Strang für Wirtschaftsfragen

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Strang für Wirtschaftsfragen

Beitrag  uvondo am Mo 09 Dez 2013, 08:30

das Eingangsposting lautete :

Erstmal moin moin allesamt, und hola pat.

Ich war vorhin erstmal bei den Tagträumern drüben. Da fängt eine gewisse Ali ein Thema an, welches einige Brisanz und auch interessante Entwicklungen beinhaltet. Aber wie immer....da wird eine Thematik angefangen, ohne irgendwelches Hintergrundwissen zu besitzen. Wenn man dem Strang drüben denn schon den Titel: "das Milliardengeschäft mit dem Wasser" gibt, dann sollte man nicht nur auf gewisse Fakten hinweisen, welcher Staat wieviel Wasser vertilgt, sondern auch auf den Titel eingehen. Aber da fehlt es wieder an Substanz. Wenn man solche Themen mit einem solchen Titel anfängt, dann sollte man zumindest auch etwas über Investitionen, Wirtschaftsverhalten und deren Folgen, Wirtschaft überhaupt, etc verstehen. Ansonsten spielen die wieder einmal einen flachen Ball. UND nur das einsetzen von Bildern und Links, ohne eigene Vorschläge und eigenes Wissen ist zuwenig..................Mehr ist aber voraussichtlich einmal mehr nicht zu erwarten.
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Nun Freizeit...

Beitrag  Monete am Fr 28 Feb 2014, 00:52

Mit gegenseitigen (neudeutsch: bilateralen) Verträgen sollte die Schweizer Regierung die Beziehung zur EU regeln, jedoch keine weiteren (verdeckten) Vorbereitungen zum immer noch hängigen EU-Beitrittsgesuch vornehmen.

Das interpretiere ich ein wenig anders.

Fangen wir damit an, dass die Schweiz 1992, meinem Wissen nach, die Mitgliedschaft bei der EU beantragt hat!
Die Beitrittsverhandlungen wurden dann allerdings nach der Volksabstimmung vom 6. Dezember 1992 wieder eingefroren. Wiederum mit einer knappen 0,3 Mehrheit.
Alleine das zeigt, dass nicht DIE Schweizer etwas wollen, sondern dass das Land tief gespalten ist in dieser Frage.

So folgten fünf sehr polarisierende Volksabstimmungen, die jedoch immer wieder zu einer engen Partnerschaft mit der EU aufriefen. 60%
Dabei stimmten sie nicht nur für die Verlängerung der Personenfreizügigkeit mit der EU, sondern auch für die Ausdehnung auf die neuen Mitgliedsländer Bulgarien und Rumänien.
Wie soll man das Verhalten denn deuten?

Also ich sehe das Locker, wenn die Schweiz nicht will, wenn die Schweiz meint, sie kann es alleine, dann muss sie alleine, doch dann bitte auch nicht mit Fördergelder der EU.
Und wenn jetzt rechter Schulterschluss geübt wird mit der größten Spaß-Bremse und Sozialdarwinisten Europas, gemeint ist England, dann heißt das nichts anderes, als wenn man sich in der Schweiz doch fürchtet vor der eigenen Courage. Denn nichts ist so schlimm wie für eigene Taten einzustehen, die man zwar populistisch auf den Weg brachte, jedoch nicht wirklich beabsichtigt hatte.

Nach meiner unmaßgeblichen Meinung wird die Schweiz, sollte die EU diesmal hart bleiben, wieder um die Aufnahme in der EU ersuchen, denn die Globalisierung kennt weder Schweiz noch Deutschland oder England... Das wird man merken.

England sollte man mit Gottes Segen und drei segnenden Kreuzen auch ziehen lassen, dann kämen auf Frankreich, die Niederlanden und Deutschland ein satter Handels- Steuer- und Finanzschub zu.  Very Happy 
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Monete, das ist eben das Problem bei Demokratie -

Beitrag  stringa am Fr 28 Feb 2014, 11:42

wenn man sie ernst nimmt, heißt das.

Ich glaube auch, daß die Schweiz da tief gespalten ist, aber der Riss scheint mir eher (wie übrigens in vielen anderen EU-Ländern auch) zwischen der Regierung und Unternehmern auf der einen Seite  und auf der anderen Seite dem "Volk", also den Normalbürgern zu bestehen.

Mit gutem Grund sind wir, die Deutschen, nicht gefragt worden. Fast allen wohlhabenden Ländern ist die EU und auch der Euro von ihren Regierungen aufgezwungen worden. Klar, die ärmeren waren alle begeistert. Einige Zeit vor Gründung der EU hatten wir Urlaub in Portugal gemacht und dort von allen Seiten die freudige Erwartung zum Beitritt zu hören bekommen. Jeder Taxifahrer war dort voller Hoffnung, daß endlich mal Geld fließen werde. Woher, war denen natürlich egal. In Griechenland wirds ähnlich gewesen sein.

Mit Einführung des Euro haben wir Deutschen praktisch unser Vermögen halbiert. Sicher, das hat natürlich auch mit der persönlichen Gier eines jeden zu tun, der etwas zu verkaufen hatte, war aber voraussehbar und niemand wird doch im Ernst bestreiten können, daß mittlerweile 15 Jahre nach Einführung des Euro fast alle Preise eins zu eins der D-Mark entsprechen. Nur die Einkommen nicht, klar.

Das nenne ich schon einen Verlust! Und der Wegfall der Grenzen entschädigt nicht wirklich dafür. Ist ja nicht so, daß man früher nicht auch überall hätte hinreisen können.

Und noch etwas, das vielen Bürgern erst so nach und nach klar geworden ist: Wir sind auf dem Weg zu einem Vereinten Europa als Staat, d.h. irgendwann werden wir von Brüssel aus regiert werden. Ich glaube nicht, daß dieser Weg zurück beschritten werden kann, aber ich bin nicht nach meinem Einverständnis gefragt worden und ich bin auch nicht einverstanden.

Von daher verstehe ich auch jedes Land, das sich da ein bißchen widerspenstiger zeigt als wir und klatsche begeistert Beifall.

Man kann als Idealist natürlich ruhig für ein Vereintes Europa sein und es mag sicher sogar gute Gründe, nämlich geopolitische und strategische, dafür geben, Fakt aber ist, das die Bürger der wohlhabenderen Länder erstmal die Kosten dafür zu tragen haben und dass es auf Dauer ein Transferstaatsgebilde sein wird.

Die Mittelmeerländer und der Balkan werden es einfach nicht hinkriegen können, in ihren Ländern all das zu finanzieren, was  an angleichenden Infrastrukturen mitteleuropäischer Standard ist.

So wie wir bisher in Deutschland einen Länderausgleich haben, von Bayern z. B. nach Brandenburg, so wird ein ständiger Länderfinanzausgleich in Europa nötig sein. Und das ist's, was kein Politiker gerne ausspricht, was aber sehr viele Bürger wissen, bzw. spüren oder befürchten und nicht nur in Deutschland.

Bisher konnten wir in unserer Demokratie wenigstens davon ausgehen, daß, wenn unsre Politiker schon nicht immer unsere Bürgerinteressen vertreten haben, sie doch immerhin rein deutsche Interessen vertreten haben.

Dessen können wir uns jetzt und in Zukunft natürlich nicht mehr sicher sein.
Und das macht mir und vielen anderen Sorgen.
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Guten Morgen an alle

Beitrag  Freizeit am Sa 01 März 2014, 10:30

Monete

Meine Atömchen halten mich im Moment mehr auf "Trab" als mir lieb ist.

Bis ich wieder mehr Zeit habe hier eine, nach meiner Sicht interessante, Diskussion, welche verschiedene Sichtweisen anspricht.

http://www.srf.ch/sendungen/arena/spinnen-die-schweizer

Stringa:

Das mit dem "Röstigraben" ist ein gutes und, für uns Schweizer auch "intern", lustiges Thema. Ich hoffe, bald auch da Zeit zu haben.

Bis dahin. Herzliche Grüsse und danke für die anregenden Themen.  Blümchen! 

Freizeit beim Atömchen zählen  cheers albino 
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Hallo Stringa, hallo Freizeit,

Beitrag  Monete am Sa 01 März 2014, 19:55

das ist das Problem der Demokratie, man kann herrlich die kritisieren, die man zuvor gewählt hat. Wink 
Und die Globalisierung findet zweifellos statt und viele Politiker verstehen diese als heiligen Selbstzweck.
Ich hingegen denke, dass sich Wirtschaft als Untertan der Menschen verstehen muss.
Daher sehe ich die Demokratie in Gefahr, weil die Wirtschaft und Finanzwelt sich durch das Versagen der Politik so mächtig machte, dass sie bestimmt und nicht mehr die gewählte Politik.

Ich werde mal einen gesonderten Beitrag schreiben, wer diese Welt in Wirklichkeit regiert.
Doch das betrifft die Schweiz auch, deren Abstimmungen dann zur Pseudoabstimmungen werden.

Wie ich schrieb, bin ich durchaus für mehr Demokratie.
Daher verurteile ich die Deutsche Demokratie, die dem Bürger politisches Versagen unterstellt, was man immer gerne mit der Vergangenheit in der Weimarer Republik begründet.
Doch anders, als die Nachkriegspolitiker, die zu Hauf selbst das beschriebene Versagen angerichtet haben, bin ich der Meinung, dass lediglich die Politik vorher versagt hat... Nicht grundsätzlich das Volk.
Was natürlich dahingehend zu relativieren ist, weil
a) Hitler demokratisch gewählt wurde und
b) jeder Einzelne natürlich Schuld trägt, wenn er Unrecht zustimmt, gutheißt und insoweit zulässt, wie er es hätte unterlassen und vermeiden können.

Ich freue mich über das Urteil des Verfassungsgerichtes die 3 % Klausel zu verwerfen.
Es bringt mich persönlich wieder zur Europawahl, wo ich sonst nicht wählen gegangen wäre.

Mit der Kritik an Deutschland hast du Recht, es ist sogar noch schlimmer.
Mit der Wiedervereinigung hätte das Grundgesetz durch eine vom Volk abzustimmende Verfassung ersetzt werden müssen. Art. 146 Grundgesetz
Es wurde nicht gemacht und selbstherrlich von der Politik einen Artikel des Grundgesetzes für Nichtig erklärt.

Doch direkte Demokratie hat den Nachteil, wenn über alles abgestimmt werden kann, zudem stark vereinfacht, dass die gewählten Volksvertreter keine Entscheidungen mehr treffen können, die von Tragweite und von längerer Vorbereitungszeit sind.
Denn wenn ich mal überspitze, wobei das durchaus Realität werden könnte, dann sage ich mal anhand der Schweiz... Man tritt in die EU ein, um in drei Jahren wieder auszutreten und in weiteren drei Jahren wieder einzutreten!!!?
Jedes Mal mit 0,3 % Mehrheit?

Ich stelle mir Basisdemokratie vor, dass man natürlich über Erweiterung, Abgaben an Rechte an eine EU-Regierung, deren Legitimation und Verfassung natürlich vom Volk abstimmen lassen muss. Auch in Deutschland!
Es sieht so aus, dass wir in eine Staatsform EU kommen, worüber das Volk nicht gefragt wurde.
So würde ich den Staat verschlanken und alles möglichst weit auf untere Ebenen verlagern (Subsidiaritätsprinzip).
Öffentlich Rechtliches Fernsehen stark einschränken auf die Funktion, die angedacht war, die Bildung und Schulsysteme weitgehend vereinheitlichen, bzw. dem Bund unterstellen.
Volksentscheide zulassen, die jedoch nicht in eine Verfassung eingreifen kann.

Ein Bekenntnis zu Europa, Stringa, ist mehr als eine Freiwilligkeit, zumal andere Völker ja auch darüber abstimmen durften. Sie bekannten sich dazu, was auch gut ist.
Mir geht das Gebilde nicht weit genug, weil ich das nicht nur wirtschaftlich betrachte, sondern auch Sicherheitspolitisch.
Natürlich, du hast Recht, ich wäre auch gerne gefragt worden, hätte einiges anders gesehen, dennoch macht die Ukraine gerade deutlich, dass wir im Moment so schwach sind, wie noch nie!
Europa ist ein Wirtschaftsriese aber zugleich ein Sicherheitszwerg.
Da wäre nur die Atommacht Frankreich, die auf dem Dach verhalten krähen könnte.
England erklärt sich sicher nicht für zuständig.
Wir genießen nicht mehr den absoluten Schutz der USA, das wollten wir auch so, und dennoch sehe ich uns durch einen aufkommenden Faschismus in Russland bedroht.
Darum war es richtig die EU nach Osten auszudehnen, zu gerne hätte ich darauf verzichtet, doch Sicherheitspolitisch war das richtig.

Das Gebilde EU ist nicht genug geeint, die Brüsseler Regierung, ein zahnloser Tiger, weil nur wirtschaftlich aktiv.
Denn Ungarn hätte längst die Knute spüren müssen, wenn sie Menschenrechte und Meinungs- und Pressefreiheit mit Füßen tritt. Der Rechtsradikalität ist überall auf dem Vormarsch, weil Bürger sich nicht mehr politisch vertreten fühlen und Politiker nur noch das hohe Lied der Wirtschaft singen.
Rechter Populismus wirkt auch deshalb, weil den Menschen zunehmend egal ist (s. Schweiz) was sie anrichten, wenn es ihnen nur kurzfristige Genugtuung bereitet.
Denn es ist den Menschen nicht immer vergönnt, die Folgen ihrer Taten vorausschauend zu bedenken.

Der Euro war eine Währungsreform, der mehr schadete als nutzte. Doch genau so könnten wir jetzt davon schreiben, warum wir nicht mehr die Reichsmark und dann die DM bekamen.
Der Unterschied besteht darin, dass uns die Hoheit genommen wurde, die eigene Währung zu definieren... (Auf- und Abwertung)
Man hätte also zuerst eine Gesamtregierung haben müssen.
Daher gehen nun einige Länder auf dem Zahnfleisch.
Doch ein Dollar zieht uns möglicherweise immer noch in den Abgrund, weil die EU eben nicht überall den Euro einführte.
Das bringt doppelte Schwierigkeiten.
Auf der einen Seite Länder, die sich überbewertet sehen. Andere, die ihn wertmäßig vertragen.

Doch die größten Probleme haben die, die nicht am Währungsverbund teilnahmen, weil sie einerseits doch am Euro hängen und zudem stärker am Dollar.
Darum hat England seit den 60ern massive Probleme, und die Schweiz auch. Beide Währungen verlieren an Bedeutung und sind überbewertet. Daher hat die Nationalbank auch mehrmals unbemerkt die Geldmenge aufgebläht.

Hier käme mein Argument: „Wem gehört die Welt“, zum tragen, wenn man bedenkt, dass eine Hand voll Menschen die Währung der Schweiz so stören könnten, dass sie in arge Bedrängnis käme und unter den Euro flüchten müsste.
Das immer geäußerte Selbstbewusstsein ist nur das laute Pfeifen im Finanzwald.
Denn sie sind ständig in Gefahr, weil sie als Ausweichwährung gegen den Euro dienen.

Aber sagt man das seinem Volk? Nein! Man macht die EU verantwortlich... Dubios, verschwörerisch und populistisch, wie der undisziplinierte Staatsrat Freysinger im Film der Diskussion, die Freizeit einstellte, deutlich machte.

Großbritannien möchte sich seines Währungsdruckes entledigen, indem innerhalb der EU die Sozialstandards gesenkt werden sollen. Was bezweckt, dass die Löhne gesenkt werden sollen.
Zudem wollen sie weniger in die EU zahlen, was ja dann vornehmlich aus Deutschland ausgeglichen werden müsste.

Die USA überlegen nun, ihren Export nicht mehr über England, sondern über Frankreich oder Niederlande, Deutschland in die EU zu leiten.
Das sind direkten Folgen einer Politik gegen die EU u.a. durch England, Schweiz, die im Ausland nicht begrüßt wird.
Bei der Schweiz kann das sogar bedeuten, dass mit dem Votum nur noch der endgültige Beitritt möglich sein wird und die Parallelbehandlung zu Ende ist.

Was den Länderfinanzausgleich betrifft, so bin ich immer ein wenig verwundert...
Wenn eine Familie gemeinsam am Tisch sitzt und isst, dann lässt man das schwache Kind auch nicht hungern, wenn die Suppe verteilt wird.
Denn gerade was Bayern betrifft, so ist das Kind Bayern nach dem Krieg sehr gut und vorzüglich von anderen gemästet worden. Man hat genau das gemacht, was jetzt genörgelt wird, man hat Strukturen verbessert, Industrien verlagert. Und das vornehmlich mit Bundesmitteln und Länderfinanzausgleich.
Die Einheit hätte dazu führen müssen, dass Stadtstaaten, das Saarland dem jeweiligen Nachbarn angegliedert werden mussten. Die neuen Bundesländern hätte man entweder ein Land sein lassen können oder höchstens Zwei.
Das hätte massiv Geld gespart.

Doch auch hier klassisch zu erkennen! Volksabstimmung die das verhindert hat! Hier siegte auch der Bauch über den Verstand!

Zudem gibt es in Bayern ein eklatantes Ungleichgewicht innerhalb Bayerns selbst, wo der Speckgürtel nur um München herum existiert.
Aber gerade die CDU/CSU hat den Mindestlohn verhindert, kein Allheilmittel, doch Einkommen würde dazu beitragen, langfristig die Länderfinanzen zu egalisieren.
Denn der Länderfinanzausgleich ist ein Spiegelbild, des Lohneinkommens. Und Nobelkarossen aus Bayern und BW fahren bekanntlich auch in anderen Bundesländern.
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Danke für ausführliche Antwort

Beitrag  stringa am Sa 01 März 2014, 23:57

Kann mich mental erst wieder nach Karneval ins Thema vertiefen  jocolor   geek   Very Happy .Bis dann.

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Dann mal viel Spaß...

Beitrag  Monete am So 02 März 2014, 22:19

Karneval ist schließlich eine "ernste" Sache.  Very Happy 
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Monete, ich glaube, daß wir in vielem einig sind

Beitrag  stringa am Do 06 März 2014, 11:35

und wo wirs nicht sind, machts auch nicht viel hier in dieser kleinen abgelegenen Internet-Ecke.

Ich weiß wohl, daß ich mit meiner Meinung zur Demokratie und speziell zur Demokratie hier in der EU oder noch spezieller in Deutschland eine in sich selbst widersprüchliche Meinung vertrete.

Ich wäre bestimmt kein Anhänger einer direkten Demokratie, die generell in allen Fragen bestimmen könnte. Dazu muß man nur die Kommentare im Internet zu bestimmten Rechtsfällen oder zu bestimmten politischen Fragen lesen, die Shitstorms gegen Meinungen und Personen mitkriegen oder im Fernsehen die Meinungsumfragen beobachten, oder generell im Leben mitbekommen haben, wie und nach welchen Gesichtspunkten die Leute sich ihre politische Meinung bilden. Da kanns einen schon sehr gruselig zumute werden und wie oft ich schon zu mir oder anderen gesagt habe: "Und die dürfen alle wählen, oh Gott oh Gott?!", das kann ich schon gar nicht mehr zählen.

Ist halt so, daß die meisten politischen und gesellschaftlichen Fragen  etwas komplexer sind, als auf den ersten Blick zu erkennen, und daß sich die wenigsten Leute dann mal dranmachen und selbst anfangen, sich zu informieren und zwar nicht nur, indem sie die Schlagzeilen am Bahnhofskiosk einmal rauf und runter lesen.

Selbst in meinem Bekannten und Freundeskreis, den ich mal "gutbürgerlich" nennen möchte, finde ich oft keinen, der seine Meinung differenziert darstellen und begründen kann. Da gibts Leute, die wählen immer das Gleiche, weil sie halt immer so gewählt haben. Da gibts Leute, die wählen nach Sympathie und Erscheinungsformen der Politiker, obwohl das ja nicht wirklich viel aussagt. Und außerdem gibts natürlich noch die, die nach Interessen-Lage stimmen, so z. B. Selbstständige, die wohl in der Mehrzahl sich von CDU oder FDP am besten vertreten fühlen. Ist aber alles irgendwie Bauchgefühl, glaube ich.

Und außerdem wollen wir mal nicht die vierte Macht vergessen, unsere Medien. Vielleicht bin ich da mittlerweile auch vorbelastet, ich bin mittlerweile so weit, daß ich erst mal aus Prinzip dazu neige, meine Meinung zu Themen Anti-Mainstream zu stellen.

Ich will nicht soweit gehen, zu sagen wie unsere Frau Moritz hier in Köln: "Und wenn Pro-Köln sagen würde, der Himmel ist blau, würde ich dagegenstimmen", aber die Richtung  und die Tendenz dazu ist bei mir vorhanden.
D. h. wenn die Medien auf irgendwas einschlagen oder etwas für gut befinden, bin ich erstmal solange dagegen, bis ich eines Besseren belehrt werde.
Unnötig zu sagen, daß ich Fall Frau Moritz und Pro-Köln immer für Pro-Köln bin. Nicht weil ich irgendwie rechtsradikal bin, sondern weil ich mich gern gegen den Mainstream stemme. Der Mainstream hat meistens unrecht. Im Fall Pro-Köln würde mir das Stemmen leichter fallen, wenn da nicht so komische Leute in diesem Grüppchen wären. Anscheinend lauter gescheiterte Existenzen. Aber sie verdienen es nicht, so behandelt zu werden.

Man muß seine Meinung in einer Demokratie aussprechen dürfen, damit fängts schon mal an.

Ob dann starker Gegenwind kommt - tja, muß man dann eben aushalten, aber auf beiden Seiten.

Da sehe ich übrigens eine Parallele zur Volksabstimmung in der Schweiz. Wie ich schon mal geschrieben habe, wird diese Volksabstimmung nicht zu schwereren Verwerfungen im Verhältnis Schweiz - Europa führen. Die werden schon irgendwo hinter den Kulissen einigende Formulierungen finden. Aber daß die Schweiz erstmal ihre Meinung zum Thema mitteilen kann, das finde ich schon wichtig. Wie man dann mit dieser Meinung umgeht und was dann damit gemacht wird - das steht dann, wie ich fürchte, nicht mehr in unserer Hand, und vielleicht nicht mal mehr in der Hand von Politikern, sondern in der Hand anderer interessierter einflußreicher Personengruppen.

Tja, zurück zum Mainstream und dessen Vertretern und Machern, den Medien.
Hab grade das neue Buch von Sarrazin gelesen, "Der neue Tugendterror". Darin beschreibt er ziemlich gut, wie ich finde, die Mechanismen unserer Meinungsbildung, die vom Herdentrieb bestimmt sind, aber leider auch von geschickten Leuten gesteuert werden können.
Sarrazin ist auch so ein Beispiel, wo man fassungslos vor dem Fakt steht, daß jemand, der zu Anfang mal ein relativ trockenes Buch, gefüllt mit Statistiken (Deutschland schafft sich ab) geschrieben hat, auf einmal überall als Fürst des Bösen, quasi ein zweiter Dschingis Khan oder Hitler dasteht. Unnötig, zu sagen, daß ich das Buch gelesen habe, es relativ gut auf den Punkt gebracht finde und überall, wo ich drüber geredet habe, auf Leute gestoßen bin, die das Buch zwar nicht gelesen hatten, aber Sarrazin ganz furchtbar fanden. Quod errat demonstrandum!

Oder zum Beispiel die Entwicklung in der Ukraine. Ständig wird uns da verkauft, da kämpfen tapfere Freiheitshelden auf dem Maidan gegen finstere Diktatoren, aber wenn man näher hinguckt, gibts zwar bestimmt einige tapfere Freiheitskämpfer, vielleicht sogar welche, die Ideale haben und die die ersten sein werden, die nachher enttäuscht in der Ecke stehen, wenn nämlich die Pfründen neu verteilt werden unter die, die diese "Revolution" in die von ihnen gewünschte Richtung gelenkt haben, im Hintergrund geblieben sind, und über kurz oder lang hervortreten werden und den Staat Ukraine unter sich neu aufteilen. Aber vor allem gibts da eine Meute von ausbeuterischen Politikern, die von einer anderen ausbeuterischen Clique abgelöst werden.
Und wies aussieht, haben auch ausländische Geheimdienste ihre Finger in diesem Spiel drin gehabt.
Da kann man Putin voll verstehen, der sich da auf gar keine Politiker oder Abstimmungen mehr verläßt und seine (wie ich finde, berechtigten) Interessen mit eigenen Mitteln durchsetzt.
Auch im Fall Putin vertrete ich eine durchaus andere Meinung als unsere Medien, und ich kann nur hoffen, daß die Mainstream-Meinung zu Putin nicht wirklich die Meinung unserer Politiker ist, wiewohl ich zuweilen denke, manche glauben sogar an das, was sie uns verkaufen wollen. Schreckliche Vorstellung  Twisted Evil 

Aber ich fürchte, ich bin schon wieder weit abgeschweift. Eigentlich wollte ich doch eine klare und eindeutige Meinung zu Europa schreiben. Na ja, nobody is perfect  Very Happy 
Ich werd da weiter dran arbeiten  scratch
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Ich versteh die Amis und Europa nicht mehr

Beitrag  stringa am Fr 07 März 2014, 10:34

Jeden Morgen, wenn ich die Nachrichten aufrufe und zur Ukraine lese, wächst meine Fassungslosigkeit. Da ist von Sanktionen (welche denn, fragt man sich) die Rede, von unverantwortlicher Verletzung der Souveränität eines fremden Staates, von widerrechtlicher Besetzung, gar Machtergreifung die Rede. Und die europäischen und deutschen Politiker und natürlich fast alle Medien singen munter mit und lassen sich von den USA weiter scharfmachen.

Was um Himmels willen ist denn schon geschehen? Nix, soweit ich das bisher überblicken kann.

Putin schützt seine Interessen, die er auf der Krim hat und die wohl wirklich lebenswichtige Interessen sind (Flotte) durch die Anwesenheit seiner Soldaten. Die machen nichts, die tun nichts, die kämpfen nicht, die stehen da nur rum.

Ich möchte mal nicht wissen wie die Amis in ihrem Hinterhof bei vergleichbarer Lage agieren würden? Gesetzt den Fall, Mexiko würde eine kleine Revolution machen, Regierung weg, ab nach Ami-Land und man weiß noch nicht, wer jetzt der neue Machthaber sein wird.

Na, dann möcht' ich mal nicht sehen, wie schnell die amerikanischen Soldaten an der Grenze aufgestellt wären und höchstwahrscheinlich auch in bestimmten Gebieten in Mexiko selbst.

Das ist doch zum K... diese einseitige Berichterstattung und Bewertung !!!
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hmmmmnöööh ...

Beitrag  fab Jack am Fr 07 März 2014, 13:47

Ich kann's verstehen!

Selbst wenn die russischen Soldaten da nur rum stehen, so ein bisschen auf der Krim. Die Wochen vor Sotschi haben doch mal wieder ganz genau gezeigt, was für ein Mensch Putin ist, und was für ein Regime er führt. Unangenehme Regimegegner ließ er einsperren (Pussy Riot, um nur eine Frauenband zu nennen) und Homosexualität ist in Russland so verpönt, dass regelmäßig Pogromstimmung herrscht sobald sich jemand zu seiner Sexualität bekennt. Ich erinnere nur daran, dass Amerika 2 homosexuelle Frauen als Delegation nach Sotschi geschickt hat, was ich für gelungene Provokation halte.

Putin ist ein demokratischer Diktator, machen wir uns nichts vor.

Der europäische Westen und die Amis sind ja nicht nur auf Hab-Acht wegen der russischen Soldaten auf der Krim, sondern allem voran, weil Putin den - zugebenermaßen durch einen Staatststreich errungenen - Machtwechsel und somit das Parlament der Ukraine nicht anerkennt. Es stand zu lesen, dass Janukowitsch Putin um eine militärische Intervention gebeten habe. Und das glaube ich sogar. Der ehemalige Präsident hat so viel Dreck am Stecken, da reichte der niedliche See vor seiner gemütlichen Datsche nicht aus, die über 20.000 Seiten kompromittierendes Material (siehe: ist Janukowitsch vielleicht ein bissle korrupt?) zu versenken.

Da kann Putin noch so viel verlautbaren lassen, Janukowitsch sei politisch am Ende und somit guten Wind zu machen - seine Interessen sind natürlich
ganz andere - sowie die Interessen Europas und Amerikas andere sind.

Russland kann es sich nicht leisten die Ukraine zu verlieren, genau so wie Europa es sich nicht leisten kann, die Ukraine nicht zu gewinnen.

Und diese Verhandlungen, ein möglicher Beitritt der Ukraine in die europäische Gemeinschaft - werden seit 20 Jahren geführt. Mühsam ernährt sich das internationale Eichhörnchen - und Janukowitsch - den ich persönlich nur noch für eine narzistische Marionette halte - wandte sich seit Amtsantritt 2010 gegen Europa und gegen bestehende Verträge. Das brachte so langsam einige pro-Europäer in der Ukraine auf die Palme. Und protestieren tun sie schon seit November 2013 ziemlich laut. Dann kam der Umsturz - und somit das nächste Problem: die Krim.

Was passiert mit der Krim?

Wenn die Krim nicht autonom bleibt, könnte Russland seinen Marine-Stützpunkt verlieren - es geht Putin wahrscheinlich viel mehr um 1000de Kilometer Küste am schwarzen Meer als um die russisch sprechende Bevölkerung. Und dieser Vertrag wurde 1997 für 20 Jahre unterzeichnet - also noch 3 Jahre - wie lang aber ist eine Legislaturperiode?

Wozu braucht Russland mehr Küste im Schwarzen Meer? Könnte man sich fragen, da wir uns doch alle so prima verstehen, und Putin so gar nicht regressiv regiert ... nee, die Amis und die Europäer - und so sehe ich das auch - nehmen da viel mehr die ganze Muskelspielvarianten eines Halbstarken wahr, der sich nach dem kalten Krieg sehnt.

Das größere Problem in der Berichterstattung sehe ich vor allem darin, dass die verschiedenen Gruppierungen und deren Interessen nicht mehr thematisiert werden. Wer sind denn diese Rechten Antisemiten, die in Nebensätzen immer wieder auftauchen und die am Putsch beteiligt waren? Wie ist deren Rückhalt in der Bevölkerung? Und da muss man abwarten, was die Neuwahlen ergeben, denn erst da wird die Ukraine das neue Gesicht zeigen können.

Putin spielt ein gefährliches Spiel - aber ihm kann man wenigstens zugute halten, dass er auf dem internationalen Parkett sowohl Tango als auch Walzer beherrscht.

Klar helfen da Sanktionen - und Abwarten, was die Neuwahlen in der Ukraine bringen - immer dran denken: es geht Russland um die Krim als sogenannte geopolitische Lage - die könnten auch Takatukisch sprechen, das würde Putin einen Dreck scheren.

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Nachtrag -

Beitrag  fab Jack am Fr 07 März 2014, 18:27

nicht nur für Stringa

hihihi, die Düsseldorfer!




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moin moin all

Beitrag  patagon am Fr 07 März 2014, 19:33

Habe einen neuen Computer, der allerdings noch nicht vollständig vom Fachmann installiert ist. Geschieht am WE.

Mit Interesse habe ich eure Kommentare zu Schweiz, EU, Krim usw. gelesen.

Im TV schaue ich mir mit Missfallen die besorgten Gesichter an, wenn von der "größten Krise" die Rede ist. Was für eine Heuchelei!

Die Berichte erinnern fatal an den kalten Krieg.  affraid 
Vor allem Gauck hatte letzte Woche unter dem Deckmäntelchen der Moral und Verantwortung dazu aufgerufen "Farbe zu bekennen". Was heißt das?
Ich glaube auch, dass bei einem Umsturz viel Dreck aufgewirbelt wird. Normale Menschen die in Ruhe leben wollen, geraten zwischen die Fronten. Man bemächtigt sich ihrer Habe und ihrer Ziele im Namen der guten Sache, die ja in Wirklichkeit gar nicht gut sein muss.
Andererseits, die Fälle Mollath, Wulff, Harry Wörz u. v. A. zeigen in beängstigender Art, was jedem Einzelnen geschehen kann, wenn Macht missbraucht wird (was ja pausenlos geschieht), und keiner aufbegehrt.
Was wissen wir überhaupt?
Was haben wir mit all den Dingen zu tun?

Ich denke an hitzige Debatten hier im Forum, an Kachelmann und Wulff und wie wir uns gefetzt haben,

Warum?
Ich persönlich weiß auch nicht was Putin will. Áber ich weiß auch nicht was Obama will.

 Peace! 




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Nochmal zur Ukraine

Beitrag  stringa am Sa 08 März 2014, 14:35

Ja sicher ist Putin mehr aus geopolitischen Gründen an der Krim interessiert als aus Mitgefühl für seine russischen Landsleute. Dürfte bei den Amerikanern nicht anders sein.
Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Kuba-Krise !

Was dem einen recht ist usw.

Was allerdings Europa an der Ukraine so faszinierend finden soll, erschließt sich mir nicht so recht. Die hängen doch einfach an jedem Tropf, der ihnen eingeflösst wird, also eigentlich kosten die nur.

Hi, Patagon, schön, daß du jetzt einen neuen Computer hast. Wäre natürlich noch schöner, wenn du auch mal was Neues zu den Themen schreiben würdest. Hast du keine Meinung zu Putin, oder Amiland oder anderen politischen Themen?

Wünsche trotzdem gute Besserung.  Blümchen! 

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Re: Strang für Wirtschaftsfragen

Beitrag  patagon am Sa 08 März 2014, 16:45

Stringa,
ich habe ne eigene Meinung. Ich finde Kriege sinnlos. Es gibt da keine Gewinner. Keine Sieger, nur Verlierer. Ich habe oft mit überlebenden amerikanischen GIs gesprochen, die zurück kamen aus irgendwelchen Krisengebieten, Freiwillige auch, die aus Patriotismus und Überzeugung mitgemacht hatten. Auch wenn sie Glück hatten, als Gewinner hat sich keiner gefühlt.

Verstehst du unter einer eigenen Meinung, dass man sich zwischen Pest und Cholera zu entscheiden hat?
So ähnlich, wie die Wahl des kleinsten Übels?

Ich habe übrigens neulich von einer neuen gefährlichen Droge gehört: Christal. Das ist aber gar nicht neu. Nur der Namen. Das gab es schon im WW 2. Damals hieß es Pervitin oder Preludin und wurde Soldaten (Kampffliegern usw.) verabreicht, ehe sie die gefährlichsten Einsätze machen mussten.

So zurück zu Putin.
Die Russen haben vieles, das andere brauchen. Aber sie haben auch gefährliche Waffen. Die Amis auch....
Aber inzwischen spielen auch China und Indien
mit im Spiel um die Macht.
Ich frage mich so und so immer, was man davon hat. Jeder kleine Hausmeister möchte Boss sein. Warum?

Es kann Obama egal sein, ob die in der Krim russisch sprechen oder ukrainisch.
Er versteht sie doch so und so nicht.
Dieser Unsinn gehört im Grunde in alte Zeiten wie alle Religionskriege.
Und Janukovich, was hat er jetzt von seinen goldenen Wasserhähnen? Genauso viel wie der Bischof von Limburg und jeder Neidhammel, der das auch haben möchte.
Und weil schon gerade mal dabei sind Stinka, was hat man eigentlich davon, wenn Demo u. A. hier nicht mehr schreiben.
Wofür ist das gut?


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Sollte ich vielleicht auch nur noch Patzi

Beitrag  stringa am Sa 08 März 2014, 17:52

schreiben, anstatt Patagon?

Ich denke, wir lassen solche blöden Sticheleien.
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Stringa,

Beitrag  patagon am So 09 März 2014, 11:28

du hast in der Hinsicht vollkommen recht. Aber ob du es jetzt glaubst oder nicht, das war keine freudsche Fehlleistung, sondern ein für Schnussler typischer Rechtschreibfehler, den ich eben erst bei deiner Antwort selbst gecheckt habe.
sorry.

Das ist mir jetzt richtig peinlich  Embarassed 

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Patagon

Beitrag  stringa am So 09 März 2014, 12:59

Okay, Schwamm drüber  Smile  .
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moin moin und hola uvo

Beitrag  patagon am So 09 März 2014, 14:50

"Das Milliarden Geschäft mit dem Wasser"

sagt vielleicht nicht allzu viel darüber aus und sicher wissen wir auch nicht alles.

Aber was Ali wahrscheinlich sagen will ist sicher, dass niemand aus den Grundbedürfnissen von Mensch und Tier überhaupt Kapital schlagen darf, weil das zutiefst unmoralisch ist.
Jedes Lebewesen, das ich kenne, BRAUCHT Wasser und Luft. Du selbst, Uvo, denkst über Lebensmittelvernichtung zum Zweck steigender Börsenkurse nicht anders, als jeder anständige Mensch. Und Wasser ist natürlich noch elementarer.

Darüber ob Wissen immer ein Vorteil ist, kann man auch streiten. Bei der Vertreibung aus dem Paradies ging es auch um Wissen, oder?

Von mir selbst kann ich nur sagen, ich könnte auf manches gerne verzichten und mich lieber weiter im Zustand bornierter Naivität sonnen, statt tiefere Einblicke gewonnen zu haben in die Befindlichkeiten des Bluthochdrucks.

Natürlich ist es toll, wenn es Menschen gibt, die mit ihrem Wissen auch anderen weiter helfen können. Aber das kann halt nicht jeder. Trotzdem ist es doch gut, wenn Ali fragt und auf etwas hinweist.
So lange gefragt wird, gibt es Fortschritt und es besteht für den Einzelnen auch die Möglichkeit der Weiterentwicklung.
Ich bin und war immer ein Feinde solcher Elternsprüche wie "dafür bist du noch zu klein, das verstehst du nicht"








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Sorry...

Beitrag  Monete am So 09 März 2014, 21:17

Das Wasserthema geistert durch alle Foren, zudem mit viel Halb- und Falschwissen.

Doch wenn wir hier darüber schreiben möchten, sollte man da nicht zumindest einen Link bekommen?
Ich weiß nicht genau, welche Bezüge und aus welchen Forum ihr zitiert.
Daher kann ich mir vorstellen, dass es den "stillen" Mitlesern auch so geht.

Also lasst mich nicht dumm sterben... Wo hat wer was geschrieben?
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Monete,

Beitrag  patagon am So 09 März 2014, 22:34

Nach einem Bericht im Fernsehen,
hatte ich das Wasserthema auch schon mal angesprochen. Oldy hatte den Report offensichtlich auch gesehen, denn er kannte Einzelheiten.
Ich wusste nur ungefähr, dass die Fa. Nestle im Besitz irgendwelcher Quellen dort war, die den Einheimischen das Wasser abdrehte um es dann in Europa zu verscherbeln.

Das ist ungeheuerlich.

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Monete, wie du siehst

Beitrag  stringa am So 09 März 2014, 22:37

ist das Eingangsposting von Uvondo schon ein Weilchen her. Uvondo hat, wie es so seine liebe Gewohnheit ist, ein Thema mal kurz angerissen, kühn eine These in den Raum geworfen, sich darüber beklagt, daß hier niemand drauf eingeht und dann nie mehr drüber geschrieben. (Sorry, Uvondo  Smile  )

Patagon hat trotzdem drauf geantwortet, weil Patagon nicht immer im Hier und Jetzt verankert ist, sondern sich ein bißchen freigeistig durch Raum und Zeit bewegt, ohne immer präzise zum Thema zu schreiben. (Sorry, Patagon  Smile  )

Das Forum, das Uvondo im Eingangstext zitiert, gibts glaub ich schon gar nicht mehr.

Nach dem großen Exodus hier bei Libertalia haben sich mehrere neue Foren durch die Abgereisten gebildet, von denen aber ein Teil schon nicht mehr existiert. So ähnlich wie bei KarnevalsVereinen in Köln, Rote Funken, Blaue Funken Ehrengarde, Prinzengarde, Bürgergarde und... und.... und..... Immer, wenns Knies gab, hat sich eine neue Gesellschaft abgespalten. Und wir haben viele, viele Karnevalsgesellschaften in Köln  Twisted Evil 

Aktuell weiß ich von 2 Foren, die noch existieren (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

http://dies-jenes.forumieren.com/

http://kaffeklatsch.forumieren.com/t63p45-schade-fur-libertalia

Wir hatten hier irgendwann auch mal das Thema ernsthaft am Wickel, aber ich finde es nicht mehr. Vielleicht kannst du besser als ich mit der Suchfunktion umgehen.
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Hallo Patagon

Beitrag  Monete am Mo 10 März 2014, 12:12

Ja wenn es denn mal stimmte...

In den USA ist ein völlig anderer Trinkwassermarkt.
Sehr viele Haushalte sind nicht an ein öffentliches Netz angeschlossen oder die Leitungen sind marode. (Wasser reichert sich mit Metallen, Pestiziden und Dünger an!)
Daher wird Trinkwasser aufbereitet, evtl. mit Zusätzen (Mineralien, Fluor, was weiß ich...) versetzt und in Ballons verkauft.

Daraus allerdings anzunehmen, es würde nach Europa verkauft, ist Unsinn.
Das wurde auch nicht im Film behauptet. Es wurde so durch Verknüpfung im Beitrag (schlechter journalistischer Stil) als annehmbar dargestellt. Juristisch jedoch (leider) ok.
Die Firma Nestle hat in Europa selbst Brunnen. In Deutschland im Hochtaunus und vor Hamburg.

Zu Kritisieren ist einmal der Effekthaschende Filmbeitrag, weil er nicht genügend differenziert.
Deshalb nicht, weil diese Entnahme über eine Trichterwirkung hinaus, in Deutschland verboten ist.
Und das Kaufverhalten der Menschen, die z.B. in Deutschland nur in völligen Ausnahmefällen, das Wasser aus der Leitung nicht trinken könnten.

Das du das angenommen hast Patagon, mache ich nicht zum Vorwurf. Genau das war durch falsche Verknüpfung im Beitrag so gewollt.
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Danke Stringa!

Beitrag  Monete am Mo 10 März 2014, 12:52

Ich lege mir mal einen Link an...

Ich behaupte mal für meine Umgebung:

"Dat Wasser vun Kölle es joot..."  Very Happy 
Obwohl... wenn in Wesseling Grundwasser mit Kerosin geflutet wird...  What a Face
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Mein persönliches Leitungswasser, Monete,

Beitrag  stringa am Mo 10 März 2014, 15:26

kommt von der Schäl Sick, d.h. aus dem Bergischen Land. Wird aus verschiedenen Quellen sowie aus dem Sickerwasser unserer Rheinseite zu einem gepflegten Cocktail zusammengemischt.

Wie die Bläck Föös mit dem Kerosin in ihrem Trinkwasser umgehen, müssen sie selbst wissen. Dem Vernehmen nach wohnen die meisten von denen in der Eifel  Very Happy 
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Stringa

Beitrag  Freizeit am Mo 10 März 2014, 17:56

Kerosin ist wirtschaftlich gesehen, neben der Verwendung als Treibstoff, eine Handelsware.Twisted Evil 

Warum also nicht ein billiges Transportmedium, wie Trinkwasser( -Rohrleitungen), verwenden, anstatt teure Tanker, Laster usw.

So könnte doch jeder künftige Flugreisende seinen Treibstoff selber von zu Hause mitbringen, was wiederum die Ferienkosten verringern würde und man das Sammeln von Flugmeilen erweitern könnte

So negativ sollte aus dieser Überlegung diese spezielle "Verunreinigung" des Trinkwassers nicht gesehen werden.

Alles hat irgendwie sein gutes.  clown 
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moin moin

Beitrag  patagon am Mo 10 März 2014, 20:02

Monete, ich hatte einen anderen Bericht gesehen. Da ging es um einen Staat in Afrika und Nestle.

Stringa, ja es stimmt, das liegt eine Weile zurück.
Aber das Problem ist immer noch aktuell.
Leider.

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