was ja eigentlich seltsam ist, ich hätte ja gegen eine Katze, oder einen Hund, Hamster, Karnickel nichts einzuwenden, wahrscheinlich sogar bei einer Raubkatze, die ja nun wirklich gefährlich für mich sein können.

Ich habe oft darüber nachgedacht und da meine Erziehung auf dem Land ja eigentlich eine angstfreie war, d.h. man hat mir nie Angst vor diesen Tieren direkt beigebracht, kann ich nur zu dem Schluß kommen, daß es eine quasi kulturgeschichtliche Angst vor bestimmten Tieren gibt, die bestimmt schon Tausende Jahre alt ist.
Und ich glaube außerdem, daß das Bewegungsmuster von Tieren diese Ängste schürt.

Wenn ich genau wüßte, daß sich eine Schlange oder Spinne nicht bewegt, würde ich weniger Angst haben.
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Spinnen

Beitrag  Lobelie am Fr 07 Sep 2012, 13:56

"halten" wir sogar in der Wohnung - das sind für mich faszinierende und auch nützliche Wesen. Nur bei Überraschungsangriffen bin ich dann doch verschreckt, so wie gestern, als ich durch ein Spinnennetz lief, deren Erbauerin dann kurzfristig in meinen Haaren landete Very Happy

Neulich rettete ich eine Heuschrecke (5 cm groß, grün, sie konnte fliegen, wie ich später sah) aus meinem Arbeitszimmer und ließ sie draußen frei - so richtig angsteinjagend finde ich eigentlich nur Wespen und Hornissen, und wenn man mich gefragt hätte: Mücken bräuchte es auch nicht zu geben - mückenfressende Tiere stellen sicherlich gern ihre Ernährung um, wenn es keine Mücken mehr gibt.

@ Uvo:

"Meine" Fledermaus kam mir sehr riesig vor, als sie auf mich zuflatterte... Später erwies sie sich als doch sehr übersichtlich; und sie war garantiert angeschlagen gewesen, sie starb ja kurze Zeit später, ohne daß sie äußere Verletzungen aufgewiesen hätte.
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Re: alle meine Tiere

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